Ilona & Detlef unterwegs

Wir trödeln auf der Erde

Am Mittwoch fing alles an

Ilona’s Tauchcomputer zeigt an, dass er bald eine neue Batterie benötigt. Also haben wir ihn abgegeben damit er eingeschickt werden kann. Das haben wir natürlich nach dem letzten Tauchgang vor unserer freien Woche gemacht, damit die Zeit maximal für den Austausch ist. Ein Finimeter haben wir an Ilona’s erster Stufe angebracht und ