RSS
 

Afrika

18 Feb
 
 

Malta Jun ‘10

04 Apr

16. Jun – irgendwann im Okt

2. Apr

Der Flug ist gebucht. Wir haben lediglich ein One-Way-Ticket gebucht, da wir nicht wissen wann es wohin weiter geht.

 
 

Ägypten Mai ‘08

01 Jun


16. Dez 2007 – 2. Okt 2007

So, sehr haben wir uns auf das heutige Datum gefreut. Der Flug ist so spät, dass wir am Zielort wohl nichts mehr machen können, aber eben dann am Rückflugtag.

Alles ist gepackt und im Auto verstaut. Wir fahren nach Düsseldorf und haben genügend Zeit in Reserve. Ohne Stau oder anderen Problemen kommen wir am Flughafen an. Wir wollen natürlich den günstigsten Parkplatz
haben – fanden ihn aber nicht gleich – und parkten im Parkhaus 5. Es ist ein Hagelunwetter angesagt. Das lässt die Kosten von P5 vergessen. Wir orientieren uns: Eine Etage hochgefahren eine Tür trägt eine Nummer. Alles wird notiert und wir wackeln zu Fuß zum Flughafen.

Es sind nur ganz weniger (6?) vor uns am Schalter und wir warten. Heute haben wir besonderes Gepäck dabei. Tauchlampen sollen immer extra angegeben werden und sorgen manchmal für Probleme. Wir stehen am Schalter und die Dame ist weniger erfahren. Keine Extrafragen, keine Probleme. Wir werden alles los und vertreiben unsere Zeit mit typischen Ritualen (Bier zu Wucherpreisen). Nun müssen wir durch die letzte Schleuse gehen und es wird kontrolliert, dass die Tauchlampe auch tatsächlich demontiert ist.

Der Flug mit Condor ist ertragbar (wir sind einiges gewohnt). Gut ausgerüstet, können wir das Essen geschmacklich anpassen. Ich denke immer nur, – es ist ein kurzer Flug – es ist ein kurzer Flug -, erstaunlich was man erträgt und gleichzeitig viel Geld dafür bezahlt.

Mit mehr als einer 1 Stunde Verspätung landen wir und wollen in das Land gelassen werden. Für ein Visum müssen wir 15 USD oder 15 EUR zahlen, wir Füchse haben extra USD mitgenommen bei 1:1,5 eine sehr gute Sache. Nun kleben wir das Visum in den Pass und stehen hinter 100 Mrd. Menschen an der Passkontrolle an. Es scheinen zahllos viele Flugzeuge angekommen zu sein und die 4 oder 5 Menschen, die die Kontrolle machen, können den Ansturm nicht bewältigen. Wir stehen also in einer massiv gefüllten Halle ganz hinten.

Es geht (kaum/nicht) voran. Das Strömungsverhalten der Einreisenden zeigt eigenartige Bewegungen. Wir erkennen eine massive Absperrung. Von rechst, es sollte nicht gehen, strömen Menschen. Alles wird genau beobachtet. Es werden Kollektive mit benachbarten Mitreisenden gebildet und es wir durch Absperrungen geklettert. Also es wird durchgeklettert wo nur ein 5-jährige Mensch durchkommen könnten . Es dauert und dauert
und wir sind im Land.

Wir verlassen das Flughafengebäude und halten Ausschau nach unserem Transfer-Fahrer. Wir entdecken ihn und das erste was er machte war das Tippen auf seine Uhr. Ja ich bin einfach zu langsam geflogen. man was tut mir das leid. Nein im Ernst. mit diesem Tippen hat er sein Trinkgeld auf Null gesenkt.

Unterwegs hält er an. An einer unübersichtlichen Stelle. Alles ist stock-dunkel. Mein erste Gedanke geht in Richtung Entführung. Er macht alle Lichter aus – ich fühle mich bestätigt , er steigt aus – gleich wird er weglaufen, ich wäge ab: groß kräftig und ungeübt. Hinten geht eine Tür auf. Er nimmst sich Wasser ( – wir sind ja so undurstig – ) und fährt weiter.

Wir sind ja nun leider spät dran und würden uns über ein schnelles Erreichen von Dahab freuen. Der Fahrer hingegen hat einen konstanten Druck auf dem Gaspedal. Bergauf sind es dann mal 40 km/h und abwärts 100.

Es dauert ewig, aber wir kommen an. Eva und Harald haben echt auf uns gewartet, die lieben, sie wollen gar mit uns Essen gehen. Aber LEIDER sind wir alle und lehnen ab. Nun haben die beiden gewartet und wir schicken sie quasi heim, aber wir können nicht mehr. Wir verstauen /schmeißen alles in unser Zimmer und, ja und wir ziehen uns Badezeug an. Wir gehen mal gaaaanz kurz in den Pool.

So, und nun beginnt die Nacht.

30.05.

Wir kennen es ja schon etwas aus. Das Gerödel ist vorbereitet und wir erwarten das Briefing für den Tag. Es ist so schön, wenn man sich kennt. Harald und Eva oder Eva und Harald kennen uns schon ein wenig und es wird entschieden, den ersten TG bei Caves zu machen. Wir kennen den Ort nicht und freuen uns. Der Ort scheint nicht ganz einfach zu sein, da er bei geringer Dünung schwer ein- und auszusteigen ist.

Wir werden sehr genau aufgeklärt, wie der Ausstieg auszusehen hat und bekommen Infos, was anderen wiederfuhr, die einfach so ausstiegen.

Wir fühlen uns sehr sicher und tauchen endlich wieder ein – ins Nass. Der Abstieg ist toll, Wir tauchen durch Korallen, die sich links und rechts auftürmen, über eine Ebene mit Sandaalen und am Ende in die Caves.

Der Ausstieg ist dann spannend. Harald geht als erstes hoch, alle anderen (Eva, Ilona und ich) warten auf 5-6m. Dann werden die Wellen beobachtet und es geht dann nach und nach nach oben und beim Ausstieg wird geholfen. – Toll -

Der 2. TG ist bei 3 Pools. Wir tauchen aber nicht durch die Pools sondern nutzen die Flut und können direkter ins Wasser.

Wir tauchen so eher Moray Garden. Die neue – scheiß teure – Tauchlampe geht nicht an. So tauche ich weniger entspannt. 700 €, die nicht funktionieren wirken leider.

31.05.

Heute beginnt unserer Weiterbildung. Wir hatten entschieden, hier den AOWD zumachen. Es sind 5 TGs mit Pflichttauchgängen. Bei den beiden freien TGs waren wir uns nicht so sicher, welche wir machen sollen. Der erste heute sollte der Tieftauchgang sein. Nach Padi: > 18 = Tief. Nach unser empfinden sollte der TG schon tiefer sein, als die meisten anderen. Wir besprachen die Situation und die Örtlichkeiten. Verschiedene Möglichkeiten standen offen. Wir entschieiden uns zu einem TG in den Canyon. Das etwas kritische ist eben nicht absolut uneingeschränkte Auftauchmöglichkeit.. Wir betauchten den Canyon aber schon mehrmals.

Während des Briefings müssen wir eine Rechenaufgabe lösen – keine leichte – und die Zeit wird festgehalten.

Dann geht es zum Canyon und durch eine neuen engen Abstieg runter. Man ist das toll und die Aufgabe wartete noch.

Auf 42m versammeln wir uns und wir müssen rechnen. Ich muss ein Quadratzahl berechnen (15×15) und dann was addieren. Ich freue mich, das muss ich nicht berechnen das weiß ich einfach, dann soll ich eine Zahl addieren. Ich vergesse die 225 und fange wieder mit 15×15 an und addiere neu und wieder unsicher. Mist, das kann doch kaum sein, 15×15 war eine “Steilvorlage” und ich kannn nicht sicher weiterrechnen. Dann denke ich,
dass ich ein Ergebnis habe und rechnete nach und erinner mich nicht mehr an das erste Ergebnis. Ich bin unsicherer als meine Schüler, schreibe aber ein halb/fast geschätztes Ergebnis auf. Ilona macht es ebenso.

Nach dem TG werden die Zeiten verglichen. Also, meine Zeit war zwar gleich, aber beim ersten Rechnen sicher und beim zweiten glücklich geschätzt. Ich konnte zwar in der Tiefe gewohntes Abrufen, aber damit wenig anfangen. Der so an sich simple TG bringt erstaunliches. Je Tiefer es wird um so “Anderser” wird es” — Respekt vor Tiefe, ich bin nicht so wie sonst und kann mich nicht auf mich verlassen.

AOWD – deep – gemacht und viel erfahren

Als nächstes steht der zweite Pflicht-TG an. Navigation. Nun, ein Kompass ist ein Kompass. Und mit erweiterten Stellrädern ist es nur eine Übungssache, mehr maximal nicht.. So bin ich in den TG gegangen.

Mit dem Briefing kam auch eine Trockenübung. Ach alles simpel, aber ich mache mit. Ich machte trocken einen 3-Ecke-Kurs und kam mit einer Ungenauigkeit an. Frage: Warum war es so ungenau? Ja, es war der Wind.
Ich dachte aber nicht, dass das auch beim gehen so deutlich ist, macht mich aber sensibel.

Im Wasser selbst, müssen wir nur einen Umkehrkurs machen. Zunächst denke ich, och, wie simpel, das ist ja kinderkacke. Ich mache aber wie gefordert. Die Aufgabe ist, einen Kurs 50 Flossenschlagzyklen in eine bestimmte Richtung zu machen und dann wieder zurück. Auf dem Weg hin bin ich mir nie so sicher, ob ich richtig gezählt habe, ob ich den Kompass richtig gehalten habe. Ich bin mir sicher,. dass ich viele Flossenschläge daneben liege. Dann kehre ich um und tauche stur nach Kompass. Und, -  ich komme auf 1 Flossenschlag exakt wieder an.

Neben dieser Navigation haben wir aber auch viel über natürliche Navigation gelernt. Das scheint mir im Normalfall das geeignetste zu sein.

AOWD – navi – gemacht und viel erfahren.

01.06.

Dahab Lighthouse: Na ja, schon ein paar mal gemacht, Anfängertauchen eben. Hier soll heute Multilevel-tauchen stattfinden. Klar, wir haben unsere Rechner, wo für dann auch dass?. Harald erklärt alles und erwähnt auch die Wheel-Geschichte. Für mich ist es ein notwendiges Übel und wir tauchen ab. Lighthouse- Anfänger- Multilevel=Computer. Es geht los. Irgendwie ist Lighthouse nicht das, was wir kennen und wie tauchen schön, so wie uns das Wheel es uns vorgesagt hat. Es wird spannend. Wir wollen alles genau einhalten (Zeiten und Tiefen). Der TG ist richtig schön und wir erkennen, dass unsere sau-teuren Computer so gut sind wie ein 80 € Plan ( in diesem Fall)

Der zweite Ausbildungstauchgang soll uns im Tarieren sensibler machen. Die Physik ist klar und kann nicht ignoriert werden. So finde ich mich mit den Gegebenheiten ab.

Harald sagt nun einiges zu Tarieren und eins macht mich besonders nachdenklich.

Über Wasser atmet man ein und aus UND WARTET  – unter Wasser ist es genau andersherum (als Anfänger) man atmet, hält und atmet aus. Alleine die Info schaffen an diesem Tag 2 Kg weniger Blei. Unglaublich. Der Kopf ist mächtiger als die Physik?

Wir haben uns heute hier aufgehalten, weil der Nacht-TG auch hier stattfinden soll. Bei unsere letzten Reise machten wir hier schon einen NTG. Vor 6 Mon. war er extrem spannend auch anstrengend. Wir bekommen beim Briefing unsere Vorgaben und tauchen ab. Es ist anders. Wir tauchen einfach. Wir müssen nicht immer unsere Lage kontrollieren, unsere Tiefe prüfen, wir tauchen einfach. So sehen wir sehr viel und hören auch mehr.
Sogar eine spanische Tänzerin entdecken wir. Dieser TG, obwohl im “Anfängerrevier” entpuppt sich als ein ganz toller.

Ab jetzt: Lighthouse immer wieder.

SO. NUN HABEN WIR UNSEREN AOWD – ABLAUS BITTE !!!

Der Landi streikt. Wir können nicht zurückfahren. Ilona und ich bleiben bei der Ausrüstung. Harald und Jimmy schauen sich das Auto an. Wir überlegen. Wenn nun das Auto so spät Probs macht, dass wird es morgen Früh auch nicht laufen. Wir sind aber entspannt und sehen es nicht verbissen. Wir wissen, dass Haralds es schnellst möglich richten lassen wird und selbst, wenn es ein paar Tage dauert, – ist eben so – . So stellen wir uns auf einen freien nächsten Tag ein.

Harald hat ein Taxi organisiert und wir kommen Heim.

02.06.

Tja, was nun, das Auto ist verständlicherweise noch nicht ok, warum nicht einfach Nitrox-Prüfung machen. Wir haben gelernt und es hat geklappt. wir haben bestanden.

Das Auto wurde auch gerichtet. Alles wird gut.

Nitrox TG #1

Ein unglaublicher TG. Mit dem weniger an Blei, der besseren Atmung und dem Nitrox bleiben wir 1h unter Wasser und haben trotzdem 30m erreicht. Golden Blocks wurde betaucht. Das Belich scheint immer noch viel zu viel
zu sein. Am Ende des TGs möchte ich das erste Mal versuchen, eine Boje zu schießen. Es geht völlig schief. Gut, dass es nach dem Sicherheitsstopp auf 5 m gemacht wurde.

Nitrox TG #2

Umsid. Wir betauchen einen neuen Tauchplatz- In erster Linie interessiert mich mein Blei. Es könnte evtl. noch ein wenig weniger sein. Der Platz an sich ist nett aber nicht umwerfend.

SO. NUN HABEN WIR UNSEREN NITROX-B. – ABLAUS BITTE !!!

 
 

Ägypten Dez ‘07

28 Dez


16. Dez 2007 – 2. Okt 2007

Seit 3 Tagen sind wir wieder in Deutschland und schon hat es uns gepackt. Wir beginnen die ersten Sachen zu erforschen und haben begonnen, die nächste Reise zu planen.

Wir wissen nicht, ob es wirklich klappt, denn wir wissen noch nicht, ob wir es zeitlich schaffen oder finanziell wieder so weit erholt sind. Aber planen kann man ja schon mal.

Warum das ganze jetzt? Nun im nächsten Jahr wollen wir mit anderen eine Tauchsafari machen. Bedingung dafür ist aber unter anderem, dass 50 Tauchgänge gelogged worden sind. Wir machen gerade unsere Ausbildung,
müssen also zusehen, dass wir das bis dahin schaffen. Und was ist da nicht besser geeignet, als eine kleine Reise.

16.12.

Wir haben alle Zeit der Welt, denn wir haben entschieden schon einen Tag vor dem Abflug nach Köln zu fahren. Sehr weit ist es nicht von uns aus, aber wir haben uns folgendes überlegt: Der Flug startet gegen 6 Uhr morgens. Wir wollen immer 2 Stunden eher dort. So müssten wir den Wecker auf ca. 2 Uhr 30 stellen. Darüber hinaus möchten wir schon am Vorabend einchecken. So müssen wir die Strecke also einmal extra fahren. Die Kosten für die Fahrt plus die für den Parkplatz habe ich von einer Hotelübernachtung wo das Auto noch 3 weitere Wochen stehen darf und wir einen Shuttel-Service zum Flughafen haben, abgezogen. Im Ergebnis zahlen wir nur 12,50 € mehr, haben aber überhaupt keinen Stress. Wir haben keinen Stress und deutlich mehr Luft, sollten wir eine Autopanne haben oder im Stau stehen. Na mal schauen, ob es so klappt, wie wir uns das vorstellen.

Das Auto ist gepackt und wir fahren sehr gemütlich und entspannt nach Köln. Am Hotel angekommen betreten wir den Eingangsbereich und fühlen uns zunächst ein wenig unwohl. Das Ding hat mehr Sterne, als wir
verkraften, sonst schlafen wir ja auch gerne einfach nur im Zelt. Nun gut, durch diesen Luxus müssen wir einfach durch.

Wir schmeißen unser Zeugs ins Zimmer und lassen uns zum Flughafen bringen. Na klar, wir sind mal wieder viiiieeel zu früh, dafür aber auch die ersten. Wir warten eine Stunde und sind immer noch die ersten. Wir checken ein und haben das Glück, ziemlich weit vorne zu sitzen. Halt Glück? Ne da war doch was, die Kleinkinder sind doch auch immer dort und schreien auch schon mal gerne den ganzen Flug lang. Wir hätten uns wieder abholen lassen können, gehen aber zu Fuß. Zurück angekommen köpfe ich eine Pulle Sekt und wir freuen uns über unseren Urlaub.

17.12.

Der Wecker klingelt um 04:30. wir machen uns fertig und 30 min später werden wir zum Flughafen gebracht. Wir warten, bis wir einsteigen können und finden unsere Plätze. Wir starten und sind nach kurzer Zeit schon in
München. Hier vergeht die Zeit auch recht schnell und es geht weiter. Auch der nächste Flug ist ein relativ kurzer. Wir landen und haben nur eine einzige Sorge: ist unsere Tauchgepäck mitgekommen? Und ja, wir bekommen unser Gepäck ganz fix ist auch fast alles ganz geblieben. So nehmen wir unsere Sachen gehen nach draußen. Kurz vor dem Ausgang sind links viele Menschen, die offiziell aussehen und quatschen uns voll. Erst dachte ich, von denen werden wir nach Dahab gebracht. schnell merken wir aber, dass das das typische abgreifen von Touris ist. Draußen angekommen hält ein Mann, gekleidet in dem weißesten Betttuch, dass wir je gesehen haben, ein Schild mit unserem und noch einem weiteren Namen hoch. Schön, wir werden nur zu Dritt gefahren werden. Er bringt uns zum Fahrzeug und geht zurück, um den 3. Passagier zu holen. Es dauert, der andere hatte wohl weniger Glück mit schnellem Gepäck. Dann kommt er wieder zurück, alleine, ich denke, dass der andere nicht im Flieger saß, aber nein, er reicht mir ein Telefon. Am anderen Ende ist zum Glück eine deutsche Stimme. Die berichtet, dass der andere Gast mit einem verspäteten Flieger kommt. Wir sollen uns doch einfach in ein Cafe setzen, sie würde das übernehmen. Huch, denke ich, dass ist aber nett und zuvorkommend. Wir gehen aber lieber ein wenig spazieren und warten einfach ab. Es dauert gar nicht sehr lange und der andere ist auch da. Wir begrüßen uns und duzten uns sofort ohne das abzusprechen. Der andere reist mit leichten Gepäck und wir mit unseren neuen Tauchtaschen. Ich denke, dass er sich alles in der Tauchschule leihen wird. Ich suche das Gespräch, Ilona und ich sind blutige Tauchanfänger und sitzen nun neben jemanden, der wohlmöglich schon sehr viele Tuchgänge gemacht hat. Nein, ganz schnell stellen wir fest, dass wir mit unseren 6 Tauchgängen 6 mehr haben als er, man wir sind die Profis hier :-)

Robert kommt nach Dahab, um das Tauchen zu lernen.

Wir kommen in Dahab an und werden als erstes von Eva empfangen. Eva ist diejenige, die sich hinter der Telefonstimme am Flughafen verbarg. Harald begrüßte uns ebenso. Wir checken im Hotel ein und wir verstauen unser Tauchgepäck in der Tauchschule. Wir hätten nicht gedacht, dass das nun so läuft wie es läuft und es gefällt uns. Uns werden alle Räume der Tauchschule gezeigt. Es wird uns erklärt, wann wir was wie machen sollten. Nachdem nun im “Nassbereich” alles geklärt ist, geht es in den Theorieraum. Es findet quasi ein übergeordnetes Briefing für die ganze Zeit statt. Wir erfahren, dass wir drei derzeit die einzigen Gäste sind. Das empfinden wir als sehr angenehm, so blamieren wir uns nicht so schnell vor anderen. Am nächsten Tag wollen wir noch nicht tauchen, da Ilona leicht erkältet ist. Der Plan sieht nun vor, dass Ilona und ich schnorcheln werden und Robert mit seiner Ausbildung beginnt. Zudem besprechen wir, dass wir immer auch zu dritt in einer Gruppe bleiben. Harald und Eva fragte, ob uns das recht wäre, da Robert ja seine Ausbildung macht. Wir begrüßen es sogar. Am Abend gehen Harald und Eva  mit uns Essen und die zeigen uns dabei, wo was in der Stadt zu finden ist.

18.12.

Wir gehen zum Einstieg Lighthouse. der ist gut zu Fuß zu erreichen. wir springen ins Wasser und werden erschlagen. Eine so große Fülle an Fischen hätten wir uns niemals erträumt. Da war das Schnorcheln in Mexiko ein Witz dagegen. Nach 20 min wird es aber zu kalt und wir gehen wieder raus und auch wieder zurück zum Hotel und der Tauchschule. Robert macht seine erste Stunde im Pool, wir setzen uns dazu und erinnern uns an unsere erste Stunde. Es macht Spaß zuzuschauen und auch ein wenig zuzuhören. Harald erklärt einige Sache, die wir in unserer Ausbildung nicht gehört haben. Also lernen wir so einfach weiter.

Abends besprechen wir im Schulungsraum den nächsten Tag. Es soll bei Lighthouse getaucht werden. Harald macht mit Robert die Ausbildung und mit uns einen kleinen Check-Dive. Dann wird uns Divemaster Ahmed nach
links führen.

19.12.

Wir fahren nach Lighthouse, bereiten alles vor und gehen ins Wasser. Ich bin sehr nervös, denn es ist ja unser erster Tauchgang im Meer. Ich bin so nervös, dass ich nicht untergehe. Mein Puls liegt bei über 160. Irgendwann ist aber dann auch um mich herum nur Wasser und ich fühle mich wieder wohl. Der Check-Dive ist easy und wir tauchen mit Ahmed und Eva nach links zum Riff.

Jetzt eröffnet sich eine unglaublich schöne Welt. Wo wir auch hinschauen sind bunte Fische. Wir hätten niemals gedacht, dass wir am ersten Tag gleich fast 18 m tief tauchen, aber es spielt irgendwie keine Rolle, so lange nichts schief geht, wie tief man ist. Nur hatte ich unsere Tauchcomputer so eingestellt, dass sie uns ab 15 m warnen, denn wir dürfen ja nur bis 18 m, so piepten die Teile natürlich ständig. 45 min später verlassen wir wieder das Wasser und sind hin und weg. Wir hatten sehr viel Geld für unsere neues Hobby ausgegeben und jetzt wissen wir, jedes Cent ist es wert gewesen.  Nach 2,5 Stunden Pause geht es endlich wieder ins Wasser. Diesmal geht
es erst nach rechts. Harald hat uns gefragt, ob wir am Anfang nicht mit in den Tarierpark kommen wollen. Klar wollen wir, wir wollen ja auch üben. Nach ein paar Übungen geht es wieder zum Riff. Wir genießen das Tauchen sehr und verlassen uns voll auf Ahmed unseren Tauchguide. Er beobachtet uns sehr genau, fragt ständig, ob alles ok ist und will unseren Luftvorrat kennen. Diesmal kommen wir sogar noch ein wenig tiefer. Als es dann wieder nach oben ging machte er ein Zeichen, dass wir nicht kannten. Ich dachte er wollte wissen wie viel wir noch in der Flasche haben, tatsächlich war das aber ein örtliches Zeichen für einen Sicherheitsstopp.

20.12.

Moray Garden. Klingt viel versprechend. Wir haben tatsächlich eine Moräne gesehen. Wir hätten es uns nicht träumen lassen, aber wir haben eine gesehen. Es sind auch unzählige Korallen zu sehen. Es ist gegenüber von gestern eine ganz andere Welt, alles zieht anders aus.

Abends gehen wir wieder Essen, Jeden Abend gehen wir Essen. Es ist ziemlich lecker. Bei dieser Reise ist etwas ganz anders als sonst. Früher haben wir die Einsamkeit gesucht. Beim Tauchen ist es anderes. da sucht man eher die Gemeinschaft. Mit Robert hatten wir ein unsagbares Glück. Wir drei passen perfekt zu einander.

Die Tage ähneln sich alle sehr. Frühstücken, Sachen packen und zum Tauchgebiet fahren. Einen Tauchgang machen, Tee trinken, eine Kleinigkeit essen. Einen weiteren Tauchgang machen und wieder zurück zum Hotel. Vorbereitung auf den Abend, Essen gehen, lange quatschen und schlafen gehen.

Das klingt sehr eintönig, ist es aber nicht. Durch die vielen verschiedenen Tauchgebiete ist es immer wieder etwas neues. Statt nun wie gewohnt Tagebuchartig einen Bericht zu schreiben, schreibe ich nun die besonders herausragenden Momente.

El Bells/Blue Hole

Ein geisterhafter Name. Wir wussten, dass wir dort nicht tauchen werden, da es für uns Anfänger einfach zu tief ist. Wir werden aber aufgeklärt, dass die 18 m Grenze für uns dann gilt, wenn wir einen Tauchgang alleine durchführen, wenn man aber mit einer ausgebildeten Begleitung taucht, dann kann es auch mal noch ein paar Meter tiefer gehen. Und nun ist es so weit. Wir werden sehr genau instruiert. Der Einstieg ist dann nicht ganz zu leicht, denn es ist im Prinzip ein Loch, welches 1 m breit und 4 m lang ist, da muss man rein gelangen und dann geht es runter. Bisher tauchten wir immer gleichzeitig ab, dort geht es nur einer nach dem anderen. Harald als erfahrenster verschwindet als erstes, damit er uns unten in Empfang nehmen kann. Dann komme ich auch bald dran. Ich weiß jetzt, dass es ca. 30 m senkrecht nach unten geht. Eva erklärte mir, dass ich das bewusst genießen solle. Es geht los. Ich habe ein wenig die Sorge, dass ich ein Fehler beim Tarieren mache und so unkontrolliert immer schneller sinke, dann gegenwirke und nach oben schieße sterbe. Es begleitet mich also ein Nervenkitzel. Ich lasse mich sehr sehr langsam absinken und achte unglaublich genau auf meine Geschwindigkeit. Dabei vergesse ich nicht, was mir Eva riet. Mit mir sinkt ein kleiner Seestern. Leider komme ich auch schon unten an, tauche durch einen Bogen durch und bin im richtig freien Wasser. Unter mir geht es noch einmal 800 m tiefer. Ilona und ich halten uns an der Hand, so dass wir sofort merken, wenn etwas schief geht und wir tauchen nach rechts weiter. Dann plötzlich steigt von unten etwas Dunkles auf, es wird größer, kommt immer Näher. Eine Schildkröte begleitet uns ein paar Meter und taucht wieder ab. Nach einer gewissen eher fischarmen Strecke und langsamen auftauchen, gelangen wir in eine Region, die wieder voller Leben ist. Wir tauchen nach rechts über einen Sattel und gelangen so in das berühmte Blue Hole. Wir haben Glück Apnoetaucher trainieren hier, es sieht sehr elegant aus, wenn die aus der Tiefe wieder zurückkommen.

Canyon.

Es hatte geheißen, dass man dort einen Vorhang mit vielen Luftblasen sehen kann und dass man aus dem Canyon durch eine kleine Höhle hinaus tauchen kann. Wir haben gute Sicht und tauchen zum Canyon. Und da ist ein breiter Vorhang aus Luftblasen, was für ein Spektakel. Es geht weiter und wir schweben über einer Spalte. dort geht es runter. Langsam sinken wir hinein in die Spalte, tiefer und tiefer. Unten angekommen sehen wir einen großen Schwarm Glasfische. Sehr lange wollen wir uns nicht aufhalten, denn wir sind auf 32 m, also machen wir uns zu dem kleinen höhlenartigen Ausgang auf. Dort kann nur eine nach dem anderen hindurch schlüpfen, da es recht eng ist, hier muss man sehr gut tarieren können, will man nirgends etwas berühren.

Nachttauchgang.

Wir wollen uns auch das trauen. So werden wir mit zusätzlichen Lampen ausgestattet. Um 18 Uhr geht es ins Wasser. Es ist schon ein wenig gruselig, weil man ja nicht alles sehen kann. Die Seeigel haben mit ihren langen Stacheln ihre Behausungen verlassen und wir passen höllisch auf, dass wir da nichts versehentlich berühren. Das Tarieren ist unglaublich schwer, da man nie so genau sehen kann, ob man sinkt oder steigt. Das Erleben von Fischen ist eher bescheiden gewesen, der Nervenkitzel hatte aber auch seinen Reitz.

Beduinendinner

Eva und Harald bieten nicht nur das Tauchen an. So sind wir an einem Abend mit dem Landi zu einem Kamelparkplatz gefahren und dann mit diesen in die Wüste hineingeritten Dort wurde ein tolles Mal zubereitet und verspeist. In der Wüste mit sternklarem Himmel, kann man sich dann so richtig lecker verwöhnen lassen.

Nachbetrachtung

Es war unser erster Tauchurlaub, wir waren absolute Anfänger und wir erwarteten, dass wir dadurch eher Außenseiter sein würden, denn wer taucht wohl gerne mit Anfängern. Es kam ganz anders. Wir Ilona, Robert und ich haben in dieser Zeit sehr viel gelernt. Zudem haben wir auch die gemeinsamen Stunden außerhalb des Wassers mit anderen Menschen genossen. Das hatte ich nicht erwartet. Eva und Harald haben sich erstklassig um uns gekümmert.

 
 

Mexiko Sep ‘07

08 Okt


24. Sep 2007 – 2. Okt 2007

22.07.

Wir werden im Herbst eine Woche Zeit haben und überlegten natürlich gleich, wo wir sein werden. Wir rechnen kurz, wie teuer eine Woche Kruger sein würde und vergleichen. Gerne wollen wir auch etwas neues
sehen, aber in nur einer Woche?

Das Stöbern und Preisvergleichen hat uns nach Mexiko gebracht. Am 24.9 werden wir nach München fahren und dann nach Cancun fliegen. Diese Woche wollen wir einfach nur relaxen, ein Auto mieten und auf eigene Faust ein wenig Yukatan erforschen, oder eben doch einfach mal nichts machen.

Ach, und das ganze ist eine Lidl-Reise.

23.09.

Es dauert nun weniger als 24h bis zu unserem Start. In den letzten Wochen ist viel geschehen.

Wir haben entschieden, dass es ein sportlicher Urlaub werden soll, also mit viel Aktivität. Unser Schnorchelzeug ist schon nicht mehr so neu gewesen, dass wir entschieden, neues zu kaufen. Recherchen ergaben, dass, sollte man was vernünftiges haben wollen, die Sachen besser auch probieren sollte. So sind wir zu einem Taucherladen an die Bigge gefahren. Nach einer hervorragenden Beratung, hatten wir uns für eine neue Maske und Schnorchel entschieden. Wir durften sogar die Sachen bei denen im Tauchclub testen. Dann stellte ich eine verehrende Frage. Wie teuer ist eigentlich so ein Tauchschein. Am nächsten Tag waren wir wieder vor Ort, haben uns vernünftige Flossen gekauft und uns für den OWD- Kurs angemeldet. Hätten wir das 2 Wochen eher gemacht, wären wir mit einer abgeschlossenen Ausbildung nach Mexiko gekommen, schade. Vor Ort wollen wir uns nicht weiterschulen lassen, da wir das lieber hier machen wollen, hier wissen wir schon von der guten Ausbildung, es könnte nur schlechter werden.

24.09.

Es geht los. Wir haben unser Zeug auf dem Rücken und marschieren zum Bahnhof. Der erste Zug bringt uns bis nach Köln, der 2. bis nach München. Die Fahrt mit dem ICE ist ausgesprochen angenehm, so kommen wir in München entspannt an. Jetzt müssen wir uns noch ein Ticket für die Fahrt nach Marzlingen besorgen. Das Gepäck wird schon am richtigen Bahnsteig postiert und ich tiger los. Ganze 30 min habe ich Zeit. Am Fahrkartenautomaten angekommen, stehe ich vor einem modernen Gerät mit Touchscreen, ich kenne die Teile schon, viel Tipperei, aber machbar. Ich habe meine Fahrt ausgewählt, es dauert bei diesen Dingern echt ewig,
nun möchte ich mein Ticket bezahlen und ausdrucken lassen. Irgendwie, will der mir nur eine Information ausdrucken. Na, habe ich wohl was falschgemacht, denke ich und beginne die lange Prozedur erneut. Nach einer weiteren halben Ewigkeit bin ich am gleichen Punkt mit gleichem Ergebnis. Also, da bin ich als jemand, der in der IT-Branche unterrichtet, zu blöd um mir eine Fahrkarte zu ziehen. Ich gehe zu Ilona zurück und sage ihr, dass es noch ein wenig dauern wird. Ich renne zu einem anderen Fahrkartenautomaten, dort finde ich zwar alles vor, nur eben nicht meinen Zielbahnhof. Jetzt wird es mir zu blöd, ich gehe da hin, wo Menschen von Menschen bedient werden. Hier sehe ich eine lange Schlange vor mir und ahne schon, dass ich den Zug nicht erwischen werde. Ich gehe wieder raus und versuche es doch einmal am Automaten- wieder nichts. So sage ich Ilona bescheid, dass wir den nächsten Zug nehmen müssen. Ich gehe wieder zurück zum Fahrkartenschalter und warte. Der gute Mann dort meinte nur, dass ich dort am Automaten der Bahn keine Fahrkarten für die Fahrt, die die Bahn zum gewünschten Bahnhof, drucken kann. Hmmpf, was für eine Logik. Ok, Jetzt habe ich das Ticket und 2 Weizen in der Hand, wir warten. Irgendwann kommen wir in Marzlingen an und verbringen einen netten Abend.

25.09.

Sehr zeitig geht es zum Flughafen, es ist noch dunkel. Das Check In klappt ziemlich gut und wir haben einen Platz am Gang bekommen. Wir fliegen mit LTU, Kenner wissen, was das bedeutet. Die Maschinen sind mit reichlich Sitzreihen ausgestattet, dass man mit 188 auf jeden fall mit seinen Knien dem Vordermann im Kreuz hängt. Und der erdreistet sich dann auch noch seine Rückenlehen für bequemes Sitzen nach hinten zu stellen. [Ironie] Das Essen ist in gewohnter Qualität, die sehr Große Auswahl verschiedenster Menus lässt keine Wünsche offen. Der Wein zum Essen ist angemessen teuer und das Entertainmentprogramm lässt so manche DVD-Sammlung daheim verblassen [/Ironie]. Nach 11 Stunden ist das auch geschafft. Wir bekommen unser Gepäck unglaublich schnell und finden unseren Bus auch sofort. Wir setzen uns, wie verlangt, in den Bus und müssen eine geschlagene Stunde warten, bis sich der letze mal bequemt zu kommen. So, denke ich, jetzt hast du die Scheiße. Touris ringsherum, jeder macht was er will, jeder nervt und wir fahren nun über 2 Stunden von Hotel zu Hotel, bis alle abgesetzt sind. Klar, dass unseres das letzte ist. Das einzige, was wir nun wollen, ist einfach weg von dem Trubel. Aber nein, da gibt es eine Ansprache, eine Einweisung und unser Gepäck dürfen wir auch nicht selber tragen. Na, ob das nicht ein Fehler war, so was zu buchen? Sonst sind wir einsam in Afrika und nun hier. Wir lassen alles geduldig zu und verschwinden so bald wie möglich. Auf unserem Zimmer angekommen, sind wir beeindruckt, groß, sauber, hell, Bier in der Minibar. Innerhalb von 5 min haben wir uns eine Dose Bier geteilt, uns umgezogen und uns auf den Weg gemacht, das Gelände zu erkunden. Es ist unglaublich groß, perfekt gepflegt und sehr schön, zudem sieht es nicht so aus, als wenn es sehr voll wäre. Wir schaffen es noch das Abendessen einzunehmen und gehen gleich schlafen.

26.09.

Die Nacht endet früh (Jet Leg). Kaum ist die Sonne aufgegangen, gehen wir zum Strand. Dort sind nur ein paar Einheimische und wir, wir fühlen uns wohl. Das Wasser ist schön der Himmel toll. Gegen 7 Uhr kommen wir
zurück und gehen bald zum Frühstück. Was uns hier erwartet, ist kaum zu glauben. Das Buffet ist ca. 160 m lang. Hier können wir viel ausprobieren ehe wir das gleiche erneut essen müssen. Nach dem Frühstück packen wir unser Schnorchelzeug ein und gehen wieder zum Wasser. Wir legen alles an und watscheln ins Wasser. Fische wollen wir sehen, daher haben wir ja alles gekauft. Wir werden nicht enttäuscht. Immer wieder sehen wir eine neue Fischart. Plötzlich erschrickt Ilona, von rechts kommt ein Schwarm großer (35 cm) Fische, die schwimmen um uns herum und beobachten uns sehr genau. Nach dem wir vieles im Wasser gesehen haben, bringen wir unsere Sachen zurück und widmen uns dem nächsten Sport. Wir nennen es Bar-hopping. Nachdem wir so durch die ganze Anlage hoppeln, landen wir doch wieder in unserem Zimmer, wir brauchen Kühle und Schatten. Eine kleine Pause soll es sein. Um 4 Uhr morgens wache ich wieder auf.

27.09

Wir beginnen mit einem opulentem Sektfrühstück und beeilen uns, damit wir schnell wieder im Wasser sind. Bis Mittags sind wir immer mal wieder im Wasser und entdecken immer wieder neue Fische. Wir machen uns frisch
und gehen zu Mittag essen. Dann machen wir wieder Pause, wieder schlafen wir ein und werden aber zum Glück früher wach, denn wir haben eine Reservierung in so einem Edel-Fisch-Restaurant. Wir schaffen es und sitzen nun in einem feudalem Restaurant. So richtig wohl fühlen wir uns nicht. Aber was soll’s. Wir nehmen die Vorspeise ein und mir wird plötzlich ganz übel. Wir brechen alles ab und sehen zu, dass wir wieder zurück kommen. Es ging so gerade gut.

28.09.

wir faulenzen und leben. Aber mal genauer, ein wenig genauer. Wir stehen auf und gehen Frühstücken. Ein solches Frühstück verlang nach einem Spaziergang, dabei kommen wir an einem anderen Restaurant vorbei, klar,
hier Frühstücken wir und gehen weiter, landen am Pool, legen uns hin und besorgen uns immer mal wieder Getränke. Immer, wenn es zu warm ist, gehen wir mal kurz in warme Nass. Alles hier ist erstklassig. Alles ist
sauber, alle sind höflich und zuvorkommend und alles ist lecker.

29.09.

Heute müssen wir wieder ins Wasser. Die Wellen sind ein wenig stärker und wir lernen gleich, dass die Sicht sehr sehr stark eingeschränkt ist. Wir entdecken einen Bereich mit Korallen, er ist ziemlich flach. Es entwickelt sich eine unschöne Situation. Die Wellen greifen uns immer wieder und das Wasser ist plötzlich sehr flach. wir drohen immer wieder die Korallen zu berühren, aber eben unsanft. es hat eine weile gedauert, bis wir dieser Situation entkommen sind. wir haben dabei einiges gelernt.

30.09.

Wir haben heute einen Ausflug gebucht, “Schnorcheln in einem Riff”. Wir gehen aber einfach vom Strand aus ins Wasser. Wir sind enttäuscht. wir haben viel Geld ausgegeben. Aber der Ausflug entwickelt sich doch als recht schön. Unser Guide führt uns durch das Riff und wir sehen viele tolle Fische.

Nachdem wir das Erlebnis haben sacken lassen buchen wir einen anderen Ausflug. Morgen wollen wir mit Schildkröten schnorcheln.

01.10.

Nach dem Frühstück laufen wir mit unserem Zeug zu einer Tauchbasis, von dort soll es mit einem Boot raus zu den Schildkröten gehen. Wir stellen fest, dass noch 3 aus Ostdeutschland und eine aus Spanien mit dabei sein
wird.

Wir starten gegen 11:30. Zum Boot müssen wir über felsigen Untergrund gehen, der sich im Wasser befindet. Gut dass wir Füßlinge anhaben, die anderen, barfuß, fluchen.

Wir fahren 20 min, nicht raus sondern leider nur zu einem anderen Strand. Dort schnorcheln wir und sehen tatsächlich Schildkröten, das ist schön. Viel schöner ist aber, dass alle anderen nicht bemerkten, als ein Schwarm mit millionen von fischen um uns beiden herum schwimmt, wir im Zentrum, im Auge. Wir schnorcheln dann von den Schildkröten weg zu einem Riff. auch das ist sehr nett, nur ist niemanden bewusst, dass das schon der 2. Teil des Ausfluges ist und wir verpassen die Hälfte, dachten ja es kommt noch was. Plötzlich ist alles vorbei und es geht wieder zurück.

02.10.

Heute geht es wieder zurück, wir packen ein wenig und gehen zum Strand. die Wellen sind zu hoch, so können wir nicht schnorcheln, verbringen aber dennoch einige Zeit im Wasser. Um 10 Uhr checken wir aus und werden
zum Flughafen gebracht. Es regnet Bindfäden.

03.10.

Naja, es geht nach München, dann buchen wir uns einen Flug nach Köln und fahren mit der Bahn nach Hause. Jetzt sind wir daheim und es wird gleich regnen.

Wir hatten einen ganz unerwartet tollen Urlaub. Wir haben das Schlimmste erwartet. Wir rechneten mit einem einfachen dreckigem und ungepflegtem Hotel, mit schlechtem Essen und verdünnten Getränken.
– Alles war anders. Es war richtig toll –

 
 

Botswana Juni ‘07

04 Aug


22. Jun 2007 – 14. Jul 2007

Februar 2007

Wir wollten es nicht, ja wirklich nicht, wir wollten nicht nach Afrika, seit 2 Monaten haben wir eine Reise nach Norwegen geplant. Wir wollte dort eine Outdoor- Reise machen. Alle Dinge, die wir dort benötigen würden, würden wir so kaufen, dass wir sie in Afrika nutzen könnten. Also die Planung stand, alle Reiseführer wurden studiert, Kartenmaterial genauestens begutachtet, wie gewohnt versuchten wir uns perfekt vorzubereiten. Dann, an einem Sonntag war es so weit gewesen. Um 16:00 Uhr, so hatten wir uns überlegt, sollte die Fähre gebucht werden. 30 Minuten waren es noch, dann schaute Ilona einfach so (glaube ich) just for fun, danach, wie teuer ein Flug nach JNB sei, 5 min später haben wir ihn gebucht. Anschließend räumten wir alle Norwegen-Reiseführer weg, nahmen die Übersichtkarte von unserer Tür und klebten die von Botswana dort hin.

22.06.

Um 05:10 Uhr gehen meine Augen auf, Ilona die Schlafmütze rührt sich noch nicht. Wir krossen rum, putzen ein wenig und als es endlich 10 Uhr ist starten wir. In Düsseldorf ergattern wir zum ersten Mal einen Platz auf Parkplatz 23, das gefällt. Wir stehen als früh in der Flughafenhalle vor dem Check-In-Schalter und warten. Bald sind wir unsere Gepäck los und die Entspannung kann beginnen. Die erste Wartezeit verbringen wir draußen vor dem Gebäude und stimmen uns mit Sekt auf unser Abenteuer ein. Irgendwann ist es soweit und wir können ins Flugzeug. Ich freue mich schon richtig auf den Flug. Leider starten wir nicht, obwohl alle drin und die Türen zu sind. Es sind technische Probleme aufgetreten und irgendein Dingsbums muss ausgetauscht werden. Nun, gut denken, wir, damit haben wir dann einen kürzeren Aufenthalt in Dubai, auch nicht schlecht. Nach einem schönen und angenehmen Flug (das Essen war wieder das allerfeinste) vertreiben wir uns die Zeit in Dubai.

23.06.

Unser Anschlussflug hat 2 Stunden Verspätung – schade -aber ist eben so. Wir kommen in Johannesburg an, warten kurz auf unser Gepäck und finden schon unseren Mann, der uns zu unserer Mietstation bringen wird. Es ist der gleiche wie im letzten Jahr, so unterhalten wir uns angeregt. Im Office ist nur noch eine deutsch sprechende Dame, wir machen zügig alle Formalitäten und sie geht in Ihr Wochenenden. Dadurch, dass unser Flug Verspätung hatte, kommen die beide auch später in ihr Wochenende. Merklich schnell macht unser Freund die Fahrzeugübergabe. Wir sind sehr froh, dass es schon ein ziemlich alter Landi ist, denn dann ist mal ein Kratzer sicherlich nicht tragisch. Die bekannten Dinge braucht er uns nicht zeigen. Wir haben diesmal einen separaten Wassertank, das finden wir toll, wir haben also Brauchwasser dabei, der Tank ist auch schon aufgefüllt, toller Service. Wir wollen den Kerl auch nicht zappeln lassen, packen zügig alles ins Auto und fahren vom Hof.

Wir immer fahren wir die ersten Kilometer ziemlich langsam, um uns ans Auto zu gewöhnen. Besonders wichtig ist uns dabei der Schwerpunkt, da sich ja immer wieder solche Autos überschlagen. Unser Vermieter erzählte, dass er in den letzten Jahren durchschnittlich alle 2,5 Monate einen Fall hatte und das ist ja nur ein Vermieter. Ok, wir fahren die ersten Kilometer und fühlen uns gleich heimisch. Nach etwa 10 Km habe ich ein gutes Gefühl und fahre schneller. Plötzlich stockt der Motor, erschreckt gehe ich vom Gas und alles ist wieder normal. Wir fahren weiter. Ich beschleunige wieder und das gleiche geschieht, also von Zufall kann nun keine Rede mehr sein. Wir benutzen die nächste Ausfahrt, halten an und überlegen, fahren ein wenig langsam herum und stellen nichts mehr fest. Also fahren wir wieder zurück auf die Nationalstraße. Kaum haben wir eine gewisse Geschwindigkeit erreicht, geht es wieder los. Diesmal geht sogar der Motor aus. Mist. Wir beide wissen nichts über Fahrzeugtechnik und ich denke, dass ich Benzin statt Diesel im Tank habe. Es nützt alles nichts, immer wenn wir eine bestimmte Drehzahl erreichen passiert es. So, wir sind schon 2 Stunden später als geplant losgefahren, haben noch fast 300 km vor uns und haben schon 50k hinter uns. Wir entscheiden, dass wir nicht wieder mit einem Schrottauto durch Botswana fahren wollen und drehen um. Zusätzlich fällt uns auf, dass das Lenkrad verkehrt montiert wurde, so dass die Anzeigen nicht einsehbar sind, was wiederum davon abhielt zu merken, dass die
Geschwindigkeitsanzeige nicht geht. Wieder an der Mietstation angekommen, finden wir zunächst niemanden, ist ja Samstagnachmittag. Eine Sicherheitskraft gibt uns die Telefonnummer eines Mechanikers. Wir warten, einer kommt, der schaut, telefoniert, wir warten und ein weiterer kommt. Es dauert 2 Stunden bis unser Auto wieder funktioniert, zumindest der Motor. Die Tachoanzeige geht immer noch nicht. Da fällt mit dann ein, den mal zu fragen wie ich das Auto abschließen kann. Ich bin ja nicht ganz so blöd dachte ich, aber immer, wenn ich mit dem Schlüssel die Tür verschießen wollte, gingen zunächst alle Türen zu augenblicklich aber auch wieder auf. Er drückte auf die Fernbedienung am Schlüsselbund, und die Türen sind zu. Da komme ich mir dann so richtig blöd vor. Ok, es ist spät, wir wollen aber unbedingt aus Johannesburg raus und beschließen zu fahren. Die Geschwindigkeit kontrollieren wir mit dem GPS-Gerät und ich präge mir bei allen Gängen die Drehzahlen ein, so dass ich dass dann selber immer besser abschätzen kann. Die Sonne geht unter und wir sind noch mind. 2h von unserem Tagesziel entfernt. Damit sich Mel (unser Vermieter der ersten Unterkunft) keine Gedanken macht, rufen wir an, klappt nicht. Irgendwann meldet sich unser GPS und zeigt an, dass wir gleich abbiegen müssen. Es geht rechts ab auf das erste Stück graveled- road. Wir werden durchgerüttelt und wieder wach, gleichzeitig geht das Warnblinklicht an und lässt sich nicht ausschalten. So fahren wir vor, mit Warnblinklicht. Freundlich überspielt er unsere Lichteranlange und öffnet uns das Tor. Sehr schnell röhrt das Getriebe, so als wenn man, während die Räder vorwärts drehen, den Rückwärtsgang einlegt. Wir stehen, ich mache den Motor aus, die
Lichter blinken. Es sieht ganz so aus, als wenn wir mit unserem Auto gleich großes Glück hatten, wie im letzten Jahr. Ich möchte das Auto noch ein paar Meter versetzen, mach den Motor an und das Warnblinklicht geht aus und bleibt aus.

Mel braucht uns nichts zu zeigen, da wir die Unterkunft kennen. Wir verabschieden uns für den Tag. Im letzten Jahr hatten wir dann angefangen unsere Sachen auseinander zu sortieren, jetzt haben wir keine große Lust, wir sortieren grob und gehen zu Bett. Die erste südafrikanische Nacht begrüßt uns mit niedrigen Temperaturen, wir kuscheln eng und freuen uns, wir sind schon fast da, wo wir hinwollen.

24.06.

Verschlafen! Erst um 05:35 wache ich auf und torkel zur Dusche, kaltes Wasser, eiskaltes um genauer zu sein ergießt sich. Egal, wird schon warm werden und ich warte, es wird nicht warm, schnellstmöglich wasche ich mich ein wenig und gerade, als ich fertig werde, merke ich, dass das Wasser wohl ein paar Grad wärmer geworden ist. Ilona duscht nun und herrliche Dampfschwaden breiten sich im Badezimmer aus. Währenddessen sortiere ich unsere Sachen feiner und beginne das Auto entsprechend unseren Vorzügen, ein- und umzuräumen. Nach einem leckeren Frühstück fahren wir um 08:30 Uhr los, es ist sehr kalt, geschätzte 5°C. Klar, dass das Warnblinklicht gleich wieder angeht. Als ich wieder auf die Hauptstraße einbiege, mache ich den Motor kurz aus und wieder an und das Licht bleibt aus. Recht schnell erreichen wir die Grenze, haben so gut wie keine Wartezeiten und erreichen zügig Gaborone. Hier verschwinden wir in einem Shoppingmal und kaufen es nahezu leer. Auch ein Ersatzbenzinkanister ist dabei. Weiter fahren wir nach Khama Rhino. Tja in RSA sind Ferien und wir bekommen
keine Campsite, aber zum Glück ein Chalet. Gut, wird heute Nacht eben auch nicht im Zelt geschlafen. Wir essen eine Kleinigkeit und legen uns schlafen.

25.06.

Wir starten mit einer Katzenwäsche und fahren zum Ausgang. Auf dem Weg dahin sehen wir sogar ein Rhino. In Serowe angekommen suche ich nach einem ATM, leider sind alle noch nicht betriebsbereit, so dass ich warten muss, während Ilona mit mulmigem Gefühl im Auto wartet, sie denkt an den versuchten Überfall im letzten Jahr. So, mit 4k Pula mehr in der Tasche geht es weiter, wir wollen heute die Tau-Pan in der Kalahari erreichen. Ein kleines Schild besagte, dass wir links abbiegen müssen.

13:25 Uhr

Wir sind nun in dem Afrika, in dem wir sein wollen. Der Weg ist sandig, von anderen Autos keine Spur. Die Strecke wird immer wieder tiefsandiger und ich bin begeistert. Unser Defender meistert einfach jede Situation. Wir haben den Reifendruck noch nicht reduziert und können die ganze Zeit im Highrange bleiben, also dass ist mal ein Auto. Mit dem Hilux hätten wir uns nur buddelnd vorbewegt. Um 17:16 kommen wir an und stellen uns an den Rand einer großen Pfanne, durch welcher gerade ca. 25-30 Oryxs ziehen. Auf dem Weg hier hin haben wir kein anderes Fahrzeug gesehen. Ja, wir sind da. Als erstes wollen wir schnell Klarschiff machen. Das Zelt steht in Windeseile und das Abendessen wird vorbereitet. Als Kochwasser möchte ich von unserem Brauchwasser nutzen. Ich drehe den Hahn um und 2 kleine Tropfen entrinnen. Hmm, klemmt da etwas. Er hat mir ja extra gesagt, dass er das Teil aufgefüllt hat. Alles testen hilft nichts, der Tank ist einfach leer. Wenn ich den wieder sehe, dann…… Wir haben natürlich unseren Trinkwasservorrat geplant und um weitere 100% aufgestockt, weil wir ja
nicht wissen, was hier in der Einsamkeit geschieht. Wir sind an 4 Tagen hier und es ist uns nun klar, dass wir gut haushalten sollten, wäre blöd, wenn wir am letzten Tag zu wenig Wasser haben und im Falle einer Panne noch weitere Tage auf Hilfe warten müssten. Nach dem Essen, räumen wir alles weg und klettern in die Zelte. Im letzen Jahr hatte ich in meinem Schlafsack etwas gefroren, so haben wir uns bessere gekauft. Wohlfühlgrenze liegt bei +2, kühler wird es unter -4 und absolut kann man ihm max. bis -18 nutzen. Wir lassen das Zelt auf der Kopfseite offen und starren raus. Es ist fast Vollmond, so dass wir sehr viel in der Pfanne erkennen können und tatsächlich immer wieder ziehen Tiere vorbei.

26.06.

Wir wachen zu sehr früher Stunde auf und es ist noch besser geworden, der Mond ist untergegangen und die Sterne reichen bis direkt an den Horizont ran. Irgendwie ein perfekter Moment um zu sterben, denn man soll ja immer aufhören, wenn es am schönsten ist.

Die Nacht ist sehr kalt gewesen, so dass man sich schon sehr genau in den Schlafsack legen musste. Morgens mache ich gleich Wasser heiß und wir trinken einen Espresso. Langsam erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen und erwärmen uns. Die Kälte vertreibt sich aus unseren Gliedern. In der Ferne hören wir Löwen brüllen. Es kann einem Menschen wohl kaum besser gehen als uns gerade. Wir sind hier, um uns zur absoluten Ruhe zu zwingen. So machen wir es auch. Wir lassen das Auto wo es ist und schauen unserem Afrika einfach nur zu.

27.06.

Wir haben die Nacht kaum ein Auge zugemacht. Es ist windig geworden und das Zelt flatterte schon sehr. Sogar so sehr, dass wir uns begannen Sorgen zu machen. Zudem ist es in dieser Nacht uns noch kälter vorgekommen, ich kann -1,6°C messen. Erst trinken wir einen Kaffee und bauen dann das Zelt zusammen. Auf der Oberflächte hat sich Eis gebildet. Wir fahren los, Wir erfahren Wege, wo schon länger kein Fahrzeug mehr gefahren war. Wir werden belohnt. Ein Honigdachs verschwindet im Gebüsch, Klasse, wir haben ein neues Tier gesehen. Aber wir entdecken noch mehr: viele Oryxs mit Jungtieren (die sind braun!), 3 Löwen lassen uns wenige Meter ran und wir verbringen viel Zeit miteinander. Am Nachmittag stehen wir wieder an unserem Platz und machen wieder einfach nichts.

28.06.

-3,6°C, ja, heute Morgen sind es -3,6°C. Selbst unser morgendliche Kaffe vermag es nicht, uns aufzuwärmen. Jetzt haben wir hier 3 Nächte verbracht und beginnen unseren 4. Tag. Die letzten Tage fehlten einfach so Dinge wir Lärm und Gestank. Diese Friedlichkeit ließ schnell die Sinne schärfen, erstaunlich wie schnell das gehen kann. Mit kalten Händen schaffen wir es nur schwerlich das Zelt zusammenzubauen und wir fahren los. Kaum sind wir 500m gefahren entdecken wir die ersten Katzenspuren, 3 Löwen. Das müssen die sein, die wir vor 2 Tagen östlich von unserem Camp entdeckt hatten, die Nacht haben sie sich an uns vorbeigeschlichen. Die Spuren sind so deutlich, dass wir das Gefühl haben, sie seien sehr dicht vor uns, wir machen den Fotoapparat schon einmal klar. Wir kommen um eine Kurve und halten an. Da sitzen sie und halten Ausschau. Wir schauen auf die Uhr und schätzen, dass wir durchaus eine Stunde hier stehen bleiben können. Da stehen wir also, vor uns UNSERE Löwen. Plötzlich bewegt sich einer und die anderen tun es gleich, wir schauen in die gleiche Richtung und sehen, wie ein Kudu auf die 3 zugeht. Sollten wir noch weiter belohnt werden und eine Jagd beobachten dürfen? Eine Löwin schleicht sich die Straße weiter runter und biegt links ab, sie will das Tier wohl zu den anderen treiben. Alles geschieht irgendwie ohne Absprache, perfekte Jäger. Die anderen halten sich geduckt. Dann ein Zucken, nicht von den Löwen sondern vom Kudu. Er hat wohl etwas bemerkt und nimmt schließlich Reißaus.

Wir verlassen die Kalahari und treffen nachmittags in Maun ein. Als erstes besorgen wir uns einen Stellplatz, kaufen ein und suchen die Duschen auf. In der Kalahari haben wir ja an unserem Wasser gespart, ausführliches Waschen ist da nicht drin gewesen. Es ist einfach herrlich. Wir essen dort im Hotel etwas, was auch noch sehr sehr gut schmeckt. Bald schlafen wir ein

29.06.

Zeitig geht es los. Unser Etappenziel ist Moremi. Vorher lassen wir aber noch unsere Gasflaschen auffüllen. Wir fahren die bekannte Strecke bis zu dem Punkt an dem sie sich gabelt. Links geht es zum South Gate, rechts geht es weiter in den Norden. Dort an dieser Gabelung ist ein Hinweis angebracht. Demzufolge ist die Kwai-Brücke beim North Gate zerstört. Mist, denken wir, dann wird bestimmt viel durch das South Gate fahren. Am South Gate sehen wir keinen Ranger und ich gehe zu deren Baracken, da sitz einer und kocht sich etwas warmes,..smaltalk. Wir fahren direkt nach Xahanaxa und suchen unseren Platz. Die Landschaft hier ist besonders schön und überall fallen uns Katzen- und Hyänenspuren auf. Wir erhoffen uns viele Entdeckungen.

Nachmittags, wir haben unser Camp schon zeitig aufgeschlagen und beenden gerade unser Essen, kommen plötzlich hektische Kinder zu uns gelaufen und berichten, dass ein Elefant kommt. Wir räumen schnell alles notdürftig ins Auto und warten. Da kommt er, einfach so durch das Camp. Hier befinden sich einige andere Reisende, alle finden es mehr oder weniger spannend. Wir finden es sehr beeindruckend, dass er mal so eben
bei einem Platz mit der Hacke ein Paar Kisten zertrümmert.

30.06.

Nach einer geräuschvollen Nacht wachen wir relativ spät auf. Hier im Norden ist es tropisch warm, schon morgens hatten wir es 13 °C warm. Wir brechen unsere Zelte ab und fahren Richtung Osten. Unterwegs entdecken
wir in gut 300m Entfernung eine sehr große Herde Elefanten. Wir halten an, klettern auf das Dach und schauen eine Ewigkeit zu. Später konnten wir das bei einer Gruppe Giraffen wiederholen. Irgendwann kommen wir wieder ins Camp zurück. Leider sind sehr viele Südafrikaner vor Ort, die das ganze hier eher als Party verstehen. Wir packen zusammen und fahren weg, suchen uns eine einsame Stelle und bauen unser Zelt erneut auf. Die Sonne geht unter und Elefant kommt vorbei und frisst genüsslich sein Grün, ein toller Tagesabschluss. Wir legen uns hin und schlafen ein. Um 23:30 werden wir beide hellwach, direkt neben unserem Auto hören wir ein Tier ganz deutlich. Der Mond ist noch ziemlich voll, so dass wir erkennen können, dass ein Nilpferd meint, direkt bei uns, sein nächtliches Mal einnehmen zu müssen.

01.07.

Wir fahren zum North Gate. Insgesamt sehen wir relativ wenige Tiere. Die tolle Landschaft tröstet uns aber darüber hinweg. Wir treffen 2 Österreicher, die uns erzählen, dass um Savuti wieder nichts ist. Gleiches hatten wir ja ach im letzen Jahr, also planen wir nun an Alternativem, sollte sich das bestätigen.

02.07.

Ich wache auf und Ilona will nicht so richtig, völlig verpennt die Liebe. Schon bald wird aber klar, dass nicht sie, sondern ich alles verpennt habe. Unser Fahrzeug steht so geschickt, dass sie die ganze Nacht Tiere beobachten konnte. Sie berichtet von Löwen, Hyänen, Hippos und Impalas, die alle während der Nacht entweder direkt am Fahrzeug vorbei liefen oder gut zu hören waren. Um 06:30 Uhr, es dämmert noch, fahren wir bereits über die lange Kwai-Brücke( sie war doch nicht zerstört). Tollste Landschaften eröffnen sich entlang des Kwais. Savuti erreichen wir zur Mittagszeit. Wir machen eine Pause und nutzen die Duschen. Auf dem Weg hier hoch haben wir wieder kaum Tiere gesehen, so beschließen wir einfach weiter zu fahren. Im letzen Jahr mit dem schrottigen Hilux, wäre das alles nicht gegangen, jetzt mit dem Defender, wir nennen ihn Bienchen, weil er so fleißig fährt, gibt es einfach keine Situation, die er nicht meistern kann. Die Strecke zum Ghoha-Gate erscheint uns noch schlechter als im letzen Jahr. Ab dem Ghoha Gate wird es noch schlimmer, aber Bienchen macht das schon^^. Um
15 Uhr erreichen wir Kasane. Ich kaufe ein, Ilona kann nicht mitkommen, schon lange nicht mehr. Das Auto lässt sich ja nur mit der Fernbedienung verschießen. In Maun hatten wir es morgens nicht aufbekommen, die
Batterie schien leer zu sein, denn nach einer Regeneration gingen die Türen doch auf. So wollen wir einfach kein Risiko eingehen. In Ihaha brutzeln wir uns leckeres Fleisch. Unser Tank ist noch halb voll, alles klappt in diesem Jahr einfach besonders gut.

03.07.

Nach dem morgendlichen Käffchen geht es los, entlang dem Chobe. Es dauert nicht lange und wir können nicht weiter. Das ist aber nicht weiter unangenehm, da der Weg von mindestens 800 Büffeln blockiert wird. Also, Motor aus, genießen, Fotos machen, genießen. Wir verbringen hier eine halbe Ewigkeit, bis wir dann unseren Weg weiter fahren. Sogar einen Löwen können wir entdecken. Schnell kommt uns der Jogger in den Sinn,
der im letzten Jahr meinte hier im Chobe seinen Sport machen zu müssen. Kurz sind wir in Kasane und füllen unsere Lebensmittel auf. Es drängt uns wieder zurück, denn um 13 Uhr wollen wir an einem bestimmten Punkt sein. Letztes Jahr sind wir genau dort von unglaublich vielen Elefanten umflossen worden. Wir kommen an und warten und siehe da, es klappt, die Zeit stimmt auch, wir empfangen wieder 100e von Elefanten, ein
gigantisches Schauspiel. Wir fahren weiter zu einer Art Halbinsel, dort stellen wir das Auto ab, klettern auf das Dach und beobachten wie auf der anderen Seite des Wassers immer wieder Elefantenherden ziehen. Es ist friedlich ruhig, lediglich Elefanten die Gras ausreißen oder im Wasser platschen sind zu hören. Die Zeit verrinnt, wir müssen wieder zurück. Wir schlagen unser Camp auf und eine Horde von Affen kommt. Sie klettern alle auf den Baum der neben unserem Zelt steht. Wir beginnen unser Essen zuzubereiten und beobachten die Halunken genau. Zwille liegt bereit und jeder der zu nahe kommt wird vertrieben. Es wird dunkel und wir beobachten, wie sich die Affen häuslich einrichten. Sie wollen auch hier schlafen. Es wird ruhig. Es wird auch wieder lauter. Die ganze Nacht über hören wir furzende Affen und natürlich auch immer das Platschen von feuchtem auf den  oden. Hoffentlich stehen wir nicht zu ungünstig unter einem der Äste.

04.07.

Wir krabbeln aus unserem Zelt und schauen uns um. Überall befinden sich grüne Kleckse, zum Glück keiner auf unserem Zelt oder Auto. Über die Hauptstraße fahren wir nach Kasane. Wir wissen nicht ganz genau, was wir nun machen werden. Sollen wir noch eine Nacht hier bleiben oder nach Savuti runter fahren. Gleich werden wir es entscheiden. Erst wird noch ein wenig eingekauft und dann soll getankt werden. Die eine Tankstelle hat leider kein Diesel, es wird aber gerade aufgefüllt. Wir warten 2 Stunden bis wir unseren Tank wieder voll haben. Damit ist für uns klar, dass wir heute nicht nach Savuti fahren, sondern noch eine Nacht hier oben bleiben. Wieder im Chobe zurück, fahren wir einen abschüssigen Weg und da läuft doch einfach ein Tier über den Weg. Keiner sagt was, wir überlegen: haben uns unsere Augen einen Streich gespielt? 20 Sekunden später platzt die Freude aus uns heraus. Wir haben einen Leoparden gesehen. Leider verlieren wir die Spur zu schnell, egal, wir haben einen gesehen. Freudigst fahren wir weiter und unserem Hoch folgt ein Tief. Wir finden eine Gruppe mit ca. 15 Elefanten, dort sehen wir erst ein Elefantenbaby liegen, es rührt sich nicht, dann noch eins und auch noch ein drittes. Betroffen halten wir an uns bekommen das erste Mal mit, wie Elefanten trauern. Die armen kleinen, was mag da wohl geschehen sein. Doch da, ein kleines Öhrchen bewegt sich. Das war es aber auch schon. Liegen sie im sterben? Wieder eine Bewegung, diesmal heftiger, bei den anderen geht es auch los. Dann ganz einfach, stehen die 3 kleinen Racker auf und gehen umher. Es folgt wieder unser Hoch. Offensichtlich haben die 3 kleinen eine Pause einlegen dürfen und die Tanten haben im Kreis drum herum einen Schutz gegeben. Jetzt haben wir schon 2 tolle Sachen erlebt. Wir fahren weiter. Unten am Chobe sehen wir einen Varan laufen. Ich springe aus dem Auto und versuche ein gutes Foto zu erhaschen. So pirsche ich mich langsam, leicht gebückt ran und merke, wie er mich beobachtet. Die ersten Fotos, werden aus der Hüfte geschossen und sind im Kasten. Einen Schritt noch, einen kleinen Schritt noch, uns das wird das Bild; Abstand 4 Meter; der Kerl dreht den Kopf, öffnet das Maul, knips, „KOMM-SOFORT-SCHNELL“ ruft meine Frau. Blindem Gehorsam gleich, drehe ich mich und laufe zum Auto. 5 Meter von der Stelle entfernt, an der ich stand, hatte sie einen Elefantenrüssel entdeckt, Ich hatte nichts gehört-nichts gesehen, unglaublich, die alten Schleicher wieder. Froh bin ich, dass ich wirklich gleich kehrt machte, denn es waren 2 Elis. Das Foto vom Varan  st leider nichts geworden. Wir fahren weiter Richtung Camp und sammeln fleißig Brennholz. Uns geht es gut. Ein Ereignis jagt das nächste. Ilona schmeißt einen mächtigen Ast aufs Dach. Wir fahren mit offenem Fenster und erhaschen alle Eindrücke. S P I N N E ! Weg wischen, Vollbremsung und raus aus dem Auto, Gedanken sammeln. Was ist gerade geschehen? Durch das offene Fenster ist eine Spinne auf meinen rechten Arm gefallen/gesprungen. Ich habe nicht die Größer, logisch auch nicht die Art (hätte ich eh nicht einsortieren können) wahrgenommen. Keine Ahnung ob es eine giftige, große, kleine oder kuschelige war. Die Reaktion hatte nur einen Sekundenbruchteil gedauert. Also irgendwo in unserem Auto muss jetzt  irgendeine Spinne sein. Schnell finden wir sie, nicht wirklich groß, wir befördern sie raus und fahren weiter. Der Abend begleitet uns mit einem der besten Lagerfeuer, die wir bisher hinbekommen hatten. Noch einmal wird uns bewusst, dass wir einen fantastischen Tag hatten. Wir krabbeln in unser Zelt und freuen uns einfach, bis uns die nächste Anspannung erreicht. Am Chobe gehen 6 Elefanten entlang und ausgerechnet auf der Höhe auf der
wir stehen, drehen sie rechts ab und kommen zu uns hoch. Es ist sehr dunkel, alles ist unheimlich. Mal sehen wir sie, dann wieder nicht, auf jeden Fall hören wir manchmal wie Sie Nahrung aufnehmen also wie sie
immer näher kommen. Sie gehen an uns vorbei und lassen uns einfach in Ruhe.

05.07.

Wir fahren Richtung Westen durch den Chobe und entdecken kaum Tiere. Weiter geht es und wir kommen in Savuti an. Dort halten wir an einem Wasserloch an und beobachten die Elefanten. Immer wieder strömen weitere
zum Wasser. Dabei kommen sie immer dichter an uns vorbei. Bei 5 Meter Abstand wird es uns zu bunt und wir fahren an eine andere Stelle und gewinnen dadurch einen größeren Abstand. Wir warten auf Löwen. Irgendwie
berichten ja immer wieder die Leute, dass die hier zahllos viele sehen. Wir haben schon wieder kein Glück. Im Camp wird geduscht, gespeist und schlafen gegangen. Die ganze Nacht über hören wir verschiedene Löwen
brüllen. Wir merken uns die Richtungen.

06.07.

Augen auf, Zelt zusammen legen und starten, dass alles ist in den ersten 15min nach 6 Uhr geschieht. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und wir fahren in die Richtung, in der wir Löwen vermuten. An den Elis fahren wir vorbei und pirschen, beide haben wir ein gutes Gefühl und es wird nicht enttäuscht. Da geht er her, kugelrund gefressen. Als er uns bemerkt, legt er sich hin und wartet, wir hin. In der nun aufgehenden Sonne sieht er sehr beeindruckend aus. Irgendwann erhebt er sich wieder und entwischt uns durch die Büsche. Wir fahren nun auch weiter, wir wollen heute durch das Mahabe Gate den Chobe verlassen. Wie immer sehen wir südlich von Savuti so gut wie keine Tiere. Wir stellen uns gerade drauf ein, dass wir den Chobe nun für längere Zeit nicht mehr sehen werden (mind. 1Jahr), da entdeckt Ilona 2 Löwen. Ein Pärchen, das sich immer wieder lieb hat. Ja macht viele Babys, damit wir hier mehr Löwen finden können! Auf dem Weg nach Moremi kommen uns ständig Autos entgegen-nervig- aber dann sind die wenigstens nicht dort, wo wir hinwollen. Durch das North-Gate befahren wir wieder gewohnte Bereiche.

Wir machen eine kurze Mittagspause und verlassen Moremi wieder. Unten am Kwai wollen wir die Stunden bis zur Dämmerung genießen. Es hat sich gelohnt. Mit untergehender Sonne haben wir hinter dem North Gate unser
Camp errichtet und sitzen vor unserem Feuer. Eine Hyäne wagt sich ziemlich dicht an uns heran, geht aber weiter.

07.07.

Wir verlassen die Campsite, fahren nach Xahanaxa und sehen unterwegs keine Tiere, aber wunderschöne Landschaften. Vor Ort unterhalte ich mich mit einem Ranger, er verrät uns, wo wir Katzen finden könnten, wir machen uns auf dem Weg. Tatsächlich finden wir 2 Löwen. Langsam fahren wir unsere Runde und befinden uns inzwischen auf den Rückweg. In dem waldigen Gebiet sehen wir den ersten Elefanten und dann noch einen, wir
fahren weiter, langsam aber kontinuierlich sind hier immer mehr Elefanten und wir müssen immer dichter an ihnen vorbeifahren. An einer Kurve läuft einer hinter uns her. Das Kennen wir aber und war irgendwie auch klar, wenn man abhaut, laufen die eben sehr gerne hinterher. Der Abstand zu unserem Verfolger vergrößerst sich, er bleibt stehen. Ich sage gerade zu Ilona: ja, das ist Afrika, überall Elefanten und wir mittendrin wobei ich um die nächste Kurve fahre. Vollbremsung. Überall Elefanten, zu dicht, rechts ein Busch, dahinter ein Elefant, Abstand 5-6 Meter, dahinter noch einer, links 2 oder 3 Kühe und ganz kleine; geradeaus vor der nächsten Kurve noch mehr, Ok, ihr habt gewonnen. Jetzt müssen wir überlegen, was wir machen. Wir beobachten Elefanten ja nicht erst seit gestern, so loten wir unsere Möglichkeiten aus. Option 1: Vollgas und laut drauf zufahren,  höchstwahrscheinlich werden sie  abhauen, was ist mit dem Restrisiko. Ich schaue mir den Weg an, Option 1 fällt flach weil a) der Weg zu sehr mit tiefen Löchern ausgestattet ist, schnelles Fahren nicht möglich ist und b) in 10m kommt eine Kurve, was ist dahinter?. Wenn wir dran vorbei sind, wird einer möglicherweise hinterherlaufen. Also Option 2: Motor aus, Fenster zu, nicht bewegen und nicht atmen, einfach nichts machen. Der rechts vorne kommt hinter dem Busch hervor, 4 Meter Abstand, gar nicht klein der Eli, er schüttelt den Schädel mit abstehenden Ohren und trötet, hui das war sein vorletztes Warnzeichen. Als nächstes kommt er auf uns zu, es sind nur wenige Meter, er bleibt stehen, sein linkes Vorderbein schwingt durch und 30cm vor unserem Auto wieder zurück. So, das war seine letzte Warnung, das nächste Mal wird er das Auto schrotten. Er dreht sich aber wieder und frisst weiter. Er geht noch einen Schritt weiter und ist nun 6 oder 7 Meter weg, die anderen haben sich auch kaum bewegt. Ich mach den Motor an und fahre behutsam durch die Schlaglöcher und beobachte jede Regung; bin drauf gefasst nun doch mit Vollgas drauf zu zufahren, wir kommen um die Kurve und haben es geschafft, kein Elefant vor uns auf dem Weg, aber 20 Meter weiter ca. 50 Elefanten an einem Wasser. Ich habe kein Sinn für
Beobachtung, ich will weg und mich geistig entspannen, ich fühle mich gestresst. Wir fahren weiter und drehen immer wieder, weil über all Elefanten sind. Es ist wie ein Spießroutenlauf. Wir achten schon lange nicht mehr auf unser GPS, wir wollen nur hier aus der Herde raus. Langsam sehen wir keine Elefanten mehr. Es müssen Hunderte gewesen sein. Jetzt wollen wir nur schauen, wo wir gerade sind, damit wir auch wieder zurückfinden können. Ich will nur noch eins. Zelt aufbauen und ein Castle vernichten.

08.07.

Ich mache ein kleines Feuerchen, und wir trinken dabei unseren morgendlichen Kaffee, wenn wir jetzt noch eine Zigarette im Mund gehabt hätten, wäre es wie aus den alten Werbefilmen. Wir fahren zur Fourth Bridge. Wieder ist eine Elefantenherde entdeckt. Der Abstand ist gut, der Himmel blau im Hintergrund Wasser, es sieht toll aus. Jetzt beschließen wir wieder zurück zu den Löwen zu fahren. Auf dem Weg dorthin kommen wir zum Glück nicht wieder zu den Elefanten von gestern. Die Löwen finden wir tatsächlich wieder und wir machen ein Päuschen. Es dauert nicht lange, bis wir entdeckt werden und so ruft ein Ranger den anderen, bis dann 5 Autos da sind, wir verdrücken uns. Die Campsite ist voll. Wieder voller Südafrikaner, wir wissen, was das für die Abendruhe bedeutet und fahren vorbei und campen 1 km entfernt. Hier ist es einsam und ruhig, eben genau unser Ding. Es wird dunkel und wir schlafen ein. 23:30Uhr -Da ist was, wir sind beide wachgeworden und hören das typische knacken von Ästen, wenn sich ein Elefant nähert. Unser Zelt ist nur mit dem Mücken-Netz verschlossen, wir können so gut wie nichts sehen. Ruhig liegen wir auf dem Rücken und versuchen den Elefanten zu orten. Er muss hinter dem Busch stehen der hinter unserem Auto ist. Langsam bewegt er sich, es scheint, als wenn er in einem Halbkreis um unserer Auto herum speist. 30 min später ist es wieder ruhig.

09.07.

Knack, da ist er wieder, es ist halb Eins morgens und er ist wieder an dem gleichen Busch an dem er gerade mal gewesen war. Wir registrieren jeden Meter, den er sich bewegt. Vom Gefühl her kann er nur ganz weniger Meter von unserem Auto entfernt sein. Machen können wir kaum was, also warten wir. Mal ist er etwas Näher dann auch mal wieder weiter weg, er kommt aber immer wieder bis auf wenige Meter ran. Das einzige was wir unserer Meinung nach machen können ist lauter Krach. So liege ich auf dem Rücken habe meine Signalpfeife wenige cm vom Mund entfernt. Ich habe das Gefühl, als wenn er gleich was machen wird. Die Spannung kann ergriffen werden so nah und dicht ist sie. Ich frage Ilona, wann wir aufhören cool zu bleiben, sie meint, wenn das Auto anfängt zu wackeln. Er ist so dicht, dass wir ihn schnauben hören. Zwei weitere Stunden verweilen wir so, bis er ablässt und wir schlafen können. Das war einfach irre. Sehr müde fahren wir nach Maun. Dort wird getankt und fehlendes nachgekauft. Wir duschen, sogar warm und entspannen. Wir entspannen den ganzen Tag und machen ein fach nichts außer quatschen. Abgesehen davon stinken wir nach Seife. Die Haare bewegen sich frei im Wind und unsere Bäuche sind voll. 

10.07.

Zeitig starten wir. Heute wollen wir Makgadigadi erreichen. Eine unspektakuläre Fahrt bringt uns zum Park. Leider bekommen wir keine Campsite und suchen außerhalb. Nachdem wir nun eine gefunden habe, sogar mit Blick auf den Boteti, fahren wir wieder zurück zum Park und bitten um Einlass. Alles in allem ist es nicht so der Bringer, nach all dem was wir bisher erlebt haben, ist es hier eher langweilig. Wir fahren stundenlang ohne etwas nennenswertes zu sehen. Wir schlagen unser Camp auf und essen mit Blick auf den Boteti. Immer wieder ziehen Zebras vorbei.

11.07.

Wir verlassen den unsere Camp noch im Dunkeln und kommen dadurch sehr früh in Khama Rhino an. Wir bekommen einen Platz, er ist aber belegt, also fahre ich zurück. Wir bekommen einen anderen, der ist auch belegt,
ich fahre wieder zurück, mein gott, dann nehmt euch einen der frei ist, ok, machen wir doch glatt. Auf unserer Fahrt entdecken wir ein paar Tiere, ein Nashorn ist auch dabei.

12.07.

Wieder starten wir sehr früh. Das sollte aber gehen. Gestern fragte ich extra nach, ob wir sehr zeitig durch das Gate fahren können. Antwort: hier ist immer jemand. Jetzt stehen wir vor dem Tor ein Vorhängeschloss hält mit eine Kette das Tor zu. Keiner ist hier aufzutreiben. Na typisch, das können die Afrikaner gut. Ilona geht zum Schloss, Es hängt, aber ist nicht verschlossen, so können wir uns auch raus stehlen. Ilona verschließt alles wieder leise und wir fahren. An einer Straßensperre halten wir an, wie schon so oft. Wir werden nach Milch und Fleisch gefragt. Ein Polizist kontrolliert derweilen das Fahrzeug. Dabei schaut er auf einen Aufkleber auf der Windschutzscheibe und meint, mit dem Auto dürften wir nicht fahren, schon seit fast 2 Wochen nicht mehr. Er faselt was von Gesetzen und Bestimmungen. Mist denke ich, gleich ist das Auto stillgelegt. Ich ahne, dass es sich um so etwas wie eine TÜV-Plakette handeln muss. Ich versuche ihm zu erklären, dass es ein Mietfahrzeug ist und ich es morgen abgeben werde, das sollte doch dann alles kein Problem sein. Er zeigt sich wenig nachgiebig, Ich gehe mit ihm ein paar Meter von den anderen Menschen weg und überlege mir schon eine Pula-Größe. Da meint er, ich müsste eine Strafe zahlen und er hoffe, dass er ich sie vom Vermieter zurückbekäme. In Gaborone kaufen wir wieder mächtig viel ein. Anschließend verlassen wir Botswana und kreuzen wieder bei Mel in Zeerust auf. Er hatte die E-Mail von unterwegs erhalten und uns tatsächlich unser Hüttchen freigehalten. Schnell schmeißen wir alle Pröttel rein, reinigen ein wenig den Wagen und setzen uns in den Garten. Uns kommt eine Idee. Wir kaufen Mel das alles hier ab. Wir haben nur 2 Hürden zu überwinden. 1. Wir brauchen die Kohle und 2. Mel weiß noch nichts davon.

13.07.

Es geht weiter nach Johannesburg. Um 13 Uhr sind wir an der Mietstation, Alles wird genau begutachtet, wir erklären alles, bekommen unsere Strafzettel bezahlt und werden zum Flughafen gebracht. Schnell Checken wir ein, setzen uns vor dem Flughafen in die Sonne und überlegen, ob wir wieder Kiki anrufen und veräppeln. Wir lassen die arme und trinken leckeren Wein.

14.07.

Seit 1 Stunde sind wir wieder daheim. Der Flug ging gut über die Bühne, die Rückfahrt vom Flughafen auch. Jetzt ist Frustbewältigung angesagt. Mal schauen, wie viele Tage es dauern wird, bis wir die nächste Reise gebucht haben werden.

Nachbetrachtung

Das war eindeutig die tollste Reise, die wir jemals machten. Mehr muss man dazu nicht schreiben

 
 

Indien Sep ‘06

04 Dez


29. Sep 2006 – 14. Okt 2006

Die Sommerreise hat noch nicht stattgefunden, schon denken wir über den Herbst nach. Eine kurze Urlaubswoche sollte es werden, nichts besonderes, Hauptsache weg von hier. Irgendwie finden wir aber nichts, was uns dann aber auch Spaß bereiten würde. Uns kommt die Idee, Indien einen Vorabbesuch abzustatten, da können wir sehen, ob es ein Land ist, dass wir über einige Wochen bereisen möchten.

Ja, es klappt, wir werden lange genug frei bekommen und es sind noch diverse Sitzplätze im Flieger frei. Morgen werden wir alle relevanten Reiseführer kaufen und zum Wochenende den Flug buchen.

08.06.

Glück gehabt noch einen Flug bekommen, sah eng aus.

29.09.

Wir halten es nicht mehr aus, wir planten erst in einer Stunde nach Frankfurt zu fahren, jetzt müssen wir einfach starten, einfach starten in ein neues Abenteuer.

So fahren wir zügig nach Frankfurt und stellen dort gleich fest, dass es gut gewesen war, so früh zu starten. Die Schlange an unseren Check-In-Schaltern geht quer durch die Halle und endet schon fast in der nächsten. Nach 30 min haben wir uns immer noch nicht einen Zentimeter bewegt, da lohnt auch ein hochrechnen nicht. Wenn es so bleibt, werden wohl 3 Stunden bis zum Abflug nicht reichen.

Jetzt geht es doch etwas schneller und es ist alles in der Zeit. Wer allerdings später kam, musste sich schon in der Nachbarhalle ans Schlangenende stellen.Der Flug wird von der Lufthansa durchgeführt. Es läuft alles gut. Das Essen empfinden wir durchschnittlich, das Programm an Bord ist viel zu kurz für einen so langen Flug, die Flugbegleiter arbeiten gut. Nach 7 Stunden landen wir in Neu Delhi.

30.09.

Wir hatten nun ja schon gelesen, dass wir mit massivem Drängeln rechnen müssten und ich habe mich darauf eingestellt, meine 100 kg auch entsprechend einzusetzen. Es kommt aber anders. Ausländer und Inder werden getrennt abgefertigt. Es geht alles reibungslos. Nach knapp einer Stunde sind wir schon aus dem Flughafen und ein Fahrer für unseren Transfer nimmt uns in Empfang. Wir gehen zu einem Parkplatz, wir dürfen einsteigen. Es ist eine alte Knatterkiste.

So, da sitzen wir nun. Das Fahrzeug ist verschlossen, wir warten und wir warten und wir warten. Da hat uns der Kerl doch in seinem Fahrzeug setzen lassen und ist zu einem Kollegen gegangen und tratscht und tratscht. Als uns die Suppe am Körper runter fließt, es ist zwar nachts, aber dennoch sehr warm, steigen wieder aus und warten. Irgendwann meint er dann doch, uns zu unserem Hotel bringen zu wollen. Unterwegs ist es nach Mitternacht noch so unglaublich belebt. Nachdem er nun von den Hauptstraßen weg ist und die Straße unseres Hotels einbiegt, sehen wir eine verkehrte Welt. Hier schläft alles; nicht in den Häusern; hier liegen sie neben den Tieren und ihren Karren. Hoffentlich werden wir die letzen Stunden dieser Nacht ein wenig mehr Komfort haben. Er hält an, wir steigen aus, ich gebe ihm ein paar Dollar und wir verschwinden in unser Hotel.

Der Mann dort ist informiert und wir freuen uns, dass das auch geklappt hat. Er erklärt uns den Weg zu unserem Zimmer, meint aber noch, wir sollten die Tür zum Bad immer verschlossen halten, wegen irgendwelcher
Bugs. Wir klettern also durch das Treppenhaus und öffnen unsere Tür. Es fällt unsere Kinnlade herunter. Das Zimmer galt wahrscheinlich schon vor 30 Jahren als völlig verwohnt. Die Bettlaken und Kopfkissen sind dreckig und alles macht einen extremen schmuddeligen Eindruck. Obwohl wir schon so einiges erlebt haben, erleben wir nun wieder etwas neues Rekordverdächtiges. Wir müssen auch feststellen, dass keine weitere
Bettwäsche oder Handtücher vorhanden sind. Wir überlegen, ob das nun gut oder schlecht ist, denn die Sachen wären sicherlich nicht sauberer gewesen. Wir entscheiden, es ist gut so. Wir behalten alles in unseren
Rucksäcken und Taschen, wir packen nichts aus. So hoffen wir, dass nichts in unsere Sachen hineinkrabbelt. Als erstes holen wir unser Desinfektionsspray heraus, und arbeiten uns durch das Zimmer und dem Bad.
Wenn wir nicht so fertig gewesen und es nicht schon nach Mitternacht gewesen wäre, wären wir sicherlich wieder gegangen. Wir schlafen in unseren eigenen Seidenschlafsäcken. Ständig juckt irgendwo etwas. Immer wieder krabbeln irgendwelche Viecher über unser Bett.

Die Nacht vergeht und um 9 Uhr wachen wir auf. Wir essen Reste und machen uns auf den Weg.

Wir wollen das Rote Fort besuchen, wir wollen nicht dort hin gebracht werden, wir wollen in die Stadt eintauchen. So kämpfen wir uns durch dichtes Gedränge und der Weg scheint endlos zu sein. Wir werden von allen angeglotzt, als Touri scheint man nicht zu Fuß durch die Gassen fern ab bekannte Gegenden zu gehen. Wir schaffen es und für 100 Rupien incl. Leibesvisitation kommen wir rein. Das Fort ist ziemlich groß, so dass wir schon sehr geschafft sind, als wir es wieder verlassen. Eine Rikscha bringt uns für 50 Rupien wieder zu unserem Hotel. Wir gehen hoch auf die Dachterrasse, essen etwas und dackeln noch einmal los. Schnell drehen wir aber wieder um, es ist und zu laut und zu voll. Wir versuchen zu schlafen. Bald wachen wir aber wieder auf, gehen wieder hoch auf die Terrasse und essen wieder, es ist schon ziemlich lecker.

01.10.

Der Tag beginnt wolkenlos und heiß. Der Straßenlärm hatte uns geweckt. Gegen 6 Uhr hat dort jemand sein Autoradio auf maximale Lautstärke gestellt und meinte damit alle beglücken zu müssen.

Wir stehen auf und gehen nach einiger Zeit zur Freitagsmoschee, sie ist beeindruckend. Von dort aus lassen wir uns zum Connaught Place strampeln. Ein hilfsbereiter Inder weißt uns den Weg und wir landen in dem gesuchten Touri-Büro. Dort werden uns einige Vorschläge gemacht und wir schlagen bei einem Angebot zu. Es kostet sehr viel mehr, als wir zahlen wollten, aber nach den Erfahrungen hier, wollen wir lieber mehr, als zu wenig ausgeben.

Es kommt dann auch gleich ein Mann ins Büro, der unser Fahrer für die nächsten 2 Wochen sein soll. Damit wir uns kennen lernen können, fährt er uns heute schon ein wenig durch die Stadt. Der erste Punkt ist das Humayun Mausoleum. Wow, was für ein Ding- unsere Tour beginnt fantastisch. Er zeigt uns noch verschieden Sehenswürdigkeiten, wir sind irgendwann so fertig, dass wir ihn bitten, uns zu unserem Hotel zu bringen. Morgen wird er uns abholen und unsere Rundreise wird beginnen.

02.10.

Um 07:30 fahren wir mit unserem Fahrer los. Wir fahren 7 Stunden bis wir in Jhunjhunuu ankommen. Hier beziehen wir ein vollständig bemaltes Zimmer. Sieht zwar ganz nett aus, macht aber irgendwie auch nervös. Wir müssen viele Mücken töten. Nachdem wir uns nun hier eingerichtet haben gehen wir zum Pool. Ich besorge uns 2 Bier und wir lesen. Im Pool spielt eine Gruppe heranwachsender. Wir beobachten die lange. Es ist  unglaublich, wie gerne die engen körperlichen Kontakt haben. Später am Nachmittag besuchen wir einen Hindu- Tempel. Das ist irgendwie nichts, wir fahren wieder zurück. Abends bestellen wir uns ein leckeres Dinner und es ist auch lecker. Während des Essens beginnt jemand mit einem Marionettentheater. Er gibt sich Mühe, zeigt auch ein paar besondere Fertigkeiten, insgesamt ist es aber grausam, albern und furchtbar. Nach 15 Minuten haben wir es geschafft er ist fertig. Dafür stellt er sich aber neben unseren Tisch und erwartet wohl etwas. Ich sehe das nicht ein, es war grottenschlecht und dann soll ich auch noch was zahlen. Nach 10 Min hat er gewonnen. Ich gebe ihm 2 Dollar, 2 Dollar zu viel denke ich und er meinte wohl eher 3 zu wenig. Denn er kommt wieder und bietet uns Puppen zum Kauf an. Wir lehnen bestimmend ab und er lässt uns in Ruhe. Trotzdem fühlen wir uns ständig von dem beobachtet, wir verschwinden.

03.10.

Die sind grausam die Inder. Um 06:00 Uhr geht die Klimaanlage aus und ein Hindu-Gesang oder –Gebet erklingt. Lange Zeit hoffen wir, dass die damit wieder aufhören. Sie hören auf, wir müssen aufstehen, es ist zu warm ohne Klimaanlage. Das Frühstück entschädigt uns. Wir setzen uns nun ins Auto und fahren weiter. In Mandawa halten wir und bekommen einen Localguide. Er zeigt uns wirklich schön bemalte Häuser. Voller Stolz führte er uns dann in das Geschäft seine Bruders, der Sack der. Dort sollten wir gaaaanz billig tollste Stoffe kaufen, die wir in der Stadt für ein vielfaches an Rupien bekommen würden. Ich bekam einen Tee und er führte uns seine Sachen alle vor. Selbst das billigste war noch fast zu teuer für uns. Ich würde meinen, seine Preise sind um den Faktor 10 oder so erhöht. Wir handeln zäh und wir kaufen ein kleines Tuch, welches wir wirklich haben möchten. Nachdem wir nun seinen kleinen Basar verlassen haben, fühle ich mich leicht anders, hatte der mir was in den Tee getan? Wir fahren weiter nach Bikaner. Unserem Fahrer geht es immer schlechter, er hat sogar schon Fieber bekommen. In Bikaner angekommen, sollten wir rasten und dann würde er uns die Stadt zeigen. Wir bestehen drauf, dass er ruht und machen uns selber auf den Weg. Wir gehen zu Fuß. Unterwegs nerven uns alle paar Meter irgendwelche Leute, die uns mit ihrem Tuk Tuk oder Motorrad fahren wollen, wir wollen aber gehen und finden dann auch das Junagarh Fort. Ein Fahrer wollte uns die ganze Stadt zeigen, wir haben nicht so die richtige Lust, er will aber unbedingt handeln. Wir erklären ihm, dass wir nicht die ganz Stadt sehen wollen, er uns aber, wenn er möchte, zum Hotel fahren kann, wenn wir das Fort wieder verlassen.

Das Fort ist wieder unglaublich schön. Also, früher konnten die Inder unglaublich beeindruckende Gebäude bauen. Leider verkommen die Sachen alle mehr und mehr. Wenn man die Inder so beobachte, sieht man dass die alles an grabschen und so schmuddelig sehen die Sachen und Wände dann leider auch aus. Wir verlassen das Fort uns suchen unseren neunen Bekannten, auf der Suche werden wir wieder von jedem angesprochen, der
ein Fahrzeug in der Nähe hat, wir lehnen immer wieder ab. Dann finden wir unseren Bekannten und er freut sich, dass wir Wort halten. Ich frage ihn, ob er wüsste, wo man Bier bekommen könne. Er fährt uns, er findet
einen kleinen Laden, der versteckt (wie alle hier) Bier verkauft. Ich frage, was das Bier kosten solle, er meint 5~0#0*, ich habe ihn nicht richtig verstanden denke ich und frage erneut, 500 Rupien sagt er, ich sage ihm, dass er ein lustiger Mensch sei und gerne Scherze machen würde, wir hatten dieses Bier ja schon für 55 Rupien gekauft. Nein, meint er, dass sei sein Preis (9€). Er ging nicht eine Rupie runter, was für ein Verbrecher, er wollte es wohl nicht verkaufen. Wir fahren dann zurück zum Hotel und essen dort, es gibt auch ein teures Bier, aber eben nur für 110. Heute haben wir wieder einen heißen und schönen Tag. Die Nacht ist angebrochen und wir liegen im Bett. Es ist ruhig, nein, es war ruhig gewesen, wenn man mal von dem normalen Geräusch der Aircon absieht. Jetzt hören wir ein Tropf,……Tropf,……Tropf,……Tropf. Ich mache das Licht an und versuche dem Geräusch auf die Schliche zu kommen. Gefunden; es tropft aus der Klimaanlage. Ich empfinde es als ziemlich ungewöhnlich, denn das hatten wir bisher noch nicht erlebt, denke aber auch an die Autos, die im Sommer eine Wasserpfütze hinterlassen. Als erstes stellen wir ein Gefäß unter und es ist wenige Sekunden leise. Dann aber: Platsch……Platsch……Platsch. Ok eine andere Lösung muss her. Das Wasser muss so abgeleitet werden, dass es aufgefangen wird ohne zu tropfen. Gerade gedacht und schon gelöst. Der Vorhang wurde so arrangiert, dass er das Wasser leitet. Es ist wieder leise, wir können einschlafen.

04.10.

Dieser Tag beginnt ziemlich spektakulär. Gegen 04;30 Uhr knallt es, zischt es und kracht es. Durch die Schlitze unserer Eingangstür dringt immer wieder Licht. Ein Feuerwerk, wie nett, aber um die Zeit? Nun gut, dass die Inder eigenartige Ideen haben, wissen wir ja inzwischen. Ich stehe auf, um nachzusehen. Unser Licht geht nicht, Aircon ist aus, man, haben die schon wieder den Saft abgedreht. Ich mach die Tür auf und sehe, dass ein riesengroßer Sicherungskasten, 3 Meter entfernt voll in Flammen steht. 2 Bedienstete eilen mit einem Feuerlöscher und versuchen das Feuer zu löschen. Ich soll mich zurückziehen, sie haben alles im Griff, versichern sie mir. Ich mache die Tür zu und wir legen los. Innerhalb von 2-3 Minuten haben wir uns angezogen. Wir packen die allerwichtigsten Sachen in unser Daypack und verlassen unser Zimmer. Siehe da, das Feuer ist immer noch nicht im Griff. Eigenartig, niemand der anderen Gäste merkt etwas. Wir verlassen das Hotel, versorgen unsere Haut mit Antimückenzeug und warten einfach ab. Das Feuer wird gelöscht; das ganze Hotel hat kein Strom. Ein Elektriker wird gerufen. Nach einer halben Stunde trifft ein Mann ein. Er hat einen großen Schraubendreher in der Hand, für alle das Zeichen, dass er der Elektriker ist. Weiteres Werkzeug hat er nicht dabei. 30 min weiter, das Licht geht an, 5 min weiter, alles ist wieder dunkel. Ach und die Inder erst. Nein da wird keine Taschenlampe benutzt, sondern jeder nutzt die Helligkeit seines Handys um den Weg zu finden. Die Sonne
geht auf, der Strom ist wieder da, wir können wieder auf unser Zimmer. Dort kann man aber keinen Luftzug holen und Strom haben wir auch keinen. Also überall ist nun Strom nur bei uns nicht. Wir nehmen unsere Sachen
raus und gehen Frühstücken. Anschließend fragen wir nach einer Dusche und wir bekommen ein anders Zimmer. Ein spannender Morgen. Wir haben viel gesehen und sind froh, dass wir von Anfang an alles konsequent
richtig gemacht haben und das Zimmer verlassen haben. Da nun unser Zimmer als einziges keinen Strom hat, es ist eine Leitung verbrannt, ist mir auch klar, wie das geschehen konnte, ich denke nur an unsere Aircon
in der letzten Nacht.

Wir fahren weiter nach Jaisalmer/Khuri. Im Resort(lol, da wo die Paar Hütten sind) ist auch ein anderer. Er macht seinen Rucksack auf, während ich versuche für uns ein Bierchen zu organisieren. Er macht sein Bier auf, während ich für uns 2 in der Hand habe. Augenblickliche Sympathie wird spürbar. Es stellt sich raus, dass er, Carsten, aus Deutschland kommt aber in Shanghai arbeitet. Wir 3 machen eine Kameltour weiter hinein in die Wüste, allerdings sitzen wir nicht alleine auf dem Kamel, sondern ein Kamellenker ist dabei. Die Tour ist wirklich nett und zwischendurch geht es auch mal sehr sehr schnell voran (High-Speed-Camel-Raiding).
Abends gibt es diverse Speisen. Kinder aus der Nachbarschaft mach fürchterlichen Krach, dabei versuchen sie aber tatsächlich für uns zu singen. Es gibt da ein Lied für das sie unseren Namen kennen müssen. Ilona wird gefragt, das Lied geht los und etwas, was so klang wie Ilona kam auch vor. Dann machten sie es mit meinem Namen. Als Carsten an der Reihe war, meinte er, er heiße Sophi-Charlotte, Klar, dass die das auf keinen Fall aussprechen konnten, so hob sich auch der Spaß auf unserer Seit. Auch klar, dass sie für diesen Horror Geld haben wollen. Abends beschließen wir nicht in einer Hütte zu schlafen, sondern unter freiem Himmel, Es hat sich gelohnt, der Himmel war fantastisch und der Krach, der an den Ballerman erinnern lässt, hört gegen Mitternacht auch auf.

05.10.

Sehr früh verschwinden wir und gehen zu Fuß in die Wüste rein Wir genießen die Zweisamkeit. Eine Zweisamkeit hier meint, dass in Abstand Leute gehen, die nur drauf warten uns etwas andrehen zu können, aber eben nicht direkt mit uns gehen. Zum Frühstück sind wir wieder zurück. Wir fahren zurück nach Jaisalmer und werden an einem netten Hotel abgesetzt und ein Localguide würde uns bald abholen. Mit dem fahren wir zu einem Fort. Er zeigt uns ein paar Sachen, aber toll ist es nicht, nicht die Umgebung, sondern, dass wir nicht alleine die Umgebung erforschen können. Wir brechen es ab und wollen zurück. Am Hotel will er plötzlich eine horrende Summe, denke da kann er wohl 1 Monat von leben. Ich bin genervt und gebe ihm was er verlangt und wir verschwinden ins Hotel. Dort duschen wir und speisen lecker zu Mittag. Später gehen wir noch einmal los, aber nur kurz. Ständig werden wir genötigt, etwas sehen zu wollen oder kaufen zu wollen. Wir verbleiben im Hotel.

06.10.

 Es geht nach Jodhpur. Im Hotel machen wir Mittagspause auf der Dachterrasse. Der Ausblick ist toll. Nach dem Essen machen wir uns alleine auf, um die Stadt zu erkunden. Wir beginnen die wichtigen Sachen für Deutschland zu kaufen- Gewürze. Insgesamt sind es wohl 1,5 kg geworden. Ich freue mich schon auf das Kochen daheim (daheim? Nein das ist in Afrika, ich meine in Deutschland).

07.10.

Von Jodhpur fahren wir nach Ranakpur. Gegen 11:Uhr werden wir an einem richtig noblen Hotel abgeladen. Hier ist ein riesen großer Pool und nach knapp 10Jahren rumreisen haben wir das 1. Mal keine Badesachen
dabei, wir Trottel. Im Becken war nur ein Schwimmer, ein Frosch. Nach dem Mittagessen fahren wir zu einem unglaublichen Tempel. Er hat 1444 Säulen, faszinierend. Abends relaxen wir an einem kleinen Stausee.

08.10.

Nach einer kurzen Fahrt sind wir um 11 Uhr in Udaipur angekommen. Hier beziehen wir unsere letzte tolle Unterkunft, sehr groß, 2 Balkone. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf, um die Umgebung zu erforschen. Wir sind nicht lange unterwegs, da brechen wir unsere Tour auch schon wieder ab, es ist einfach zu heiß und tolle Sachen haben wir auch nicht entdeckt. Den Nachmittag verbringen wir im Hotel, hier ist es angenehm kühl. Nachdem es nun draußen kühler (35°C) geworden ist, machen wir uns erneut auf den Weg und wieder haben wir nichts für uns Interessantes gefunden.

09.10.

Der Tag beginnt mit Strapazen für unser Hinterteil. 5 ½ h fahren wir bis nach Pushka. Diese Stadt soll angeblich die „Stadt zum Verweilen“ sein, in Wirklichkeit ist sie eher zum Würgen, nur Touri-Nepp, ein Geschäft neben dem anderen und alles der gleiche Schrott; überall Schnorrer und Bettler. Immer das gleiche 1. Namaste 2. hier kaufen. Seit 10 Tagen ist das schon so, aber hier ist es besonders schlimm. Ganz besonders ist hier auch das Anglotzen. Ilona wird permanent mit sabbernden Ausdrücken angestarrt, nicht das wir uns ungewöhnlich kleiden, keine kurze Hosen und keine kurzen Oberteile, nein alles so, wie es sein soll. Die Aufdringlichkeit und das Geglotze ist sogar so schlimm geworden, dass ich sehr aggressive Worte wählen muss, um mal 1 Minute Ruhe zu haben.

10.10.

Jetzt in Jaipur hat unser Fahrer einen localen Guide mit ins Auto genommen und uns rumgefahren. Das astronomische Museum war sehr interessant, aber auch nichts Besonderes. Unser Guide will uns ständig davon überzeugen, dass die indische Astrologie eine ist, die immer richtig liegt. Der Stadtpalast ist auch recht nett, aber nach so vielen Gebäuden, die wir inzwischen gesehen haben empfinden wir nun auch nichts Besonderes mehr an solche Bauwerke. Der Guide lobt hier in der Stadt alles, was mit Handwerkskunst zu tun hat und versucht uns von Shop zu Shop zu lotzen. Beleidigt stellt er fest, dass er mit uns an keine Provision kommen kann. Wir teilen ihm mit, dass wir genug von der Stadt gesehen haben und wieder zurück zum Hotel möchten. Oh man, hat der einen Gesichtsausdruck aufgelegt. Plötzlich ist alles eben nicht mehr schön und rosa. Jetzt geht es nur noch drum, möglichst viel Kohle aus dieser Situation herauszuholen, Wir werden den Kerl los und sagen unserem Fahrer, dass wir ihn nicht mehr benötigen werden. Kurz rasten wir und machen uns wieder auf den Weg. Kaum ist man wieder auf der Straße, beginnt die ewig gleiche Geschichte und das ewigliche Unterfangen, Kohle aus uns herauszulaiern.

Hallo, wie geht es Dir?- Danke, gut – Wo kommst Du her`- Wir kommen aus Deutschland – München Berlin Hamburg – Aus der Mitte – Ich habe einen Bekannten in Deutschland – Schön – Ich kann für Dich ……… Es wird dann irgendetwas angeboten. Inzwischen haben wir aber unsere Taktik verändert.

Hallo, wie geht es Dir?- Danke, gut – Wo kommst Du her`- Usbekistan – Woher? – Usbekistan – kenne ich nicht – Schön-. Die typischen Ansätze funktionieren nicht mehr und ein weiteres Gespräch findet nicht mehr
statt, gut so.

Inzwischen haben die Inder es geschafft, dass wir mit niemanden etwas zu tun haben wollen. In all den Tagen kam es nicht ein einziges Mal vor, dass am Ende eines netten Gesprächs nicht doch etwas verkauft werden
soll, man die nerven die Inder.

11.10.

Heute sind wir in Ranthambore angekommen. Hier erhoffen wir uns ein Highlight, wir wollen Tiger entdecken. Gleich buchen wir Sitzplätze und warten auf die Abfahrt. Wir sitzen mit vielen anderen auf einer Bank hinten auf der Ladefläche eines Canters. Es geht mit Vollgas in den Park hinein und hinter der Schranke ist es plötzlich anders. Es liegt kein Müll rum.

Bisher war es ja eher so, als wenn man permanent durch eine Müllkippe fahren würde, nein, jetzt ist alles sauber, schön und grün. Wir versöhnen uns ein wenig mit Indien. Der, der die Begleitung macht hetzt mit dem Fahrzeug durch den Park. Nimmt nicht einmal Rücksicht, wenn man gerade ein Foto macht, Time is money^^. Nachdem offensichtlich ein bestimmter Zeitpunkt erreicht ist, wird mit Vollgas, wirklich mit Vollgas ,wieder Richtung Ausgang gefahren. Wir fahren hinter anderen Fahrzeugen her, es staubt unglaublich, die arme Kamera. Ein Gate ist geschlossen, wir stehen, Es scheint, als wenn nur Inder auf der Ladefläche säßen und dann geschieht es, ich raste aus. Ich stehe auf und beschimpfe einen auf das Übelste. Wie kam es dazu? Er hat seinen Müll in die Natur geschmissen. Dann schaut er auch noch so, als wenn es doch normal ist, seinen Müll da abzulegen, wo man ist. Oh man was für ein Dreck und Müll liebendes Volk.

Die Fahrt war ein Reinfall. Gleich bei Ankunft im Hotel buchen wir für morgen früh eine weitere Tour, aber wie mieten einen Jeep mit Fahrer. Theoretisch können noch 2 weitere Teilnehmer im Wagen platz nehmen.

12.10.

Der Wecker klingelt, bald schon sitzen wir beide alleine im Jeep und hoffen heute auf mehr Erfolg. Leider halten wir bald an und 2 weitere Personen kommen mit in das Fahrzeug. Im Park selber geht es ein wenig ruhiger zu als gestern. Die anderen beiden sind genauso ruhig wie wir, so dass wir alle alle Eindrücke aufnehmen können. Leider entdecken wir keinen Tiger und leider fährt er nicht durch den Park zurück, sondern außen herum.

Wieder zurück frühstücken wir auf einem unglaublich dreckigem Tisch, ist aber der sauberste.

Es ist 13 Uhr, unser Fahrer bringt uns zu einem Fort. Das Fort ist toll, Es liegt auf einem Berg und dort kann man dann noch etwas weiter gehen. Es sieht aus wie eine uralte verfallene Tempelanlage. Klar, es ist alles vermüllt, aber man wird nicht ständig angequatscht. Das Fort hat sich gelohnt.

13.10.

Das Frühstück beginnt gewohnt schmutzig, aber bald haben wir es geschafft und wir sind aus Indien raus. Eine holprige Fahrt bringt uns nach Fatehpur Sikri. Hier sehen wir eine beeindruckende Moschee und lernen auch wieder neue Techniken kennen, wir sie mit uns Geschäfte machen wollen. Das geht sogar soweit, dass sie beleidigend werden. Die Eindrücke einer so tollen Moschee verschwinden so ziemlich schnell. Es geht weiter nach Agra. Morgen werden wir unser gewünschtes Highlight sehen.

14.10.

Letzter Tag. Gleich, um 05:30 Uhr geht es los. Wir werden zum Eingang gebracht- wie auch ca. 300 andere. Wir kaufen unsere Tickets und wollen rein. Ich bin durch eine Sicherheitsschleuse durch. Ilona soll ihr Wasser abgeben. Ok ich gehe wieder raus, wir schmeißen das Wasser weg und gehen wieder zur Schleuse. Wieder kommt Ilona nicht durch, sie muss ihren Rucksack abgeben. Wir also wieder losgezogen und gehen zu einem Aufbewahrungsort. Jetzt können wir endlich rein. Wir biegen um eine Ecke gehen durch ein Tor und sehen es. Ja, das hat sich gelohnt. Nur dafür kann man Indien besuchen. Das Fotografieren stellt sich als ungemein schwierig heraus, da man sich doch ganz gerne vor die Linsen anderer stellt, um selber ein gutes Foto zu machen. Stunden verweilen wir hier in dieser Anlage und erfreuen uns über das meisterhafte Bauwerk. Wir fahren weiter nach Delhi. Um 15 Uhr kommen wir an. Unser Fahrer hat uns für die letzten Stunden zu einer Unterkunft gebracht. Mit dem Vermieter vereinbarte er noch, dass er uns für 300Rp um 22Uhr zum Flughafen bringen wird. Wir verabschieden uns. Unsere letzten Stunden verbringen wir bummelnd in der Stadt. Abends klopft es an unserer Tür. Ein anderer Reisende fragt, ob er mit uns mit zum Flughafen fahren kann, klar, teilen wir uns das Geld. Um 22 Uhr ist der Fahrer da. Jetzt will er aber nicht 300 für die Fahrt sondern 900. Die wissen ja ganz genau, dass man das Angebot nicht ausschlagen kann. Es sind einfach nur Verbrecher hier. Am Flughafen ist es fürchterlich. Der Flieger hat Verspätung; das Einchecken geht nicht und ringsherum nur genervte Deutsche. ALLE waren sich einig: Indien nie wieder.

Nachbetrachtung

Bewusst habe ich mir sehr viel Zeit gelassen diesen Bericht zu schreiben. Hätte ich das direkt nach der Reise gemacht, wäre es ein bitter böser Bericht gewesen. Noch Monate nach der Reise hatte ich einen richtigen Hass auf die Inder. Wenn wir uns nun die Bilder anschauen, sehen wir ganz tolle Sachen, sagenhaft schöne Gebäude, mit farbenfrohen Gewänder gekleidete Frauen und bekommen den Eindruck einer ganz tollen Reise.

Wir waren uns sicher, dass wir NIE wieder Indien besuchen werden. Ich wollte sogar das übrig gebliebene Geld verbrennen. Jetzt nach einem Jahr haben wir die Hoffnung, dass es einfach nur an der Region lag und finden
es nicht mehr unmöglich, einmal den Süden besuchen zu wollen.

Bis dahin muss aber noch einige Zeit verstreichen

 
86 Comments

Posted in Indien

 

Botswana Jul ‘06

04 Mai


7. Apr 2006 – 22. Apr 2006

Dezember 2005

Die Reise nach Botswana beginnt wie jede andere Reise auch ziemlich früh in unseren Köpfen. Jetzt aber haben wir das Gefühl, als wenn wir uns viel intensiver Vorbereiten müssten, als je zuvor. Denn es ist ja nicht einfach nur so, dass wir von Ort zu Ort fahren, sondern nun muss man ein GPS-Gerät und Kartenmaterial kaufen und sich damit vertraut machen. Diesmal wird es nicht so sein, dass man schnell von jemanden Hilfe bekommen kann, oder dass man tanken fährt, wenn man meint, so nun ist es langsam wieder an der Zeit. Wir müssen uns Gedanken machen welche technischen Dinge wir brauchen. Beginnend mit der Anzahl der Batterien und Ladegeräte, Werkzeuge, Ersatzkanister, Schaufeln, Lampen usw.

Alles ist irgendwie graue Theorie.

Wir sind mal gespannt wie es werden wird. Ob wir uns übertrieben intensiv vorbereitet haben werden oder gar zu wenig

Teil I

14.07.2007

Als erstes steigen wir in DUS in den Flieger und das tolle dabei ist, dass es ein Freiflug ist. Die 6h nach Dubai vergehen wie im Flug, ist immer schade, wenn man so bald wieder landet, dann kann man das tolle
Unterhaltungsprogramm nicht voll nutzen. Die 4,5 h in Dubai vergehen dann auch mit dem üblichen rumlaufen und schauen. Zum Glück ist der zweite Flug nach Johannesburg etwas länger, man kann also einen Film mehr sehen. In Johannesburg kommen wir zur frühen Mittagszeit an, wir sollen hier abgeholt werden. Zum Glück finden wir niemanden gleich, denn wir wollen ja noch am ATM Geld holen. Kaum haben wir den Automaten um etwas Bargeld erleichtert sehen wir auch schon unseren Abholer. Es ist ein
Mitarbeiter der Britzniederlassung, der uns zum Fuhrpark bringt. Die Fahrt vergeht mit ein wenig Smaltalk und wir kommen an. Die Formalitäten können wir mit jemanden machen, der deutsch spricht, das erleichtert alles ungemein. Es kommt dabei aber raus, dass, sollten wir nicht die Versicherung upgraden, wären für uns über 600 € gewesen, wir mit einer Selbstbeteiligung von 6.000 € unterwegs sein werden. Wir machen es nicht. Das Auto kostet für die 3 Wochen ungefähr 2.400 € da muss nicht noch so ein großer Betrag hinzukommen.. Nachdem wir nun alles geschäftliche erledigt haben, werden wir zu unserem Fahrzeug geführt, WOW, das sieht nagelneu und toll aus. Es ist ein Toyota Hilux mit einer 2,7 l Maschine.
Als erstes soll ich mit einem Mitarbeiter um das Auto herumgehen und jede Beschädigung anzeigen, da war aber kaum ein Kratzer zu sehen. Anschließend müssen wir die Ausstattung durchzählen. Es ist sagenhaft viel dabei, sogar ein toller Kühlschrank, wir sind extrem beeindruckt. Da wir noch niemals mit einem geländegängigem Fahrzeug unterwegs waren, lassen wir uns das genau erklären.

(folgendes bitte nicht für bahre Münze nehmen, aber so war es) Als erstes erklärt er uns wie eine Gangschaltung und das mit der Kupplung so funktioniert. Nun ja, irgendwie kommt mir das ja schon
bekannt vor. Dann beginnt aber der wesentliche Teil. Er sagt: ” Sobald ihr auf unbefestigte Straße kommt legt ihr den Hebel von H2 (normales fahren, 2 angetrieben Räder) auf H4, der schnelle Allradgang, wenn das Geländer dann schwieriger wird, drückt ihr den Schalter RR Diff Lock um hinten das Differential zu sperren, wenn das nichts mehr nützt, schaltet ihr den Hebel auf L4, dann aber nur max den 2. Gang benutzen und wenn dass dann auch nichts mehr bringt, steigt ihr aus und stellt ihr vorne an der Achse jeweils den Drehring auf “lock”. Soweit ist alles klar. Wir räumen unser Gepäck ein und starten den Motor. Ilona schnallt sich an und der Gurt hält nicht. Wir probieren es mehrmals, es geht nicht, wir steigen aus und reklamieren es. Es dauert noch weitere 1,5h bis dass dann endlich funktioniert. In diese Wartezeit stellen wir fest, dass sich an der hinteren Klappe eine Gummidichtung löst, auch die wird erneut angeklebt.
Alles wird fein gemacht wir starten mit einem absolut leeren Tank. Gleich um die nächste Ecke tanken wir, 140 l sollen reingehen. Die Fahrzeugübergabe hat nun länger gedauert als erwartet, wir fahren aber
dennoch entspannt Richtung Westen. Im Idealfall wollen wir Zeerust erreichen. Wir wissen, dass so ein Fahrzeug viel Sprit schluckt, wir fahren gemächlich. Am frühen Abend kommen wir tatsächlich an unserem Bestimmungsort an, es ist aber leider zu spät, um noch einkaufen zu gehen. Wir beziehen unser kleine Wohnung, sie ist einfach, aber ausreichend, wir wollen ja nur schlafen und unser Gepäck umpacken. Nach 2 h Stunden sind wir alle und gehen schlafen.

16.07.2007

Der Wecker befiehlt uns, um 06:00Uhr das Bett zu verlassen. Wir Frühstücken lecker und fahren los. Als erstes werden wir die Grenze zu Botswana erreichen. Auf den letzen Metern vor dem Übergang kommt von
hinten nach und nach ein großes Fahrzeug näher, ich denke mir nichts dabei, wir fahren ja gemütlich. Tatsächlich schaffen wir es, vor denen an der Grenze zu sein. Wir sind gerade mit den Formalitäten für die
Ausreise fertig geworden, da stürmt eine Horde von mind. 30 Menschen rein. Das große Fahrzeug ist ein gefüllter Bus. Hätte der es noch geschafft, uns zu überholen, hätten wir hier wohl mind. 2h warten müssen.

Bei der Einreise nach Botswana werden wir nach einer Disk? gefragt. Ich habe keine Ahnung was das ist, erklären will sie es uns auch nicht, ich denke wir haben so etwas nicht. Nun vermutlich meinte sie einen
Nationalzeichen-Aufkleber auf dem Auto. Es kostet P40 extra. Wir haben aber doch keine Pula, sie dürfen doch nicht eingeführt werden. Wir werden zu einem Tauschbüro geschickt und tauschen zu einem sehr
ungünstigen Kurs. Jetzt sind wir endlich in Botswana und fahren weiter zu Khama Rhino Sanct. Wir planten früh anzukommen, denn wir müssen heute ja das erste Mal unser Zelt aufbauen, man weiß ja nie, wie ungeschickt man sich bei neuen Sachen anstellt. Wir kommen tatsächlich am frühen Nachmittag an. So früh, dass wir wohl noch ein Game Drive machen können. Wir hatten nichts reserviert, bekommen aber einen Platz zugewiesen. So, nun geht es richtig los, wir sind im Gelände, wir werden nun mit Allrad
fahren. Was sagte er noch bei der Übergabe? Wenn ihr auf unbefestigter Straße seit, legt den Schalter auf H4. OK, kein Problem, ist schnell gemacht. Ich fahre los und nach dem ersten Meter hören wir ein lautes
Klack..Klack..Klack..Klack. Die Umstehenden schauen uns verwundert an, wir uns auch. Ich nehme den Gang wieder raus und fahre um die erste Biegung. Also dass klang gerade überhaupt nicht gesund sagen wir uns. Ich probiere es wieder, wieder klackert es. Wir fühlen uns mies. Wir sind nur 600 km weg, von der Anmietstation und haben wohl ein kaputtes Auto. Wir sind richtig sauer, so richtig. Wir fahren nur ein paar Meter hier rum und haben keine richtige Lust, nach Rhinos zu suchen, das Auto beschäftigt uns zu sehr. Wir bauen unser Zelt auf und überlegen, kochen uns dabei ein Süppchen mit dem Gaskocher, der beim Auto dabei war. Also, es ist wohl so, dass da was nicht stimmt, sonst hätten die anderen ja auch nicht so geschaut. Unsere Kontaktadresse hier in Botswana ist jemand in Maun, falls was mit dem Auto nicht stimmt. Wir entscheiden morgen langsam zu fahren und, wenn wir dann in Maun sind, dort vorstellig zu werden.

17.07.2007

Als erstes machen wir uns morgens einen Espresso. Das Aufbauen des Zeltes gestern hatte gut geklappt und die Nacht ging auch gut vorbei. Wir fahren hier rum und finden eine Stelle, an der man geschützt gehen kann. Wir packen uns den Fotoapparat und schleichen los. Ich komme um eine Ecke und 2 Rhinos scheuchen auf, wir bewegen uns einige Minuten nicht, sie scheinen sehr scheu zu sein. Ilona macht langsam die Fototasche auf und das ist auch noch zu laut, wir bewegen uns wieder nicht. Nach 10 min
haben wir ein paar Fotos gemacht, die Rhinos genossen, dann sind die abgehauen, es war denen wohl dann doch nicht so ganz geheuer, Es waren Breitmaulnashörner, werden wir wohl jemals die anderen sehen?. Wir fahren weiter und finden tatsächlich noch einmal  zwei. Also haben wir 4 von geschätzten 28 aus ganz Botswana gesehen. Wir verlassen die Region in Richtung Norden. Nach insgesamt 700 km stand die Tankanzeige auf genau 50 %. Also kommt man wohl so ungefähr, wenn man sehr sparsam fährt, mit 10 Liter /100 km aus. Wir fahren und fahren und ich schaue nach 150 km mal wieder auf die Tankanzeige und bekomme einen Schock, es geht rapide schnell nach untern. Morgens hatten wir überlegt, ob wir den Tank
wieder füllen, wollten aber keine 20km Umweg machen (wie albern) und jetzt wird es kribbelig. Schnell schauen wir nach, wo die nächste Tankstelle ist. In Deutschland hatte ich schon viele wichtige Punkte ins
GPS gepackt, Wir müssen noch irgendwie mind. 150 km weit kommen. Wir fahren und schauen auf die Anzeige und fahren und schauen und versuchen abzuschätzen was geschehen wird. Nach weiteren 50 km ist die Anzeige auf den untersten Strich bei Empty angekommen. Wir rechnen damit, dass wir vielleicht noch 50km weit kommen, also 50km bis zur Tankstelle fehlen. Die Nadel der Tankanzeige hat den Balken von Empty nach unten hin verlassen. Ich lasse das Auto bergab nur noch im Leerlauf rollen, meist geht es aber bergauf, Na Klar. Es sind noch 40km die Kontrollleuchte geht an, wir schauen im Handbuch nach, ob da was von einer Reichweite steht. Es heißt wir sollten bald eine Tankstelle anfahren, …  Witzbolde. Es sind nur noch 30 km, nur noch 20 km, Also jetzt wäre es schon ein fasst machbarer Fußmarsch, noch 10 km, Hoffnung keimt, da der Ort noch 5 km, hoffentlich stimmen die GPS-Daten und da ist wirklich eine Tankstelle, wir schaffen es, nach ganz genau 1000km sind wir an einer Tankstelle. Das befüllen dauert ewig, ich schaue auf die Zapfsäule, 133 Liter sind schon drin und es geht noch weiter. Ich zahle und vergesse nachzuschauen, wie viel Liter es nun wirklich waren. Es war bestimmt höllisch knapp.

Um 14 Uhr kommen wir im Makgadikgadi Park an und fahren gleich, aber vorsichtig, auf Pirsch. Wir sehen einen Elefanten, einige Impala, Zebras und Gnus und kommen schließlich am Hippopool an. dort ist nichts zu sehen und wir beschließen, von der anderen Seite aus, dort ran zu fahren. Gerade kommen wir um eine Biegung, sehen wir etwas tiefsandigeres und ich bremse abrupt und wir überlegen, ob wir da durchfahren können oder eben nicht. Ich meine, klar, wir haben schließlich einen Geländewagen, Ilona will es nicht. Da es nur ca. 10m lang ist, dieses Stück, setze ich mich durch, fahre rein und bleibe stehen. Ach ist ja kein Problem, ist ja nicht so, dass wir in Deutschland nicht auch schon mal stecken geblieben wären (im Schnee). Also lege ich den 2. Gang ein geben vorsichtig Gas und will raus fahren, geht nicht, die Räder drehen durch, ok dann eben rückwärts, geht wieder nicht, die Räder drehen durch. Ach ja, der bei der Fahrzeugübergabe hat ja gesagt, wenn es mit H4 nicht geht, nimm L4, ich schalte um, gebe etwas Gas, geht wieder nicht. Na ja, wir haben ja immer noch die Option mit dem Feststellen der Räder vorne, ist also alles kein Problem, jetzt müsste es dann ja klappen. Mist, geht nicht. Wir steigen aus und suchen nach der Schaufel und fangen an zu graben und zu graben. Die Zeit vergeht und wir kommen einfach nicht weiter, wissen auch nicht so genau, wo wir wie viel graben müssen und versuchen es aber immer wieder. Die
Erschöpfung holt uns ein, die Motivation verlässt uns nicht, denn im Internet lasen wir, dass da einer schon mal zwei Stunden lang gebuddelt hat, wenn wir das nun am ersten Tag dann hinter uns bringen, dann ist es ja gut. Es zeigt sich immer mehr, dass es aussichtslos ist, wir kommen mit jedem Befreiungsversuch immer tiefer in den Sand. Nach mehr als 2 Stunden kommt ein älteres Ehepaar vorbei, die helfen uns dann beinahe noch 45min und dann kann er uns rausziehen. Irgendwie sind wir sehr
überrascht, dass da ein fremder einfach soviel Zeit für uns investiert, er meint nur, dass macht man hier so. Wir freuen uns und können wieder fahren. Wir sind jetzt aber so verschwitzt, dreckig und sandig, dass wir einfach nur das Zelt aufbauen uns waschen und dann schlafen gehen wollen. Die Rückfahrt zum Zeltplatz macht uns kein Spaß, wir haben keine Ruhe, dieses blöde Auto, alles funktioniert nicht. Am Zeltplatz bauen wir das Zelt auf, Ilona geht duschen. Das helfende Ehepaar ist auch dort und sie rufen mich. Er lädt mich zu einem Schnaps ein und meint auf einem Bein, könne kein Mann stehen und gibt mir noch einen, wir reden noch ein wenig und ich bedanke mich noch einmal ganz doll für deren Hilfe. Jetzt gehe ich duschen, stelle da das Wasser an und … oh.. ja.. ziemlich kalt. Die haben ja immer geschrieben, dass die Duschen nur kaltes Wasser haben können, dass aber kaltes Wasser beim duschen dann so kalt sein wird, hätte ich nicht gedacht, tut aber trotzdem gut. Einigermaßen sauber möchte ich nun das Abendessen vorbereiten und hole den Gaskocher raus, da ist so eine Verzweigung dran, so dass man mit Gas kochen und mit Gas eine Lampe betreiben kann. Das Licht geht nicht, Irgendwie war das ja auch klar, es klappt eben einfach nichts hier.

18.07.2007

Die Nacht war schon recht spannend gewesen. Außer dem extrem lauten Generator hörten wir auch Zebras und Löwen in der Nähe. In der Nähe? Oh in der Nähe hatten wir auch unser Auto freigebuddelt,..puuuh. Als erstes mache ich uns einen Kaffee, dann bauen wir alles ab und starten zu einer
Rundtour. Wir finden 3 Giraffen, Zebras und Gnus. An dem Wasser an dem wir uns freibuddelten sind heute 3 Hippos. Gegen 09:00 Uhr verlassen wir den Park. Am Ausgang frage ich einen Ranger, ob er Ahnung von Autos habe, bei mir würde da ständig etwas klappern, wenn ich auf H4 schaltet. Er meint, das wäre normal. Ok, ist wohl doch nichts kaputt, ganz so vertrauen können wir seiner Auskunft aber nicht, denn das Geklapper ist ziemlich laut und damit soll man dann 100 fahren dürfen, nein, bestimmt nicht. Wir fahren heute ja eh nach Maun, da haben wir eine Kontaktadresse des Autovermieters, da gehen wir hin. In Maun kommen wir im Sedia-Hotel auf dem Campingbereich unter. Sofort versuchen wir diesen
Typen zu finden, wir finden nichts was auf eine entsprechende Autowerkstatt hindeutet und gehen einfach zu jemand anderen. Der findet dieses Geräusch nicht gut. Ich denke gleich, der will jetzt bestimmt mit so ein paar blöden Touris ein Geschäft machen. Helfen kann er uns aber dann doch nicht. An der Straße spreche ich einen an, der ein gleiches Fahrzeug hat und frage den, der hört sich das an und will uns helfen, er kennt jemanden, der was machen kann, es würde aber was kosten. Wir wollen nichts zahlen, schließlich haben wir hier eine Kontaktperson und es ist nicht unsere Schuld. Ich sage dem diesen Namen und er kennt den sogar. Er will sich in 30min mit dem und uns treffen. Wir warten, nach 90min geben wir es auf, fahren einkaufen und denken im Zelt nach. Wir haben nun verschieden Probleme. Ist da nun was kaputt oder nicht? Wenn etwas defekt ist, wie viele Tage dauert die Reparatur? Und wenn wir dann weiter fahren wie machen wir das mit der Spritmenge. Ich habe Angst dass sie nicht bis zur nächsten Tankstelle reicht, denn schon auf der Straße verbraucht er mind 15-18 Liter. Lange diskutieren wir. Eines steht fest: das Auto ist evtl. defekt und wir wollen hier nicht festsitzen, wir wollen es einfach probieren und mit dem Tank werden wir uns morgen was ausdenken.

Teil II

19.07.2007

Nach dem Zusammenpacken fahren wir einkaufen. Ich entdecke einenHardwareladen, dort wollen wir unser Gas auffüllen lassen, da sich die Flasche so leer anfühlt. Gas bekommen wir nicht, ich kaufe aber 2
Plastikkanister á 25 Liter. so werden wir mit 190 Litern Benzin hier wegfahren, das wird hoffentlich reichen. Wir finden auch einen Laden wo man das Gas auffüllen lassen kann, dort gebe ich meine Flasche ab und es dauert und dauert. Irgendwann teilen die uns dann mit, dass sie diese nicht öffnen können, da sei was kaputt. Na, war ja klar, so können wir nun all das gekaufte nicht erhitzen, wenn das Gas alle ist. Aber da können wir nun ja eben nichts machen, Also gehe ich noch mal einkaufen und kaufe Dinge, die wir in Alufolie im Feuer garen können. Nachdem nun alles für die Wildnis vorbereitet ist fahren wir schon heute in Richtung Moremi und campieren alleine auf einem Platz vor South Gate. Morgen müssen wir also
nur 28km fahren. Es ist noch recht früh, so machen wir alles ziemlich gemütlich und verbringen den restlichen Tag mit lesen und planen.

20.07.2007

Wir sind schon eine weile wach, trauen uns aber erst jetzt auf zu stehen, wir wollten draußen nicht im Dunkeln rumlaufen. Wir packen alles zusammen und fahren zum South Gate von Moremi. Schon auf dem Weg dorthin entdecken wir 15 Giraffen . Für South Gate hatten wir uns 2 Tage reservieren lassen, ging leider nicht anders. Ich gebe den Ranger unsere Papiere und er erklärt, dass es hier kein Wasser gäbe, na egal denke ich, wir haben genügend dabei. Er meint aber auch, dass wir oben bei Third Bridge unser Zelt aufschlagen sollen. Klar, wir freuen uns wie Schneekönige, nun haben wir 3 Nächte Third Bridge. Der Tag fängt super gut an. Es vergeht kaum eine halbe Stunde, da sitzen wir fest. Wir fangen an zu buddeln. Es
dauert eine halbe Stunde bis jemand anderes vorbeikommt, sich das ganze ansieht. Er meint, wir räuchten nicht weiter zu buddeln, ich soll versuchen zu fahren, er und Ilona schieben und schau an, wir sind frei. Wieder werden wir mit Ratschlägen überschüttet. Irgendwie bleiben wir immer hängen, weil das Ersatzrad
unter dem Auto aufsetzt. Wir müssen uns nun entscheiden, wie wir nach Third Bridge fahren werden. Wir wissen, dass die Brücke nach den letzten Überschwemmungen noch nicht wieder repariert ist, also können wir von dieser Seite aus nicht dorthin fahren. Die andere Möglichkeit hat auch 2 Alternativen, wir wählen den Weg über Bodumatau, der soll nicht so sandig sein. Wir fahren mehr schlecht als recht den Weg entlang. Immer, wenn es zu tiefsandig aussieht, fahren wir ein paar Meter rückwärts stellen den Geländegang H4, unseren Klappergang, an (wir trauen uns nicht immer damit zu fahren, weil wir meinen, da ist etwas kaputt) und fahren mit Schwung durch die schlimmen stellen. Es geht nicht gut, aber es geht. Wir kommen um eine Kurve und dann sehen wir mind. 200 Meter tiefen Sand. Also wie erprobt fahren wir mit Schwung rein und kommen 10 m weit bis wir feststecken. Ich versuche raus zu fahren, grabe dabei aber das Auto immer tiefer ein, es hat keinen Sinn, wir müssen wieder buddeln. Wenn das so weiter geht werden wir bald ganz Botswana einmal umgegraben haben. Eine knappe Stunde buddeln wir und versuchen es. Wir kommen kaum einen Meter weit und stecken wieder fest. Wenn wir nach vorne schauen, sehen wir, dass da ja noch knapp 200 Meter kommen. Wirschaufeln wieder und kommen wieder einen Meter weiter. Nein, so werden wir das nicht schaffen, wir müssen die Fahrspur verlassen und müssen
nebenher fahren, irgendwie. Puh geschafft, nach 2,5 Stunden stehen wir neben der Piste. Wir sind so was von sauer. Mit dem Auto kann man in der Stadt zum Einkaufen fahren, aber nicht in Botswana abseits der Straßen. Wir überlegen gerade ernsthaft, ob Botswana nichts für uns ist, können es nach so vielen Reisen in Afrika aber kaum glauben, wir wollen nicht aufgeben und fahren weiter. Unsere Strategie haben wir nun geändert, wir fahren nicht mehr mit Schwung durch den Sand, sondern umfahren ihn. Jedes Mal steigt Ilona aus, geht vor dem Auto her und sucht einen Weg durch die Büsche. Das ganze ist irgendwie ein spannendes Unterfangen, sie spaziert da draußen rum, hinter jedem Busch kann ein schlimmes Tier
auftauchen, vorsichtig pirscht sie sich nach vorne, ich fahre hinter her.

Es dauert alles so lange, aber nicht lange genug bis zur nächsten üblen Situation. Zwei Wege scheinen für uns möglich zu sein, beide stehen unter Wasser, wir werden uns hüten da durch zu fahren, das schaffen wir niemals. Es ist inzwischen schon 15 Uhr in 3 Stunden ist es dunkel und wir kommen nicht weiter. Nein, hier oben wird wohl niemand zur Third Bridge kommen können oder eben nur wir nicht. Was machen wir also? Bauen wir hier einfach unser Zelt auf und fahren morgen die Strecke wieder zurück oder versuchen wir es heute noch. Wir müssen zu eine Kreuzung zurück, von der aus wir bis hier hin 5 Stunden gebraucht haben. Wir versuchen es. Diesmal aber ohne Rücksicht auf irgend etwas, wir dürfen keine Zeit verlieren. Wir fahren mit Vollgas und hüpfen so über den Sand wie ein flacher Stein über eine Wasseroberfläche, es geht, ist aber brutal. Wir schaffen es mit alle Rädern in der Luft zu sein, wir schlagen mit den Köpfen immer
wieder gegen das Autodach, wir kommen von der Spur ab und überschlagen uns fast. Nach einer Stunde sind wir an dieser Kreuzung. Alles schmerzt, aber wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Wir müssen nun die Strecke fahren, von der wir nicht wissen, ob es möglich ist, oben ins Camp zu kommen. Wenn wir falsch liegen, dann werden wir hier vielleicht Tage lang niemanden treffen. Es geht nun weiter zur First Bridge, wir müssen nicht mehr buddeln. Haben wir es nun endlich raus? Da ist sie die erste Brücke, Oh Gott, wie sieht die denn aus. Das sind ja einfach nur irgendwie zusammengekloppte Baumstämme. Ilona steigt aus und geht einmal rüber, ich fahre gaaaaaaanz vorsichtig hinter her, es geht, macht sogar Spaß. Es geht weiter zur 2. Brücke. Wieder geht Ilona die Brücke ab, Es sind 2 Stämme durchgebrochen. Da traue ich mich nicht rüber zu fahren. Ich schaue nach, wie man die Brücke umfahren kann und sehe Spuren, die
aus dem Wasser kommen. Offensichtlich fahren alle durch das Wasser, die werden wissen warum. Ich schau mir das ganze einmal genauer an. Das Wasser ist nicht tief, so ca. 30cm, stochern mit dem Stock zeigt, dass es nur etwa lockerer Untergrund ist. Es geht also. Ilona steigt aus, sie soll ein schönes Foto machen, wie das Auto so durch das Wasser fährt. Ich fahre los. Nach 5 Metern passiert es, ich stecke fest. Vorsichtig versuche ich vorwärts oder rückwärts heraus zu kommen. Nichts, es geht einfach nichts. Der Supergau ist eingetreten. Wir sitzen fest im Wasser an einer Stelle, wo eventuell tagelang niemand vorbei kommt. 1000 Bilder schwirren durch den Kopf, es darf einfach nicht wahr sein. Jetzt hat Botswana es geschafft, wir haben kein Bock mehr, wir wollen nicht mehr, wir wollen weg. Ilona geht ins Wasser und kommt auf mich zu. Als da ein Ranger mit Touris kam und uns entdeckt. Uns fällt ein Stein vom Herzen,
das Wichtigste ist eingetreten, jemand weiß von uns. Seine Gäste steigen aus und machen Fotos ohne Ende. Ja, ja, ich weiß, da steht ja auch ein Idiot mit seinem Auto im Wasser. Die Bilder werden bestimmt bald im
Internet für Gelächter sorgen, aber egal, ich hätte es auch fotografiert. Der Ranger fährt jetzt einfach mit seinem Auto über die Brücke und die hält auch noch. Er versucht uns von der anderen Seite heraus zu ziehen, das geht leider nicht. Jetzt versucht er uns rückwärts heraus zu ziehen, auch das geht nicht,  ebenso wenig wie das direkte Auto an Auto schieben. Er meint, dass er ein 2. Fahrzeug holen wolle und
fährt wieder. Eine halbe Stunde vergeht und er kommt mit einem 2. Fahrzeug wieder. Er spannt sein Auto vor meins und davor das andere. Alle ziehen an und ich versuche zu fahren. Es geht nicht. Das Auto ist
inzwischen so tief eingesunken, das in der Fahrgastzelle 20 cm hoch das Wasser steht, noch ein paar Versuche und das Auto ist weg. Ein Schleppgurt reißt, wir kommen hier einfach nicht weg. Es kommen weitere 3 Fahrzeuge und staunen über die im Wasser, geben einen Gurt raus, alle Fahrzeuge ziehen wieder und tatsächlich, mein Auto bewegt sich, nach 40 cm steckt es aber wieder fest und das Auto vor mir im Wasser auch. Der Ranger muss jetzt erstmal selber versuchen wieder dort raus zu kommen. Mir ist schon lange alles egal, lege den 2. Gang wieder ein, lasse den Motor auf knapp 5000 Touren aufjaulen und dann die Kupplung schnacken, ein kleiner Satz, der Motor geht aus. Waaaas, Der Motor ist im Wasser aus, mist, jetzt wird der nicht mehr angehen, der Auspuff liegt unter Wasser. Hastig starte ich den Motor und er springt an. Das Auto ist frei und ich kann weiter durch das Wasser fahren, erreiche das Land, mache den Wagen aus und eine Menschenmenge von inzwischen bestimmt 30 applaudiert. Wir sind so dankbar, man kann es sich kaum vorstellen, wie es im worst case hätte ausgehen können. Immer wieder bedanke ich mich bei dem Ranger für seinen Einsatz und stecke ihm ordentlich Pula in die Tasche. Ich messe mal nach. an der tiefsten Stelle ist das Auto 60 cm tief im Wasser gewesen. Inzwischen ist es dunkel, wir standen 3,5 Stunden im Wasser. 2 Fahrzeuge fahren vorweg und weisen uns den Weg zu Third Bridge. Klar die kommen immer durch wie bleiben wieder stecken, KackAuto. Gegen 19Uhr kommen wir an. Wir sind völlig erschöpft und bauen das Zelt auf. Ich öffne den Kühlschrank und möchte eine Dose Bier herausholen. Dabei greife ich aber nur in eine schmierige Masse. Bei dem ganzen Gerumpel hat es 2kg Joghurt erwischt. Die Becher sind gerissen, eine riesen Sauerei. Wir legen uns hin, Botswana hat gewonnen. Nachts hören wir Hyänen, Löwen und Hippos.

21.07.2007

Die Augen gehen auf und wir denken über den gestrigen Tag nach. Es kann doch nicht sein, dass wir aufgeben. Wir werden einen Tag noch mal durchhalten und wenn der so schlimm wird wie der Gestrige, dann soll es wohl nicht so sein. Wir stehen auf und bauen das Zelt nicht zusammen. Wir müssen alles trocken legen und sauber machen. Ilona beginnt mit dem Kühlschrank. Ich überlege mir gerade, wie dreckig es wohl unter dem Auto ist und schaue nach. Neeeiiiiin, der Ersatzreifen ist weg, da häng nur
ein zerrissenes Stahlseil, na toll, das wird doch bestimmt weitere 500 Euro kosten, man ich habe kein Bock mehr. Es sollte doch unsere Traum- und nicht unsere Alptraumreise werden. Um 10 Uhr haben wir alles soweit gereinigt und wollen wieder zum Wasser fahren, dort könnte der ja abgerissene Reifen sein. Sicherheitshalber fahren wir die gleiche Strecke zurück, die wir gestern mit den anderen gefahren sind. es ist eine Nebenstrecke aber nicht so sandig. Wir biegen ein kommen 200 Meter und stecken wieder fest. OK, na klar, wie immer. Schaufel raus und buddeln. Wir hören immer wieder mal eine anderes Auto, die fahren aber auf der Hauptstrecke und 200m hier rumlaufen ist uns viel zu gefährlich, so buddeln und buddeln wir. Es scheint nun frei zu sein, ja genau für weitere 5 Meter. Wir überlegen, ob wir nicht runter nach Südafrika in den Kruger NP oder nach Namibia in Etosha NP fahren und buddeln weiter. Wir schaffen es weitere 5 Meter. Man mit dem Auto kann man einfach nichts machen. Jetzt denke ich, probiere ich vorne noch mal die Räder festzustellen. Bisher hatte es ja nie was genützt, im Gegenteil, wir sind immer tiefer in den Sand gekommen. Das Auto ist noch nicht frei gebuddelt  und trotzdem kann ich einfach so raus fahren. Hätte ich das vor 2,5 h versucht, wären wir wohl schon lange fröhlich unterwegs. Wir sind so was von überrascht, wir können es kaum glauben und fahren weiter. Wir kommen an einer Stelle vorbei, an der  eine Kekskarton liegt, ah da haben wir den verloren, er ist aber völlig zerstört. Am Wasser finden wir keinen Reifen und fahren so die Strecke von gestern ab. Jedes mal, wenn wir stecken bleiben, wagen wir keinen Befreiungsversuch. Ilona stellt vorne die Räder fest, der Wagen zieht sich raus, sie stellt wieder um und gut ist es, es funktioniert. Bei der Fahrzeugübergabe sagte der Mann erst in L4 schalten, dann max. 8 km/h fahren, wenn das nicht hilft, vorne die Räder festsetzen. Anfangs hatte das nie funktioniert, jetzt ging es plötzlich. Hat sich bei dem Fahren gestern was richtig gerüttelt? Nur schade, dass wir so nur, so langsam fahren dürfen, wir müssen also immer wieder umstellen, aber eben nicht buddeln. Unterwegs treffen wir ein deutsches Pärchen und wir fragen nach einem Reifen, leider haben die nichts gesehen. Es stellt sich heraus, dass die nicht wissen wo sie genau sind, nicht mal, ob sie nach Norden oder Süden fahren. Wir fahren zwar auch immer nach Karte, kontrollieren aber immer per GPS, ohne hätten wir uns wohl schon oft verfahren. Wir drehen um fahren mit denen zu der Abzweigung, die für die wichtig ist und fahren dann weiter zurück zu Third Bridge. Gestern war es hier so richtig voll, jetzt ist nur eine Familie 2E2K da. Wir bauen unser Zelt auf und sehen wie die im großen Abstand zum Zelt durch die Botanik
wandern. Oh ha, denke ich. Entweder sind die lebensmüde oder wir zu ängstlich. Die kommen aus Südafrika, wir werden wohl die ängstlichen sein. Nach dem Abendessen, der Topf Nudeln ist natürlich in den Sand gefallen, sitzen wir nun an unserem ersten Lagerfeuer, es ist schön. Wir besprechen, dass wir uns nicht von Botswana unterkriegen lassen werden. Plötzlich sagt Ilona: “da kommt was!!”. Und tatsächlich, ich entdecke die Hyäne erst als sie ziemlich dicht an unseren Feuer war. Zum Glück hatten wir alles schon weggeräumt, nur wir, 2 Stühle und das Feuer ist hier. Die Hyäne schleicht um unser Auto rum und entschwindet. 5 Minuten später steht die Familie mitten im Camp, ohne Licht, nur etwas erleuchtet von unserem Lagerfeuer. Oh je, die wollen wohl gefressen werden. Da kommt der Junior zu uns hin und berichtet, dass dort eine Hyäne sei, das wussten wir aber ja schon. So stehen die da und rühren sich nicht. Komisch ist das schon, so gehe ich zu denen hin und höre, wie die Hyäne ihr Camp auseinander nimmt. Sehen kann man aber nicht. Ich gehe zurück hole meine Stirnlampe, die Steinschleuder und eine Tasche voll Steine. Immer wenn die Hyäne den Kopf dreht kann man die grünlichen Augen sehen, mehr nicht. Ich feuere ein paar mal, treffe aber nicht. Näher ran als 20 Meter will ich nicht. Ich frage ihn, ob ihm bewusst sei, dass hier auch öfters Löwen durch Camp laufen, in Erinnerung, was der heute Nachmittag
machte. Er schaut verwundert, so nach dem Motto: wilde Tiere in Botswana? Also sind wir doch nicht die Angsthasen, er aber leichtsinnig. Ich gehe wieder zurück zu unserem Feuer. Irgendwann gehen die dann auch zu ihrem Platz. Da kommt plötzlich die Hyäne hinter unserem Auto hervor, wir sitzen mit dem Rücken zum Auto, das Feuer davor und kommt auf uns zu. Ilona springt auf, nein sie flüchtet nicht, sie schnappt sich den Stock, den wir für das Feuer nutzen und schlägt mit dem heftig vor der Hyäne auf den Boden. Die Hyäne wendet sich ab und geht etwas auf Abstand. In der Zwischenzeit habe ich meine Steinschleuder geladen und FEUER, klar wieder daneben, noch ein Versuch.. FEUER.. Treffer. Die Hyäne haut ab. Man was für ein spannender Abend.

22.07.2007

Gleich mit dem Sonnenaufgang haben wir unser Zelt verpackt und starten. Kaum sind wir 2 Minuten unterwegs finden wir 3 Wildhunde ein seltener und schöner Anblick. Wir fahren weiter und können es kaum glauben; über 30 Giraffen haben sich versammelt. Wir steigen aus, klettern auf das Auto und schauen uns das eine halbe Ewigkeit an. Wir entscheiden schon einen Tag früher Moremi zu verlassen. Denn wenn wir morgen früh von Third Bridge starten, um nach Savuti zu kommen, wird das bestimmt nicht so entspannend, als wenn wir heute die halbe Strecke machen und morgen den Rest. So fahren wir südwärts und oh Wunder, wir bleiben nicht stecken. Immer wieder ärgere ich mich über das verlorene Rad, wir besänftigen uns aber damit, dass wir nun viel mehr Freiheit unter dem Fahrzeug haben und daher nicht mehr stecken bleiben. Wir verlassen am South Gate Moremi und halten am Kaziikini Camp an, kaufen Getränke und fahren weiter zur Mankwe Bush Lodge (Campsite) weiter. Am Camp erholen wir uns von den schrecklichen letzen 30 km und kochen eine Kleinigkeit.

23.07.2007

Ganz früh starten wir nach Savuti. Die Strecke bis dahin ist knüppelhart und sehr holperig, wir fahren im Schritttempo, sonst würde das Auto wohl ganz zu Schrott werden. Wie geplant, kommen wir gegen Mittag in Savuti an. Auf dem Weg konnten wir einige Elefanten und sogar eine Löwin sehen. Savuti soll ja berühmt für die Löwen sein, mal sehen was uns heute Nachmittag, nach dem Essen, erwartet. Den ganzen Nachmittag fahren wir rum und suchen nach Tieren, abgesehen von den beiden Elefanten haben wir nichts gesehen, absolut nichts, wir sind beide richtig sauer, so hatten wir uns das niemals vorgestellt. Wir beschließen, dass, wenn wir in Ihah auch keine Tiere sehen werden, kann uns Botswana kreuzweise und wir verlassen das Land.

Teil III

24.07.2007

Direkt mit dem Sonnenaufgang sind wir gleich los. Einen Schakal sehen wir, mehr nicht, was für ein Mist, wir fahren sofort weiter hoch nach Ihaha. Bisher dachten wir, das was Botswanas Sand schlimmstenfalls
bieten kann, hätten wir schon erlebt und einmal umgegraben, Aber nein, fürchterliche 60 km, sehr sehr sandig und holperig. Aber dennoch, wir kommen durch, vor einigen Tagen noch wäre es für uns unmöglich gewesen, so etwas zu bewältigen, wenn es nur halb so schlimm gewesen wäre, dem
verlorenem Rad und das nun funktionierende Feststellen der vorderen Räder sei dank. Immer wieder bleiben wir zwar stecken aber fluchs stellen wir die Räder fest fahren ein paar Meter und lösen sie wieder es funktioniert, Wir kommen sogar 2h schneller durch als allgemein angenommen wird. Wir fahren durch einen Kontrollpunkt und sind im Chobegebiet. Es geht steil nach unten, wir fahren um eine Kurve und da
war es dann, Endlich, nach so vielen Mühen entdecken wir endlich unser Afrika. Wir steigen aus und sehen hunderte von Zebras, endlich, endlich endlich. Wir fahren näher rann, steigen aus und bleiben eine Stunde da und beobachten die schönen. Wir verlassen den Bereich in Richtung Ihaha, sehen aber wieder keine Tiere. Gegen Mittag sind wir am Camp und bekommen unseren Platz zugewiesen. Wir fahren dahin, da waren aber schon welche, sie deuteten an, dass sie gerade beim Abbauen seien, ok, wir machen unseren Game Drive. Auf einmal sind sie da, irgendwie könnte man sich ja auch nach unseren bisherigen Erfahrungen wundern, aber tatsächlich da waren Tiere. Unglaublich viele Elefanten können wir sehen. Wir fahren zu einer etwas erhöhten Stelle, machen das Auto aus, klettern auf das Dach und genießen. Die Sonne steht schon tief, das Licht ist ganz besonders schön und wir schätzen, dass das EINTAUSEND Elefanten sind, von ganz groß bis ganz klein. In dem fernen Dunst zeigen sich auch Giraffen. Alle Mühen, aller Ärger, der ganze Dreck und die Erschöpfungen, sind vergessen, es hat sich gelohnt das alles durchgemacht zu haben, wenn man das erleben kann. Wir fahren zurück zum Camp, es ist 17 Uhr und da stehen  Zelte auf unserem Platz. Ich vermute wem die gehören, denn es sind dort viele gleiche Zelte und am Eingang stehen viele zusammen. Die tun aber ganz doof. Diejenige, die die Plätze zuwies ist nicht zu finden, ich gehe zu den Unterkünften von den Mitarbeitern und finde sie, sie macht sich da keinen Kopf und gibt uns einen anderen Platz. Was für ein Glück der ist 1000x besser. Das Zelt wird aufgebaut und ich gehe duschen, es scheint so, als wenn wir beide nun die einzigen hier im Camp sind. Ich versuche nun so, ein wenig sauberer zu werden, da stürmt plötzlich Ilona rein, in die Herrendusche. Sie will mich warnen, Wovor, denke ich,
dass ich Dreck verliere, nein es gehen gerade so ca. 20 Elefanten um das Duschgebäude herum. Sie meint, wenn ich einfach so raus gekommen wäre, wäre ich denen direkt in die Rüssel gelaufen. Dabei musste sie selber in 10m Abstand an denen vorbeigehen. Inzwischen ist es dunkel geworden, der Sternenhimmel ist
nirgends so schön wie in Afrika. Ab und zu leuchte ich mit der Lampe das Wasser ab, um zu sehen, dass alles in Ordnung ist. Da kommen doch plötzlich 2 grüne Augenpaare auf uns zu. Wir haben keine Ahnung was das ist, die sind aber zielstrebig, wir klettern in unser Zelt und warten. Das Feuer geht aus, wir bleiben im Zelt. Was das wohl war, keine Ahnung, es ist zu dunkel.

25.07.2007

Diesen morgen lassen wir es mal langsam angehen und fahren mehr durch das Hinterland, Tiere finden wir aber wieder keine. Zurück am Chobe stecken wir plötzlich im Tiefsand fest. Inzwischen ist das ja kein
Problem mehr, aber, aber jetzt steht da in 10m Entfernung eine Eli, wir müssen aber raus und die Räder feststellen. Langsam öffnen wir die Türen, gehen vorsichtig nach vorne, stellen um und schleichen uns zurück ins Auto. Puh hat geklappt, wir sind weg. Abends sitzen wir wieder am Lagerfeuer, diesmal ist es aber selbst gesammeltes Brennholz.

26.07.2007

Heute müssen wir Ihaha verlassen, schade, hier ist es schön. Wir werden nach Kasane fahren und Verpflegung einkaufen. Am Gate werde ich einfach mal blöd fragen, ob wir nicht noch 2 Tage länger hier bleiben könnten. Direkt am Gate treffe ich jemanden wieder. Es ist jemand, den wir in Third Bridge trafen, er half mir mit einem Wagenheber. Auch er wollte verlängern. Er kommt aus Namibia und fährt seine Kunden durch Botswana. Er hat schon einen Tag Verlängerung bekommen. Ich sollte nichts bekommen. Da meinte unser neuer Freund, wir können bei ihm mit auf dem Platz stehen und schon bekam ich für 2 Tage eine Zulassung. OK, das hat geklappt, dann weiter zum Einkaufen. Wir werden Geld brauchen,
blöderweise ist der ATM defekt, wir bekommen nichts. Wir rechnen: ca 1000 Pula brauchen wir für Gebühren, wenn wir USDollar und Rand tauschen, könnte das was werden, wird aber knapp. Wir beschließen nichts zu machen und werden morgen schauen, ob der ATM wieder geht. Wieder zurück am
Chobe bleiben wir an einer übersichtlichen Stelle stehen, steigen aus und beobachten die vielleicht 150 Elefanten, wie sie so ziehen. Wir stehen mit dem Rücken am Auto gelehnt, trinken kühles Castle und sind
einfach nur da am richtigsten Ort der Erde. Schon strömen 50 Elefanten rechts von uns aus dem Gebüsch, keine 100 Meter entfernt, sie strömen den anderen hinterher und noch einmal ziehen 100 hinterher, einfach toll, Ilona schaut mal zur anderen Seite, und sieht auch da strömen sie nun, aber viel dichter, vielleicht 25 Meter entfernt. Wir sind mitten drin, umströmt von 100en von Elefanten. Wieder zurück im Camp suchen wir uns irgendwo abseits einen Stelle für unser Zelt und bauen es auf. Da wir wegen dem Kerl aus Namibia hier sein durften gehe ich zu ihm rüber, um mich nocheinmal zu bedanken. Ich bleibe eine Zeit dort und wir quatschen uns fest, es ist inzwischen stockdunkel und ich habe keine Lampe dabei. Jetzt wird es interessant. Ich gehe ohne Licht mind. 500 Meter bis zu unserem Zelt. Ich gehe zügig. Ilona hat zum Glück das Feuer angemacht, so finde ich sie einfach.

27.07.2007

Der ATM funktioniert; darüber freuen sich aber auch andere, so dass wir in einer endlosen Schlange anstehen. Es dauert mehr als eine Stunde, bis wieder bares in der Hand haben. Wir kaufen ein und bereiten uns auf dem morgigen Tag vor, indem wir einfach nichts machen. Wir sitzen schon zeitig vor unserem Zelt, lesen und schauen der Sonne beim Untergehen zu. So ganz beiläufig kommen an unserem Platz viele Elefanten lang gelaufen. Einer und noch einer und noch einer, immer mehr kommen, stören sich nicht an uns und ziehen weiter.

28.07.2007

Den Sonnenaufgang sehen wir, während wir schon fahren. Es geht heute nach Linyanti. Dabei müssen wir einiges wieder fahren, was so schlimm hier rauf war, es klappt aber erstaunlich gut. Es sind nur 15km bis zum Ziel und der Weg beginnt schlechter zu werden. Noch 10 km und es wird noch schlechter. Noch 5km und es ist ganz mies. Wir schaffen es aber, es ist zwar oft sehr knapp, aber wir kommen durch. In Linyanti ist es plötzlich ganz anders, es ist locker bewaldet. Wir kommen an unserem Platz an und da stehen Schweizer. Wir fahren zunächst weiter und sammeln Holz ein. Was sollen wir nun machen, die stehen da schon seit gestern, nirgends ist jemand anderes. Sollen wir uns auch auf einen anderen Platz stellen und dann kommt da der richtige und vertreibt uns. Wir stellen uns auf einen anderen Platz, bauen aber noch nichts auf.. Die Zeit vergeht, es ist nun 17 Uhr, wir beschlagnahmen nun den Platz und richten uns ein. Kaum ist alles fertig hören wir Äste in de Nähe knicken. Sehen können wir nichts. Wir lesen, da wieder ein Geräusch, schon etwas näher, was ist das? Ein Elefant?. Ich klettere auf das Dach, sehe aber nichts. Ilona meint in ca. 60m Entfernung hätte sich ein Baum ca, 1 Sekunde eher bewegt, als der Wind den Rest bewegt hatte. Ich sehe immer noch nichts. Doch da sehe ich es auch. Das muss ein Elefant sein. Wir lesen weiter,
hören unseren Freund aber in der Nähe, er scheint näher zu kommen. Die Bücher legen wir beiseite, als er nur noch 2 Buschreihen von uns entfernt ist. Ich mache den Fotoapparat klar. Jetzt hat der die
vorletzte Buschreihe durchbrochen, wir stellen uns so, dass er uns im Wind riechen sollte und es klappt auch, er hebt den Rüssel und schnuppert in unsere Richtung. Jetzt gehen wir davon aus, das wir ihn nicht mehr erschrecken werden. Inzwischen ist er am letzen Busch,  der zwischen unserem Auto und ihm ist, er zupft seelenruhig Blätter. Langsam schleiche ich mich ums Auto und mache ein paar Fotos, jetzt ist schon
kein Busch mehr zwischen ihm und uns. Der Eli vor unserem Auto an der Seite des Motors, wir hinter dem Auto am Heck. Der Eli geht langsam weiter, längs unserem Auto, der Abstand beträgt 10 Meter. Wir wissen, dass er weiß, dass wir hier sind und bleiben hinter dem Auto stehen. Er geht langsam weiter ist dann auch schon neben dem Auto, jetzt ist nichts mehr zwischen ihm und uns, wir stehen direkt vor ihm. wir bewegen uns nicht, nicht das er meint hinter uns herlaufen zu müssen, hatten wir schon mal mit dem Auto erlebt, als wir flüchten wollten. Also Spannung auf allerhöchstem Niveau. Er macht einen weiteren Schritt, wir wagen es nicht nur ein Körperteil zu bewegen. Und dann geschieht es. Er dreht sich zu uns um, macht eine riesen Schritt. Die Ohren richtet er weit auf, den Rüssel erhebt er und wackelt wild mit dem Kopf. Wir bewegen uns nicht, wir atmen nicht, wir schlagen nicht mit dem Augenlidern. Er geht nicht weiter. Wir schauen uns an, Auge in Auge. Wie Männer, die sich einschüchtern wollen, wer als erstes wegschaut hat verloren. Die Sekunden dehnen sich. Eine halbe Minute ist schon vergangen, seine
orangenen Augen ganz auf uns gerichtet. Nichts geschieht, die Welt ist eingefroren, niemand macht irgend etwas, dann doch da, er entspannt sich langsam dreht sich ab, und geht einen Schritt fort, schaut noch mal und geht gemütlich weiter. Uahhhh, man was war denn das, dichter kann es wohl kaum werden. Darauf ein Castle.. Der Sonnenuntergang ist traumhaft und die Hippos lachen um die Wette, die sind auch nur 30 Meter weg von hier. Wir gehen schlafen, es ist aber zu laut, die Hippos wollen keine Ruhe geben. Irgendwann schlafen wir aber dann wohl doch ein. Der leichte Schlaf läßt mich bei dem Löwengebrüll erwachen, aha, gibt es sie also doch, ich frage: “hast du gehört?” Auch Ilona ist wach. Es wird wieder ruhig und dann hören wir etwas so dicht neben uns einatmen. Schritte hatten wir nicht gehört. Ein Elefant steht direkt neben unserem Zelt. Wir schlafen wieder ein.

29.07.2007

Alles packen wir ganz zügig zusammen. Wir werden gleich eine kleine Pirschfahrt machen, entdecken Löwenspuren von denen, die letzte Nacht durchs Camp zogen und fahren hinterher, entdecken sie aber nicht. Wir treffen den Ranger und er meint, wenn wir Löwen sehen wollen, sollten wir besser nach Savuti runter fahren. Ja, das werden wir auch machen, egal auch wenn wir hier noch eine 2. Nacht hätten bleiben können, irgendwie werden wir da unten schon was finden. Es sind 2 Strecken nach da unten möglich. Einmal die, die wir hier hochfuhren, sie war uns so holperig, dass wir uns für der andere entscheiden, die soll zwar sandiger sein, ist aber auch nur halb so lang und inzwischen kommen wir ja ein wenig besser mit dem Auto klar. Für die ca. 35 km soll man ganz schön lange brauchen. Ich schaue also auf den Tacho und freue mich, wie super gut wir da runter kommen. 35 km in 6 h, so’nen quatsch. Wir haben schon 20 km hinter uns und erst 90min gebraucht. Alles läuft gut, der Urlaub hat eine tolle Wendung genommen, denke ich, fahre um die Biegung, es geht berg ab, dann wieder hoch aber sehr sehr sandig. Vollbremsung. Ja nicht unüberlegt da rein fahren, Allrad (Klackergang) ist aus. Der Weg teilt sich- links kurviger, der Sand aber grauer, rechts geht es gerade weiter, dafür ist der Sand sehr hell. Ja man mag es kaum glauben nach 2 Wochen haben wir es gelernt den Sand lesen zu können, in seinen feinen Farbnuancen stecken viele Hinweise. Ilona meint links werden wir den Schwung verlieren, lieber rechts fahren, dafür ist es da aber eben heller, also riskanter. Ok, ich sehe keinen Vorteil für die eine oder andere Variante, Ilona meint gerade, so machen wir es, das eine ist so gut oder schlecht wie das andere. So, Klappergang rein, 50 Meter
zurück setzen und mit Schwung dahin. 30 Meter schaffen wir, dann stecken wir fest. Schaufel raus und los. Wir haben gelernt, was man wie weit freischaufeln muss und was man sich sparen kann, nach 25 Minuten fahren wir weiter, aber leider nur vielleicht 10 Meter. Das Spiel wieder holt sich. Wieder kommen wir nur einige Meter weiter. Ilona schiebt hinten mit aller Kraft und wir stecken wieder fest. Wir buddeln wieder, jetzt fährt Ilona und ich schiebe. diesmal hat es für 10 Meter gereicht. Unsere Kräfte sind schon lange geschwunden, aber wir müssen ja irgend wie weiter. Eine kleine Pause bringt uns ein wenig Kraft und wir fahren, wir fahren tatsächlich, allerdings dreht der Motor bei 4000 Umdrehungen und wir fahren langsamer als Schritttempo, bis wir nach 100 Meter wieder stecken bleiben. Man heute will es uns das Land aber mal wieder so richtig zeigen. Ich buddel so unter dem Auto, da sehe ich, dass an der Hinterachse etwas tropft. Nicht tropf. . . . . . . . . .tropf. . . . . .. . . .tropf. . . . . . . . . .tropf. . . . . . . . . . sondern tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf, es riecht nach Benzin. Tja 50 Liter haben wir noch hinten drin und es sind max 13km bis Savuti, sollte klappen. Das Auto ist wieder frei, wir schaffen 30 Meter uns stecken wieder fest. Was sollen wir machen, wir sehen keine Chance als das weiter zu machen, was wir die ganze Zeit machen, buddeln, fahren, buddeln auch wenn es 2 Tage dauert. Wir haben 30 Liter
Trinkwasser, 10 Liter Brauchwasser und eine unbekannte Menge Wasser im Tank des Autos, wir können Wasser aufbereiten. Wir könnten hier also Tage verbringen und kämen klar. Also buddeln wir, fahren etwas und buddeln wieder.  Jetzt tropft auch noch vorne an der Achse etwas runter, es sieht nach einem Öl aus. Oh je. Nach dem 9. Mal buddeln hören wir ein Auto, es kommt von vorne. Wir grinsen, wir können nicht die Spur verlassen, dass muss der dann schon irgend wie machen. Wir können bestimmt 300 Meter weit sehen, das Auto kommt immer näher, sehen können wir es aber nicht. Plötzlich so ca. 30 Meter neben uns im Busch hält ein Ranger an, er hat Touris dabei. Dort scheint eine brauchbare alternative Strecke zu sein, Sehen konnten wir sie nicht. Er steigt aus und kommt. Das was er dann sagt kann einen zum Weinen bringen. Er sagt tatsächlich, dass wir hier wieder zurück müssten, die ganze Strecke sei so wie hier, dass würden wir niemals schaffen. Wen wunderst es dann, dass man gewillt ist zu sabbern und im Kreis zu hüpfen. Und tatsächlich es war kein Scherz, ich lege den Rückwärtsgang ein, Ilona und er schieben. Der
Motor heult bei Vollgas, es geht nur zentimeterweise voran. Von den Gästen aus seinem Auto spring ein Mann ab und hilft später auch noch eine Frau. Nach ca. 20 Minuten sind wir an einer Stelle, wo ich
versuchen kann, den Weg zu verlassen um auf die Alternative zu gelangen. Ja es geht, ich konnte vom Weg runter, bin aber noch nicht auf dem neuen drauf. Die anderen fahren weiter. Ich fahre in die Spur und da ist ein anderes Klackern, es ist eher ein Klickern, ein schnelles Klickern. Jetzt stehen wir in der Spur und da neigt sich ein halber Baum quer über die Fahrbahn. Ich hole die Säge raus, war Ilonas Idee, eine mit zu
nehmen, und fälle quasi den halben Baum. Es geht nur noch im Schritttempo weiter, die Büsche zerkratzen das ganze Auto. Immer wieder müssen wir Äste absägen oder einfach durch Büsche hindurch fahren.
Nachdem nun so eine Stunde vergangen ist, will ich Ilona sagen, wie weit es wohl noch sein wird. Ich kann es kaum glauben, sollten wir so langsam vorangekommen sein, nicht einmal einen Kilometer. Ich sage ihr, dass wir ziemlich langsam voran kommen und sie meint, wir würden eigentlich gar nicht voran kommen,
den die Geschwindigkeit steht immer auf Null, Jetzt ist dann auch klar, warum wir immer dass schnelle
Klicken haben. Da ist wieder was Kaputt gegangen. Eine weiter Stunde später kommen wir ganz langsam in Savuti an, immer nur Schritttempo. Wir halten bei den Duschen und waschen uns. Den Dreck werden wir in 10 Jahren nicht abbekommen haben. Es tut aber gut. Für das Zeltaufbauen ist es noch zu früh, wir fahren ein wenig nach Süden. Dort ist das Gelände ein wenig offener, vieleicht haben wir ja Glück und finden eine Cheetah. Das Geklapper und Geklicke läßt uns nicht in Ruhe. Es macht kein Spaß hier rum zu fahren. Wir fahren wieder zurück, selbst der Löwe duckt sich weg und wir sehen ihn so nur ein Sekunde und weg ist er. Wieder oben in Savuti bauen wir das Zelt auf und überlegen, was wir am Geschicktesten
machen können. Das Auto ist Schrott, es klackert und klickert, vorne tropft Öl, hinten Benzin. Zu unserem Glück haben wir aber schon für die nächsten 3 Tage den Eintritt bezahlt, so dass das Geld auch noch weg
ist, wenn wir zurück nach Maun fahren. Wir wollten noch einen Tag hier und einen am Kwai oder bei Third Bridge verbringen. Für uns stellt sich nun nur die Frage, fahren wir jetzt schon nach Süden und campen irgendwo wild oder starten wir morgen ganz früh. Ich will nicht mehr fahren, obwohl es Sinn gemacht hätte, ich kann aber nicht mehr.

Teil IV

30.07.2007

Langsam fahren wir. Wir fahren 30 Minuten und bleiben 5 Minuten stehen, da wo vorne das Öl tropft wird es immer ganz schnell heiß. Wir haben was komisches festgestellt. Morgens macht es nicht mehr Klack, erst so nach einer halben Stunde, komisch. Wenn ich ein paar Meter rückwärts fahre und dann wieder vorwärts ist das Klick so lange weg, bis ich schalte oder das Auto ein wenig rüttelt. Immer dann, wenn wir eine lange gerade Strecke sehen, fahre ich nun ein paar Meter Rückwärts und fahre dann im 3. Gang an und wir haben mal eine Minute kein klicken mehr. Nachmittags kommen wir dann irgendwie in Maun an. Die Werkstatt hat zu. Wir bauen unser Zelt auf und setzten uns hier an eine Bar. Solange ohne Zivilisation war schön, hier sind wieder so viele laute Menschen. Wir ziehen uns zurück und kochen wie im Luxus Krabben und andere Meeresfrüchte, lecker. Wir denken über unsere Zukunft nach. Vor einem halben Jahr hatten wir beschlossen, dass wir uns in Deutschland ein Auto fertig machen wollen, um damit durch Afrika zu reisen, aber jetzt, jetzt wäre es auch reizvoll, einfach mal 2-3 Monate durch SO- Asien zu reisen.

31.07.2007

Um 07:30 stehen wir bei Toyota. Ich erkläre was los ist, ein Mechaniker will sich das mal ansehen. Erst baut er unterm Auto rum, dass Klicken bleibt, er baut das Cockpit auseinander und wieder zusammen, das Klicken bleibt. Er zeigt mit mir ein abgenutztes Ritzel. Er sprach mit jemand anderem, der dann mit mir. Er wollte wissen wo wir nun hin wollten. Ich meinte wir fahren nun langsam wieder runter nach Südafrika. Gut, denn wir sollten auf keinen Fall mehr ins Gelände fahren, da sei was am Getriebe kaputt, ich solle langsam fahren. Hä? Nun der andere bastelt alles unterm Auto wieder zusammen. Ich fahre los, muss wohl nichts bezahlen. Egal. Wir fahren weiter und bemerken, dass das Geklicker weg ist. Er hatte nichts gemacht und dennoch ist das Geklicker weg. Die Geschwindigkeit kontrollieren wir per GPS, ist eh genauer und fahren zu einem Reifenhändler, wir müssen ja noch für Ersatz des Ersatzreifens sorgen. Es ist gar nicht so leicht, das alles zu erklären. Dabei kommt raus, dass er mir einen Reifen geben kann, eine Felge habe er aber nicht. Ach komm, meine ich, da lässt sich doch bestimmt irgendwas machen. Ok, meint er, komm in 1h Stunde wieder, ich kenne jemanden, der kann das besorgen, kostet 700 Pula. Egal ob teuer oder billig, ich bin froh. Nach einer Stunde sind wir wieder zurück, ich sehe den Typen nicht, gehe ins Office und frage nach, ob eine Felge nun da sei, nein, heißt es, sie hätten keine. Na toll, dann hätten wir also einfach vor
einer Stunde schon weiter fahren können. Ich gehe das Gelände ab und finde den Typ und er hat meine Felge. Ich soll mir nun ganz offiziell den Reifen kaufen (P 490), den Rest macht er dann. So kommt es auch, eine halbe Stunde später habe ich den Reifen komplett. Er nimmt mich zu Seite, ich zahle, es soll keiner sehen. So weit so gut, Jetzt müssen wir nur noch die Befestigung besorgen und alles ist wieder gut. Wir fahren weiter, heute wollen wir noch bis Francistown kommen. Dort angekommen, fahren wir gleich nach Toyota. Ich erkläre was Sache ist, wir sollen morgen wieder kommen. Wir fahren einkaufen und dann suchen wir eine Campsite. Wir finden eine tolle, bauen alles auf und kochen weltmeisterlich. Es gibt Impalasteaks in verschiedenen Varianten, einfach lecker.

01.08.2007

Bei Toyota kommen wir als 2. dran und um 09:15 ist der Reifen wieder drunter, das ganze hat hier P260 gekostet. So hat alles zusammen knapp 1500 Pula gekostet. Ich dachte wir hätten deutlich mehr zahlen müssen. Freude kommt auf. Wir fahren weiter Richtung Grenze. In Palpaye wollen wir noch Pula ausgeben, da sie nicht ausgeführt werden dürfen. Ilona bleibt im Auto, ich gehe shoppen. Leider kann ich kaum was finden, aber die geliebten Gewürze sind da. Ich komme zurück und verstaue alles, da sagt Ilona, dass sie mir eine Geschichte erzählen muss. Klar, leg los, Wir wären gerade beinahe ausgeraubt worden. Mir fällt die Farbe aus dem Gesicht. Ilona erzählt ausführlich. Da ging so ein Typ ums Auto herum, er wollte Stöcke verkaufen. Später kam einer der klopfte an Ilonas Scheibe und zeigte hinten links ans Auto. So freundlich wie er ist, möchte er Ilona auf etwas Aufmerksam machen, Ilona öffnet die Tür, will aussteigen, sie ist schon halb draußen, da bekommt sie mit, wie hinten rechts jemand die Tür leise öffnet. Sie fährt rum, sieht, die schwarzen Hände am roten Rucksack. Sie brüllt los und schlägt auf dessen Hände ein, der flüchtet ohne Rucksack. Der rote Rucksack ist der, der unsere Sachen beinhaltet Ticket, Pässe, einfach alles. Boah, das hat sie super hinbekommen. Nach den vielen Tagen abseits von Menschen haben wir uns noch nicht auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen engestellt. Wir schaffen es über die Grenze und fahren noch bis nach Tzanenen. Es ist dunkel und wir suchen nach einem Zeltplatz. Wir finden was für Backpacker, stellen uns in eine Ecke. Es dauert nicht lange und wir schlafen.

02.08.2007

Um 5 Uhr beginnen wir unser Zelt abzubauen. Es ist noch stockdunkel und wir sind unterwegs, unterwegs nach Phalaborwa. Um 7 Uhr sind wir am Gate. Wir werden nur als Tagesbesucher eingelassen, da alle
Campingplätze belegt sind. Unser Weg führt uns direkt nach Satara, Hier fragen wir erneut und bekommen für eine Nacht eine Bleibe. So können wir nun beruhigt auf Game Drive gehen. Es dauert nicht lange, da können wir 2 Leoparden sehen, wow, so dicht. Nach einer Stunde fahren wir weiter und bleiben an einem einsamen Wasserloch stehen und beginnen wieder zu lesen. die Zeit vergeht und eine Cheetah kommt auf uns zu. Toll. Tiere.

03.08.2007

Wir müssen weiter und glauben, dass wenn wir zu der Tourihochburg Skukuzza (würg) fahren, evtl. da etwas frei ist. Tatsächlich es ist etwas frei, wieder haben wir einen Tag gerettet und fahren wieder auf Pirsch. An einer Straße stehen 2 Autos. Wir halten an und fragen, was die sehen. 3 Löwen und 3 Babys. Erst sehen wir sie nicht, dann schlecht. Ich schaue in den Spiegel, lege den Rückwärtsgang ein und gebe Vollgas. Alle hatten sich auf die Löwen konzentriert und 100 Meter hinter uns ging ein Löwenmännchen über die Straße, wir kamen ganz dicht dabei und warteten ob er sich erneut zeigt. Die Position ist gut, denn die anderen 6 kamen auch näher.

04.08.2007

Mit der Hoffnung in Lower Sabie  evtl. noch was zu bekommen fahren wir dahin, bekommen aber nichts, der Park ist voll. Wir fahren zurück nach Skukuzza und machen unser Auto abreiseklar. Gegen 16:30 möchte ich gerne in Nelspurit sein, denn dort möchte ich nicht hören, dass alles voll ist. In der Nähe spielt eine Mutter mit ihrem Kind Fußball. Wir machen sauber und Ilona meint, die haben ja ein Deutsches Nummernschild. Ich gehe einfach hin und frage, ob ich 5 min stören dürfte und wir unterhielten uns dann lange. Die drei fahren 1 Jahr durch Afrika. Mich interessiert, wie die das mit dem Auto machen und gemacht haben, da wir so etwas ja auch einmal machen möchten. Total interessant ( Am Ende des Berichtes ist der Link auf deren Seite ) Er erklärt mir nun auch wie das mit so einem Auto funktioniert. Dabei stellt sich dann heraus, dass die damals bei der Fahrzeugübergabe Blödsinn erzählt haben. Das Festmachen der vorderen Räder macht man nicht, wenn nichts mehr geht, sondern sofort, wenn man ins Gelände kommt. Dass ist keine Diff-Sperre, sondern bewirkt erst den tatsächlichen Allradbetrieb. Das erfahren wir genau 1 Tag vor Abflug. Wahrscheinlich hätten wir uns so manche Stunden im Sand ersparen können. Sie geben uns noch ein Paket mit, welches wir in Deutschland verschicken sollen, keine Angst, keine Drogen, Diafilme. Wir starten nach Nelspurit. Unten geht es beim Malelane durchs Gate und wir
fahren ganz entspannt bis nach Nelspurit. Dort bekommen wir das allerletzte Zimmer. Beim Ausfüllen des Formulars kamen welche, die waren zu spät dran, also 5 min später und wir hätten nichts bekommen.
Wir packen alles aus, duschen und fahren in ein Mall, dort essen wir ganz lecker fahren zurück, das war es schon fast.

05.08.2007

Abflugtag. Wir lassen uns Zeit und fahren gemütlich Richtung Johannesburg. Unterwegs wollen wir das Auto waschen lassen. Wir müssen das zwar nicht, aber ich hoffe, dass dadurch nicht so viele Kratzer zu
sehen sind. Leider bringt es nicht viel. Wir überlegen uns schon was wir bei der Abgabe machen. Die meisten Kratzer schieben wir auf das Auto, bzw. darauf, dass uns das alles falsch erklärt wurde. Auf Stress haben wir mit denen keine Lust. Wegen der Kiste haben wir Botswana 3 Tage früher verlassen. Wir kommen an, erklären so was alles los ist und verschweigen auch einiges. Es wird nicht nach Kratzern gesucht. Entweder wird noch ein dickes Ende kommen oder die sind sehr kulant. Was geschehen wird, kommt in den Anhang des Berichts. Sofort werden wir zum Flughafen gebracht. Unser Gepäck können wir sogar 1h früher als erwartet abgeben und schlendern rum. Wir langweilen uns und denken uns was aus. Wenn wir wieder in Deutschland sind werden wir schlafen gehen und müssen dann gleich wieder arbeiten. Ilonas Freundin ist auch eine Arbeitskollegin. Wir schreiben ihr eine SMS: Wir stecken hier fest, wir werden es mit dem Flieger nicht rechtzeitig schaffen, werde mich wieder melden- Antwort: Du willst mich auf dem Arm nehmen- Antwort: Es wird langsam dunkel, wir werden versuchen uns zu einem Ranger durch zu schlagen, draußen bewegt sich was. Ich werde mich melden, wenn wir es schaffen sollten- Es war himmlisch, wir haben uns auf dem Boden vor lachen gerollt und sie hat es uns geglaubt, wollte gar über Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um uns zu helfen. Wir lösten das aber rechtzeitig wieder auf. Dann konnten wir endlich die Maschine betreten. Wir waren mit die ersten im Flieger und ich schäkerte mit einer Flugbegleiterin ein wenig, etwas Smaltalk eben. Die Maschine füllt sich, schräg vor uns 2 kleine Schreihälse. Die Flugbegleiterin kommt zu uns. Sie hat ein Problem mit den verschiedenen Sitzpositionen, ob es uns was ausmachen würde, wenn wir wo anders sitzen würden, ne, macht es nicht, sie freut ich. Wir sitzen nun weit weg von den kleinen Kindern und halten Champagner in der Hand, den bekamen wir als Dankeschön. Die 8 Stunden Flug vergehen viel zu schnell. In Dubai schaffen wir auch noch den Aufenthalt und kommen zum Gate, geben das Ticket ab, bekommen unsere Boardkarte aber nicht wieder. Was stimmt da wohl nicht. Es wird etwas draufgekritzelt, wir bekommen sie. Ach ja, ok, wir sitzen wieder wo anders. Die Frau meinte nur Businessclass. Wir schauen uns an, warum nicht. Da sitzen wir hier, wieder mit Champagner in der Hand und können es kaum glauben, der Platz ist Phänomenal. Eine Flugbegleiterin läßt uns spüren, dass wir nur upgrades sind, dafür finden andere es ausgesprochen witzig, denn wir zeigen, dass wir uns freuen, hier zu sein. Das Essen während des Fluges, einfach unglaublich, gerne würde ich den Piloten bitten, einen 5-stündigen Umweg zu fliegen. Irgendwann ist aber auch der Flug vorbei und wir landen in Deutschland. Sogar unser Gepäck kommt nicht wie gewohnt als letztes. Leider fehlt aus einem Rucksack etwas, wir wissen aber nicht was. Wir fahren mit dem Auto nach Hause. Mist jetzt weiß ich was fehlt, meine Tüte Chipse. 4 Jahre lang habe ich die in Südafrika suchen müssen, bis ich sie wieder hatte und die sind nun weg, leider auch Gewürze aus Thailand. Na ja, Pech gehabt, den Verlust rechne ich gerne bei diesem Rückflug dagegen und mache einen guten Schnitt.

Tja, das wars……und in 53 Tagen sind wir in Indien, mal sehen was uns da erwartet

 
 

Thailand Apr ‘06

30 Apr


7. Apr 2006 – 22. Apr 2006

07.04.2006

Heute geht es zum ersten Mal nach Thailand. Im Vorfeld war es uns immer ein wenig unangenehm gewesen, wenn uns jemand nach unserem Reiseziel fragte, denn häufig denkt man bei Thailand an den südlichen Teil mit den bekannten Stellen wie Phuket und Ko Samui und so. Ein graus wäre es gewesen, wenn jemand auf die Idee käme, wir würden zu den Strandliegern gehören, die gerne von morgens 8 bis abends rum liegen und vielleicht sogar noch all inc. haben.

Wir fliegen von DUS direkt nach BKK mit einer deutschen Fluggesellschaft. Die nutzten wir in der Vergangenheit schon einige male und schworen uns, mit denen nie wieder zu fliegen, leider bekamen wir kein anderes Ticket. Wie schon erwartet ist alles mehr als eng, das Essen durchschnittlich mies und zu meinem entsetzen müssen wir gar für ein Döschen Bier gaaanz Tief in die Tasche greifen. Das gepriesene Unterhaltungsprogramm ist auch nichts, bei knapp 11 h Flugzeit kommen nur 2 Filme auf einem
entfernten Monitor, zuhören kostet wieder extra, taugt also auch nichts.

08.04.2006

Pünktlich kommen wir in BKK an und auch zügig aus dem Flughafen heraus. Klar überall wird einem ein Taxi angeboten, da wir uns aber hier mit den Geflogenheiten nicht auskennen, gehen wir draußen zu dem
offiziellen Taxistand. Hier funktioniert das dann folgendermaßen. Man stellt sich an einem kleinen Häuschen hinter den Wartenden an, wenn man dann dran ist gibt man sein Fahrziel an. Diese Info wird dem nächsten Taxifahrer gegeben. Wir müssen 350 Baht für eine Fahrt in die Stadt bezahlen. Der Taxifahrer liefert uns an unserem Hotel ab, dem New Siam II Guesthouse 16:37 Uhr: Wie liegen vollgefuttert auf unserem Bett und schwitzen. Das Essen war fantastisch. Ilona hatte wieder ihren Squid und ich Shrimps und natürlich einheimisches Bier, Chang.

Nach einer kleinen Pause gehen wir wieder raus und schlendern einfach nur rum um die neuen Geräusche, Gerüche und Bilder aufzunehmen.

09.04.2006

Der Jetlag hatt uns voll erwischt, erst gegen 09:30 kommen wir aus dem Bett . Unser Plan heute soll der Königspalast sein. Also ziehen wir mit gepackten Rucksack los. An einer Kreuzung, die wir überqueren wollen ist uns jemand behilflich (Mistkerl), ein Schlepper, später würden wir diese Masche kennen, jetzt aber ist sie uns unbekannt. Er meint der Königspalast sei noch nicht geöffnet und fragt, was wir denn hier alles so machen wollen .. kurzes Gespräch… Wir sollten auf gar keinen Fall irgendwo unsere Ausflüge buchen, sondern nur bei TAT, die seien unter staatlicher Kontrolle, da würde man nicht über das Ohr
gehauen werden. Nun wir hofften schon, dass man sein nächstes Ziel so wie auch schon von Vietnam her bekannt, buchen kann; scheint also vernünftig. Außerdem könnten wir jetzt noch nicht in den Königspalast, erst am Nachmittag, wenn die Mönche nicht mehr beten. Er würde uns ein TukTuk besorgen,
dass uns für nur 20 Baht ein paar Sehenswürdigkeiten zeigen und uns sogar nach einem TAT bringen würde.

Wir Deppen willigten ein.

Bei TAT kommt dann die Überfalltaktik, alles ist voll, wir müssen uns sofort entscheiden, in einer Stunde würde das nicht mehr gehen usw. usw. Ich will nicht überfallen werden und sage, dass ich mich auf keinem
Fall jetzt entscheiden werde, schon ist die Freundlichkeit der Gleichgültigkeit gewichen. Wir raus, die Fahrt geht weiter. Auf dem Weg zum ersten Tempel meint der Tuk-Tuk-Fahrer, er könne uns auch zu TOP10 bringen, da würde man gerade heute gaaaaanz günstig Anzüge bekommen, sagte aber weiter nichts mehr. Am ersten Tempel angekommen, steht dort jemand, der uns rein begleitet und wir kommen ins Gespräch. Es sei ein ganz großer Zufall, dass wir um diese Zeit hier hinein können, dann normal würden jetzt die Mönche beten, hmm, scheint was dran zu sein. Dann aber fängt auch er von TOP10 an zu reden,
ein Zufall? die Fahrt solle nun zur nächsten Sehenswürdigkeit weiter gehen. Er hält aber vor TOP10 an. Wir gehen rein. Was für ein Witz, nein nicht dass man dort einen Anzug geschneidert bekommt. Nein, ich in einem Anzug. Wir sehen aus wie Straßenräuber, ich erkläre dem gerne Maßnehmenden, dass ich heute schon in meinem besseren Zwirn unterwegs sei, ein Anzug könnte niemals was für mich sein, wir raus.
Das TukTuk fährt um eine Ecke, wir haben keine Orientierung mehr, und hält.

Jetzt fängt er auch noch an zu jammern, er bräuchte Benzingutscheine und würde die nur bekommen, wenn wir bei TAT was buchen würden. Ich werde böse, er soll uns sofort zur nächsten Station fahren, hin und her geht es nun. Wir landen bei TAT. Nun wir wollen es ja eigentlich schon so machen und gehen dann da rein. Wir sind fast mit dem raus gekommen, was wir eh machen wollten. Ob das nun teuer oder billig, gut oder schlecht ist, wir wissen es nicht. Der TukTuk-Fahrer meint er könne uns jetzt auch zum
Königspalast bringen, denn jetzt ist er auch geöffnet. Hmmpf.

Der Palast und seine umgebenden Gebäude sind die Wucht. Es ist unglaublich was dort steht. Beschreiben kann man es wohl nicht angemessen, man muss es sehen.

Zurück wollen wir nichts mit TukTuks machen und gehen. Nach 30min und 2min vor einem 2stündigem Gewitter kommen wir wieder zu unserer Unterkunft.

Nach dem Regen geht noch mal zum Schnabulieren los.

10.04.2006

Um 05:30 Uhr geht der Wecker. Gestern konnten wir unser nächstes Ziel nur so buchen, dass wir entweder 3 Tage später in den Norden kommen würden oder einen Tag früher. Wir entschieden uns lieber auf eine bezahlte Nacht im Hotel zu verzichten.

Erfreulicher weise schreiben die uns die Nacht gut, denn vor dem Abflug nach DUS wollen wir hier eh wieder Station machen. Wie nehmen uns ein Taxi, das bringt uns für 100 Baht zum Bahnhof. Irgendwo haben wir mal gelesen, man solle möglichst nicht 2. Klasse fahren, das machen wir auch nicht, wir sitzen in der 3. Klasse. Knapp 8 Stunden geht es nun Richtung Norden. Wenn man nichts zu trinken oder essen dabei hat, ist das kein Problem, permanent wird einem etwas angeboten. Schwierig wird es nun aber vor dem ersten Zielort. Wann ist er erreicht? Englisch spricht keiner, Aber irgendwie schaffen wir das dann doch. Mit Händen und Füßen finden wir es raus. In Phitsonluk müssen wir zum Busterminal. Nach
unserem Reiseführer müssen wir raus und nach rechts, dann auf einer Hauptstraße nach links. Wir also los, schwer bepackt. Ein Cyclofahrer meint, er würde uns für 50Baht dahin bringen. Wir denken, das sei die sicherere Variante. Unglaublich aber irgendwie hat er es geschafft alles unterzubringen, alles ist eben kein Problem, ist es dann aber doch, mein Rucksack reißt und schleift über den Boden. Riemen kaputt, Loch im

Rucksack. Der arme Kerl quält sich ganz schön, ich denke, er muss über 200kg transportieren. Es war gut, dass wir ihn genommen haben, denn der Weg zu dem Terminal, es ist wo ganz anders, wäre zu lang gewesen. Ich gebe ihm dann 100Baht, er hatte geschufftet, auch wenn mein Rucksack nun nichts mehr taugt. Glücklich über zusätzliche 50 Baht rast er los und hält uns noch einen Bus in letzter Minute auf. So können wir direkt weiterfahren. 1 h Später sind wir in Sukhothai. Dort müssen wir wieder 250 Baht zahlen um nach Alt- Sukhothai zu kommen. Aber nach fast 9 h in der Hitze ist es uns alles egal. In unserer Unterkunft Vitoon Guesthouse machen wir uns kurz frisch. Anschließend gehen wir zur Tempelanlage, gerade rechtzeitig zur untergehenden Sonne. Hier kaufen wir uns ein Mehrtagesticket. Das beinhaltet alle Kosten für den Eintritt (Fahrrad kostet extra) und ist in der Summe günstiger, selbst, wenn man nur an einem Tag alles sehen möchte.

11.04.2006

Nach einer schlechten Nacht stehen wir um 07:00 Uhr auf. Sofort mieten wir uns 2 Räder für zusammen 40Baht und fahren gleich wieder zu der Tempelanlage. Toll. Anschließend fahren wir wieder zurück und nehmen einen kleinen leckeren Snack ein. Dann geht es wieder los um die äußeren Anlagen zu suchen. Die im Norden und Westen sind toll, man muss allerdings reichlich Wasser mitnehmen. der Aufstieg im Osten sollte mit mind. 0,5l pP gemacht werden, damit man sich nicht quält. Auf dem Rückweg suchen wir an der Straße einen kleinen Laden auf und versacken dort fast. Nachdem wir uns 4 Bierchen geteilt hatten geht es wieder weiter. Am Ende haben wir fast alles gesehen. Es ist ein toller Tag gewesen.

Anmerkung

Auch hier trifft man Scheißtouris, die meinen auf den Heiligtümern herumklettern zu müssen, um in der Heimat ein nettes Bild zeigen zu können. Unglaublich. Öfters sahen wir welche auf Buddhas rumkletterten. Als wenn die sich in der Heimat in der Kirche auf den Altar stellen oder am Kreuz hangeln würden. Pfui!

12.04.2006

Heute geht es weiter. Mit dem Bus soll es in ca. 5 h nach Chiang Mai gehen. Wir stehen am Straßenrand und warten auf den Bus, da kommt er, nein, dass kann er nicht sein alt klapprig und rappelvoll, viele stehen schon. Jetzt wollen aber noch 5 mit ihren Rucksäcken rein. Also stehen wir erstmal mehr als eine Stunde bis wir uns irgendwo setzten können. Der Kerl in BKK hat uns die billigsten Tickets besorgt und wohl
immer 5 Mio Prozent drauf geschlagen, denn das Busfahren ist günstig. In Chiang Mai sollten wir abgeholt werden. Ich rufe mit dem Handy an, ich kann nichts verstehen, zu leise. Also meine ich immer nur, dass wir wir sind und am Busterminal warten würden. Irgendwann höre ich dann nach dem 3. Versuch raus, dass wir in 30 min abgeholt werden würden. Nach 1,5h nehmen wir uns dann selber ein Taxi, er will 150 Baht haben, gerne, wir haben kein Bock mehr. Angekommen in der Unterkunft B.M.P. schmeißen wir alles schnell ins Zimmer und suchen erstmal unseren lieb gewonnen Freund Chang. Das kalte Bier ist herrlich. Es ist sogar ein großer Pool vorhanden. Den besuchen wir auch gleich und ich versuche mich auch am
kleinen einfachen Sprungbrett. Erst einige einfache vorsichtige Sprünge zum eingewöhnen sollten es schon sein, bevor der erste Salto kommen würde. Sprung eins, gaaanz vorsichtig, platsch, hat schon nett
gespritzt. Sprung zwei fester, geht kaum, hat aber schon ordentlich gespritzt. Das Brett taugt irgendwie nicht. Sprung drei, aua, platsch, hat super gespritzt, das Brett ist ein Horror, mit extremen Schmerzen
komme ich irgendwie aufs Zimmer. Unmöglich sich irgendwie zu bewegen, liege ich da. Abends sollte es aber zu einem Essen gehen, mist. Bis genau 2 Min vor Abfahrt war klar, das geht nicht, aber die Tabletten beginnen zu wirken, also los. Kantonesisches Essen. Mal wieder eine kack Massenabfertigung. Essen ist kostenlos, aber Chang kostet ein 3-faches. Die Zeit (45 min) reicht kaum um sein Essen zu genießen, dann ist alles wieder vorbei. Nein das lohnt sich nicht, nie wieder.

13.04.2006

Morgens sollte es nach Wat Doi Suthep gehen, Nach einigen Tabletten geht es dann auch irgendwie. Das hat sich gelohnt. In Chiang Mai sind derzeit wg. Songkran viele zu Gast, die alle erst zum Tempel gehen,
entsprechend voll ist es auch. Interessant ist es aber auch, die Massen zu beobachten. Gegen Mittag sind wir wieder zurück. Die Speicherkarte der Kamera ist voll, also müssen wir uns einen Laden suchen, wo wir die Daten brennen können. Nun es ist Songkran und man wird mit Wasser bespritzt, das wissen wir; also Speicher in Schachtel, Schachtel in Geldbörse, Geldbörse in dichte Tüte. Wir sind kaum 100 m Richtung
Zentrum unterwegs, stehen 2 Kinder mit Wasserpistolen an der Straße und grinsen. Wir werden das erste Mal leicht nass gespritzt. 50 m weiter, sind wir hinten komplett nass. 5 min später ist nichts mehr trocken, absolut nichts, wir kämpfen uns durch Wassermassen, finden einen Laden, gehen zurück, entledigen uns allem was Wert hat, packen ein wenig Geld in eine Tüten und gehen zurück um zu zeigen, dass auch wir mit Wasser umgehen können. Sofort kaufen wir uns Eimer und mischen mit. Dieses Fest ist das schönste Fest, welches wir erlebt haben, ein Wahnsinnsgaudi. Über Stunden machen wir alles nass, was irgendwie
trocken asusieht. Am besten sind die, die ihr Wasser mit Eis kühlen, wenn man das abbekommt, schauert es einen gewaltig.

14.04.2006

Die Party von gestern rächt sich. An Bewegung ist nicht zu denken. Unsere Safari müssen wir absagen. Der Tag wird im Zimmer im Bett verlebt, es geht einfach nichts. Wir haben uns überlegt, dass wir wieder nach BKK zurückkehren werden und dort die restliche Zeit verbringen. Da ich mich nicht rühren kann, wollen wir fliegen, ist dann eben nur 1 h und nicht 16h. Ansonsten lesen wir viel.

15.04.2006

Wie können keinen Flug buchen, weil die Büros alle wg dem Fest geschlossen haben, erst am 16. würden wir sehen, was möglich ist. Am späteren Vormittag, nach einigen Pillchen, machen wir uns mal vorsichtig
zu einem Bummel in die Stadt auft. Später gibt es dann Obst bis zum Abwinken und wieder lesen wir viel.

16.04.2006

So, heute sollte ganz schnell ein Flug gebucht werden. Erschreckend stelle ich fest, dass wir nicht vor dem 18. weg kommen würden. Ich will erst Ilona fragen. Ok, eben der 18. Als ich dass dann buchen will, ist der Flug dann auch noch weg, also wird es der 19. werden(2300 Baht pro Ticket).Nachmittags schlumpfen wir hier in der Gegend rum und schauen uns einen Tempel an.

17.04.2006

Morgens latschen wir wieder durch die Stadt und besuchen verschiedene Orte; Tempel und Märkte. Nachdem wir recht früh zurück sind lesen wir wieder viel, diesmal aber in der Sonne. Schon gegen 19:00 Uhr schlafen wir. Um 21:00Uhr wachen wir wieder auf, und beschließen raus zu gehen. Hier bei B.M.P. ist immer was los, wir setzen uns und lauschen dem Gitarrenspieler und genießen unser Chang. Dann werden wir von einem Thailander gebeten, an seinen Tisch zu kommen. Dort sitzen wir dann. Erst will er mich animieren, vorne zu singen. Die anderen haben Glück, ich mache es nicht. Der Abend verstreicht und wir unterhalten uns bis nach 2 h morgens mit 2 Thailändern, 1 Australier, 1 Engländerin und 2 Iren. Was für ein Abend.

18.04.2006

Ilona hat sich den Magen verdorben, sie bleibt heute im Bett und ich immer in der Nähe, ab und an gehe ich mal raus, komme aber immer schnell wieder zurück. So können wir es dann auch schaffen alle Bücher
zu lesen. Abends müssen wir packen.

19.04.2006

Nach einem obstigen Frühstück fahren wir um 08:00 Uhr für 100 Baht zum Flughafen. Alles klappt super. Nach 1h sind wir wieder in BKK, wieder für 350 Baht zum Hotel und wir bekommen wieder ein nettes
Zimmer. Wir legen wir alles ab und besorgen uns ein TukTuk und für 40 Baht (er wollte 60 haben) geht es zum Wat Po (50 Baht Eintritt). Wieder ist alles sehr beeindruckend. Kaum vorzustellen, dass da 32 m lang ein goldener Buddha liegt. Das Drumherum ist aber ebenso schön. Den Rückweg wollten wir wieder mit dem TukTuk machen. Das ist ein weniger geschäfttüchtiger Fahrer, den frage ich, es eilt ein anderer
an, der uns gerne ein Stadtrundfahrt anbieten will (nun, den Trick kennen wir ja schon), dann soll die Fahrt eben 100 Baht kosten, der Witzbold. Am Ende kommen wir wieder für 40 zurück. Wahrscheinlich
bekommt man das noch wesentlich günstiger. Nun gehen wir wieder in die Stadt, um was zu Beißen zu finden. Wir setzen uns in unsere Stammlokal :-) . Es wird uns erklärt, dass heute dass Bier nicht in der Flasche ausgegeben werde sondern im Eimer -Eimer???- Tatsächlich, wir bekommen einen kleinen roten Eimer, es passen 1,2l Bier rein , 2 Tassen mit Strohhalme. Egal, Hauptsache kalt und lecker. Später erfahren wir dann, dass es verboten ist 12h vor und 12 h nach den Wahlen Alkohol zu verkaufen. Wir schlendern dann noch was rum und kaufen Kleinigkeiten ein.

20.04.2006

ShoppingDay
Morgens fahren wir für 100Baht zum MBK-Center. Wieder eine Superlative über 7 Etagen. Um 10Uhr ist Einlass, dann ist es aber noch zu leer und nicht alles offen, man sollte nicht vor 11Uhr dahin kommen. Wir
schlendern dann über Stunden rum, bis wir die 6. Etage, die Fressmeile finden. Hier kauft man sich Coupons und löst die gegen Speisen ein, unverbrauchte werden wieder zurückgetauscht. Wir wollen mutig sein und sind zu jemanden gegangen wo es etwas uneindeutig aussieht. Ilona wählt was, ich wähle was anderes. Ich will die Bestellung aufgeben und alles schien reibungslos zu klappen. Dann kommen die Nachfragen und wir bekommen schon was, aber was das nun ist, keine Ahnung. Sie zeigt auf  Nudeln, dünne weiße, wir nicken, sie zeigte auf Gemüse, wir nicken, sie fragt Fleisch, ich sage 1x Chicken und 1x Shrimps, sie fragte Soße, wir nicken. Nun, jetzt erwarte ich, dass alles irgendwie in der großen Pfanne erwärmt werden würde, aber wir bekommen die Teller. Kalte trockene Nudeln, kaltes Gemüse, alles kalt, nur nicht die Soße, die ist warm. Nun gut, wer experimentiert, erfährt Neues. Wir beginnen mit dem Essen, also schaufeln wir mit dem Löffel. Dabei darf ich nichts über die Konsistenz der Soße sagen, sonst wird
Ilona das Frühstück dem Essen noch hinzufügen. Man stelle sich vor, dass ein große Anzahl von Schnecken auf einem Teller die ganze Nacht lang tanzt. Der Schleim, der dann da liegen wird dürfte mit ein paar Tropfen Wasser gemischt so aussehen wie  unsere Soße; ach was Soße, wie der Glibber. Tapfer essen wir. Den Rückweg wollen wir wieder mit einem Taxi machen. Wir gehen zu einem Taxistand, die wollen 250 Baht haben, obwohl ich das Taxi nicht kaufen wollte. Ich meine, nein 100, mehr nicht. Dann fangen die an, eine Show abzuziehen, wir gehen, sie lachen hinter uns her. Ein TukTuk-Fahrer will 150 haben. Wir halten ein Taxi an, der will 150 haben, dann ist er aber doch mit 100 zufrieden.

Abends essen wir dann aber wieder was richtiges oder besser: etwas definierbares. Gegrillter Fisch, gegrillte Muscheln und noch viel mehr.

21.04.2006

Heute ist der letzte komplette Urlaubstag. Zum Frühstücken gehen wir irgendwo in so ein kleines Dings. Toast, Würstchen, Marmelade, Kaffe, Wurst und 2 Fruchtshakes mit tollem Service. Klasse, Ach 1,5 €
zusammen :-) . Später bummelen wir stundenlang durch Bangkok, dann packen wir unsere Sachen zusammen und gehen noch mal essen.

22.04.2006

Morgens nach dem Frühstück fahren wir mit dem Taxi (jetzt 250 Baht) zum Flughafen, dort haben wir nach dem zügigen einchecken noch einiges an Zeit. Hier im Flughafen treffen wir dann auch wieder auf andere aus Deutschland. Als wir die so sehen machen wir uns fast ins Höschen. Ganz deutlich können wir die Strandlieger erkennen. Eine hatte es wohl sogar geschafft, während ihres ganzen Urlaub nicht die zu große Sonnenbrille abzunehmen. Sie sieht aus wie ein geschminkter Clown. Dann geht es wieder in die Maschine. Irgendwie ist etwas anders. Es scheint, als ob der Sitzabstand 1-2 cm weiter ist und alles sieht sehr neu aus. Es ist der 6. Flug,  meint der Capitän und wenn irgendetwas ist, dann es nicht schlimm, dass müsse sich alles noch ein wenig einspielen. Beim Start hören wir auch wie etwas von ganz vorn nach hinten rieselt. Die Begleitung gab sich richtig viel Mühe, guter Service, Allerdings ist nach einem kulinarischem Urlaub wohl jedes Flugzeugessen nicht ganz so toll. Nach 11,5h sind wir wieder in Deutschland, misst.

Einzig der Gedanke in 83 Tage wieder unterwegs zu sein, baut uns auf.

Nachbetrachtung

Insgesamt war das ein toller Urlaub. Ärgerlich war es, dass wir am ersten Tag auf einem Schlepper reingefallen sind, obwohl wir solche Dinge ja schon kannten. Vom Gefühl her würde ich meinen, das alles um den Faktor 3 teurer ist, als man es haben könnte. Selbst wenn man zäh handelt und nur gut die Hälfte zahlt, findet man später das ganze dann noch billiger, ohne gehandelt zu haben. Das Essen ist phänomenal. Am besten hat uns das Neujahrsfest in Chiang Mai gefallen, wenn es passt und wir nicht an einem anderen Ort unterkommen werden, werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein. Zu Organisation kann man sagen, dass man wohl sehr viel Geld sparen kann, wenn man es schafft alles selber zu machen. Nur schade, dass das nicht ganz so einfach ist. Entgegen unseren sonstigen Reisen werden wir das nächste mal alles genauer planen, damit wir jederzeit ein Sitzplatz im Flieger, Zug oder Bus haben und nicht 3 Tage irgendwo festsitzen.

 

Südafrika Sep ‘05

25 Okt


30. Sep 2005 – 14. Okt 2005

30.09.2005

Nach einem leckeren Frühstück geht es um 11 Uhr los, erst mit dem Zug nach Köln, dann nach Düsseldorf. Wir haben nicht bedacht, dass heute auch Ferienbeginn ist, so ist der Flughafen sehr voll, alles dauert ewig. Obwohl wir 2h vor Abflug am Flughafen waren, wären wir fast zu spät durch alle Kontrollen gekommen. Von Düsseldorf geht es dann über Dubai nach Johannesburg.

01.10.2005

Nach einem angenehmen Flug müssen wir in Johannesburg über 1 h anstehen um unser Auto zu bekommen. Dort steht auch ein junges deutsches Pärchen, die hängen gleich am Airport fest, weil sie kein Auto bekommen können, haben keins zuvor gebucht. Gleich nach dem wir vom Flughafen losgefahren sind, kommen wir in einen Stau, egal, es ist Afrika, also relaxen. Nach 330 km und 2x Toll (R42 + R28, war mehr als letztes Mal) kommen wir dann um 16:15 Uhr in Nelspruit bei der Roadlodge an. Sofort schmeißen wir unsere Sachen ins Zimmer und gehen einkaufen. Nach einer langen Anreise gehen wir früh zu Bett, denn am nächsten Tag müssen wir ja wieder wie gewohnt früh weiter.

02.10.2005

Um 04:15 Uhr stehen wir auf, packen alles zusammen und starten dann Richtung Kruger NP, wo wir nach 45min Fahrt ankommen, unterwegs geht die Sonne auf. Am Gate müssen wir noch etwas warten. Dort stehen einige Fahrzeuge vor uns, mit Leuten, die einen Morning Drive gebucht haben und das dauert dann eben, wenn da dann ein Chef-Fahrer mal eben 5 Fahrzeuge anmeldet. Egal, wir sind die ersten mit einem priv. Wagen. 

Kaum sind wir im Park, haben wir das erste nervenkitzelnde Erlebnis mit Elefanten. Links, abseit der Straße ist eine Gruppe von ca. 10 Elefanten. Im Licht der gerade erst aufgegangenen Sonne sehen sie
einfach wunderbar aus. Sie bewegen sich langsam auf die Straße zu, wir fahren ein paar Meter weiter um den Abstand zu vergrößern. Plötzlich, ohne ersichtlichen Grund beschleunigt sich alles. Die Gruppe geht
schneller, sie wollen wohl zügig die Straße hinter uns queren, der Abstand ist nur noch max. 10m. Auf der Straße dann dreht sich ein Elefant in unsere Richtung und beschleunigt, bleibt aber wieder stehen und wendet sich wieder zu den anderen ab. Er war auf bis zu 3 m an unser Auto rangekommen. Wir atmen ganz tief durch und sehen wie andere aus ihren Autos genau das filmen  wollten. Den ganzen Tag über sehen
wir viele verschieden Arten. Das Licht erzeugt in der Zeit von 17:00-17:15 die schönsten Farben.

03.10.2005

Aufstehen um 04:45Uhr, wir haben schließlich Urlaub, Ausschlafen bis 6 kann man machen, wenn man arbeiten muss *g*. Als erstes fahren bei wir bewölktem Himmel  Richtung Norden und sehen kaum Tiere, dass ist schade. Kurz vor Mittag sehen wir große Herden von Gnus und Zebras und viele Giraffen, dann P. -Pause in Lower Sabie. Von dort aus führt der Weg dann weiter nach Süden. Dann geschieht unglaubliches. An eine Gruppe Impalas blieben wir stehen, im Abstand von ca. 20m. Wir stoppen den Motor und wollen einfach nur riechen und hören. Dann wie aus dem Nichts stößt ein Gepard von links um unser Auto herum und dann, man mag es kaum glauben noch ein zweiter in gleichem Abstand. Also 2 Geparden jagen im Abstand von ca. 15m um unser Auto herum und hinter den Impalas her – was für eine Geschwindigkeit – Der Zufall will es, dass ich die Videokamera schon an habe, denn tolles Licht wirkt auf dem Fell von
Impalas immer sehr schön. So kann ich 2 Sekunden Jagdszene auf Band sichern. Wir schauen uns nur an, sind ganz aufgeregt und plapperen durcheinander. Nicht das wir in all den Jahren noch nie eine cheetah entdeckt hatten, nein gleich zwei bei der Jagd, unglaublich. Abends sitzen wir wieder am Zaun und lauschen der Natur, alles ist perfekt.

 Gute Nacht Afrika.

04.10.2005

Kacke, verschlafen. Schnell packen wir, machen uns frisch und stürmen mit dem Fahrzeug zum Gate. Wir Schlafmützen, das Gate hat schon 3 min auf und wir haben 3min Morning Drive verpasst, Pech gehabt. Unsere Strecke führt uns heute nach Satara. Auf dem Weg dorthin sehen wir sehr viele Elefanten, dabei sogar ein so kleiner, dass wir uns sicher sind, dass der erst ein paar Tage alt sein kann. Das Wetter ist grandios. Am Nachmittag hält uns ein Südafrikaner an und meint, wir sollen an einem bestimmten Punkt an der Straße anhalten, dort seien Löwen. So ist es dann auch. Eine ganze Familie mit einem kleinem Löwenbaby. Die Abendrunde am Timbavuti läßt uns kaum Tiere sehen, aber alleine die Landschaft ist schon so toll, der Sonnenuntergang geizt auch nicht mit Schönheit. Das Gate sollte um 18:00Uhr schließen, 4 min zuvor passieren wir die Schranke. Also abgesehen von diesen 7 Minuten hatten wir den Tag extrem gut ausgenutzt. Am Rechner schauen wir uns die Bilder des Tages an, während draußen Trommelmusi für die Touris gemacht wird.

05.10.2005

Auch dieser Tag wird bombastisches zeigen. Wie gewohnt gehören wir zu den ersten, die durch das Gate in die Freiheit fahren. Der Tross der Fahrzeuge reißt gleich auseinander, einige fahren direkt sehr langsam, andere schnell. Wir halten bei einer Giraffe an, an sich ja nichts Außergewöhnliches, aber es sieht doch schön aus, die Giraffe hoch und hinter ihr die gerade aufgehende Sonne. Andere interessieren sich nicht für die Giraffe. 20 m neben ihr richtet sich dann aber plötzlich ein Leopard auf und geht auf uns zu, direkt, also max 2m vor dem Auto geht er auf die Straße, schaut uns kurz an und verschwindet rechts im
 Ufergebüsch. Das Erlebnis prägt den ganzen Tag, nein nicht ganz, bis zum nächsten Erlebniss. Fast hätten wir eine Schlange überfahren. Unglaublich, wie schnell die weg ist. Ein anderes Mal kommen wir um eine
Kurve, gleichzeitig tritt eine Giraffe auf den Weg – Vollbremsung – Puh – das war knapp, wo hätten wir nur all das Gips herbekommen um 4 lange Giraffenbeine zu gipsen, sähe bestimmt auch komisch aus. Nicht schlecht war auch, als Affen unser Auto plündern wollten. Wir fahren auf eine Anhöhe, dort durfte das Auto verlassen werden. Wir überleg: gerade noch eine Katze gesehen, lieber gehen wir auf Nummer sicher und lassen die Türen ein Spalt offen, so dass wir, falls eine kommt sofort ins Auto flüchten können. Gut, kaum stehen wir draußen, kommt den Abhang ein kleiner Affe hoch und auf uns zu. So schön Affen ja auch sein können, so gefährlich können die ja aber auch werden, also versuche ich den zu verjagen. Bewegung alleine reiche nicht, also nehme ich einen Stein und werfe. Der Affe weicht geschickt aus, ich nehem den nächsten, ein hin und her. Nach ca. 30-45 Sekunden dreht sich Ilona zufällig ab und schaut auf unser Auto, wir standen nur ca. 5-7m von diesem entfernt. Schreck, 2 Affen sind schon drin und 2 weitere schleichen am Auto rum. Ilona schießt sofort zum Fahrzeug und jagt die Tiere raus. Einer hatte gerade
an dem Zündschlüssel gefingert, ihn aber nicht losbekommen. Wir haben extremes Glück, nichts ist geschehen, wir haben lediglich das komisch Gefühl, ob jetzt nicht Läuse, Flöhe oder sonst war auf den Sitzen ist. Man waren die schlau, einer lenkt ab, die anderen räumen das Auto aus.

06.10.2005

Nach einer schlechte Nacht werden wir schon um 03:45 wach und stehen 30 min später auch auf. Brav um 05:30 fahren wir durchs Gate und sehen morgens um Satara viele Giraffe. Auf unserer Löwenstraße entdecken wir leider keine. Aber auf dem Weg nach Letaba können wir 2 Hyänen mit 2 Baby sehen. 500m weiter sehen wir wieder etwas in der Ferne liegen und sind uns überhaupt nicht einig. Es ist gefleckt, soviel steht fest. Ilona meint, es könnte ein Gepard sein, ich denke eher an Hyäne oder Servalkatze. Ansonsten sehen wir kaum Tiere auf dem Weg nach Letaba. Die Abendrunde in Letaba gehörte schon immer dem Engelhard Dam, erst sehen wir viele Elefanten und dann pure Zerstörung. Hier war es immer so schön
gewesen, die Abendsonne, die kleinen Buchten am Fluss, alles war so nett gewesen, jetzt ist alles kaputt, die Elefanten hatten ein wahres Meisterwerk hinterlassen. Die Runde kann man sich nun schenken; bin mal
gespannt in wie vielen Jahren sich das wieder erholt hat, wenn es denn überhaupt geht.

07.10.2005

Würg, nächste Woche um diese Zeit sind wir wieder in Deutschland, wir werden frieren und es wird regnen. Hier oben wollen wir nicht krampfhaft nach Tieren suchen, daher fahren wir wieder runter nach
Satara. Wir müssen dort zwar auch lange suchen, aber es lohnt sich. So sehen wir vier große Büffelherden und drei Elefantenherden, einen Hyänenpapa der liebevoll mit seinen 2 nervigen kleinen spielt, eine
große Gruppe Paviane mit einem gaaaaanz kleinem Baby. Leider sehen wir keine Katzen, eine Schlange würden wir auch gerne mal wieder sehen. Das Wetter ist bis 17:00 Uhr eher bescheiden gewesen, ein Nieselregen kühlt jetzt alles ab auf kalte 28 °C 

08.10.2005

Wetter toll, ein paar kleine Wölkchen, blauer Himmel 38 °C, so mögen wir es.

Es geht nach Shingwezi. Wir sehen so gut wie keine Tiere, bis wir ein paar wackelnde Schwänze über dem hohen Gras sahen. Wir halten an und warten, dann kommen sie – vier junge Löwen gehen vor uns über die Straße und toben rum. Plötzlich dreht sich einer rum und trabt auf unser Auto zu. Ilona kurbelt hastig das Fenster hoch. der Löwe bleibt in einem Abstand von 10m stehen, dreht wieder ab und läuft zu den anderen. Der Zufall wollte es, dass wir insgesamt 4 von den großen 5 sahen, sogar Rhinos. Nach einer 9stündigen Tierentdeckertour haben wir keine Lust mehr zu fahren. Um 15Uhr sitzen wir vor unserer Unterkunft, eine Riesenhütte für 5 Personen. Hier stehen viele Gebäude in einem großzügigen Kreis, in der Mitte viele trockene Bäume. Uns geht es Sau – Gut. Wir haben kaltes Castle, Ilona sitz auf der Mauer, genießt die warme Sonne, lauscht den Vögeln, ich koche unser Essen. Hier um Shingwezi haben wir so gut wie keine Tiere gesehen, aber eine tolle Landschaft, man muss das wissen, sonst ist man enttäuscht.

09.10.2005

Früh stehen wir auf und packen, wir werden heute weiter in den Norden fahren. Tiere haben wir keine entdeckt, so verlassen wir den Park gegen 11:00Uhr. Im Park fuhren wir 1920km, nicht wenig. Wir fahren also zunächst nach Westen und dann nach Süden, ohne einen Plan, einfach mal schauen, wo uns der Tag hin bringt. In Tzeenen beschließen wir zu beleiben. Das Touristenbüro ist heute geschlossen, also müssen wir auf eigene Faust einige Gästehäuser abklappern. Belegt, belegt, belegt … , manno. Dann, ich denke es waren 5 km von der Stadt entfernt biegen wir rechts ab und fahren einen eigenartig befestigten sehr langen Weg hoch, irgendwo hier soll eine Unterkunft sein, sieht aber nicht danach aus, egal wir weiter obern angekommen, stehen wir vor einen großen Haus. Alles sieht sehr toll aus und nicht geeignet für unser Budget. Na egal, fragen kostet nichts. Ich gehe rein und buche. Das Haus ist einfach klasse. Die Räume sind nach hinten raus und liegen an einer bestimmt 50 m langen Terasse, direkt über einem sehr schönen Garten, der Ausblick ist toll, die Zimmer liebevoll, auch ein Pool ist da. Ilona ist überrascht, dass es nicht so teuer ist, wie es aussieht. Jetzt sitzt sie draußen mit dem Haushund und genießt den Sonnenuntergang, im Garten gehen die Lichter an, perfekt.

 10.10.2005

Das Frühstück war klasse, vieles hausgemacht. Ein anderes Paar war sogar so nett und hat sich an den Pool gesetzt und uns in Ruhe frühstücken lassen. Die wollten wohl genauso wenig Leute ums sich haben wie wir. Wir starten gut gestärkt weiter nach Süden bis wir wieder in Nelspruit sind. Wir beziehen den gleichen Raum, wie vor einer Woche, ruhen kurz und fahren zum Riverside Mall. Nach ein wenig schlendern
entdecken wir das Kino und schauen uns Transporter II an. Ilona ist traurig, wir sind so weit weg von den Tieren  

11.10.2005

03:45 Uhr,… Ring….Ring….Ring… Der Wecker reißt Ilona aus den Schlaf … Überraschung ..,” Zieh dich an, wir fahren in den Kruger NP”. Um 05:27 standen wir am Gate, perfektes Timing. Bis auf Leopold dem
Leoparden sehen wir wieder die Bigs. An einem Wasserloch entdecken wir gleichzeitig 2 Löwen, 2 Rhinos, Imapalas, Zebras, Giraffen, Geier und eine große Herde Elefanten (baut hier einer eine Arche?). Wir fahren
weiter, am Hippopool, in der Nähe von Crocodile Bridge, steht wieder ein Ranger an dem gleichen Baum, wie wir es schon im letzen Jahr sahen, diesmal hält er uns an und meint, wir sollten unten auf ihn warten, er käme und würde uns die Hippos zeigen. Gut, er kommt, wir steigen aus und gehen zu Fuß zum Wasser, ist schon ein komische Gefühl, man ist dem Afrika eben noch Näher. Er zeigt uns die Hippos und ein Krokodil, gut das er eine Wumme dabei hat. und schade das der Accu der Kammera leer gegangen ist. Um 15:00Uhr fahren wir wieder nach Nelspruit zurück. Im Mall gehen wir italienisch Essen. Irgend so eine Aktion schafft es, dass wir für wenig Geld super lecker essen.

12.10.2005

Kaum zu glauben, aber ich schlafe bis 05:30Uhr. Heute fahren wir das 1. Mal im hellen nach Kruger NP, genauer Crocodile Bridge Gate. Wir zahlen Toll R32 und entdecken im Laufe des Tages alle Big 5, der Leopard war aber sehr sehr weit weg in einem Baum. Im Laufe des Tages wird es 45°C warm, das hat schon was. Auf dem Rückweg sehe ich, dass wir Lackschäden an der hinteren Stoßstange haben, bestimmt habe ich einige Äste beim Wenden berührt. Wir kaufen weißen Lack und reparieren selber, hoffentlich geht das gut.  

Abreisetag

Um 06:45 sitzen wir im Auto und fahren Richtung Johannesburg. Nach bedrückter Fahrt kommen wir an und checken ein. Wir fuhren knapp 4.000km. Anschließend gehen wir zu unsere Mauer, wo wir schon seit Jahren sitzen um die letzte Zeit in Afrika zu verbringen. Da bauen die einfach und es geht nicht, wir suchen uns einen anderen Ort. Dann gehen wir nach Steers essen einen Monsterburger und trinken in einer Bar noch ein Castle. Pünktlich starten wir nach Dubai. In Dubai dann der Horror, 8 Stunden aufenthalt, Horror? nicht für uns. In Nelspruit füllten wir uns Wein in eine Plastikflasche und nahmen die Decken aus dem Flugzeug mit. Hier auf dem Flughafen suchen wir uns nun eine abgelegene Halle, legen uns hinter den Sitzen auf den Boden, trinken Wein und schlafen bald ein.

14.10.2005

Der 2. Flug war ok und wie immer in Düsseldorf müssen wir eine halbe Ewigkeit auf unsere Rucksäcke warten. Dann folgt eine Horror Zugfahrt. Es sieht so aus, als ob 2x so viele Menschen im Zug sind als
Sitzplätze, ein Graus, Willkommen in Deutschland. Irgendwann sind wir zuhause, essen eine Pizza und gehen um 18:12 schlafen.

 ENDE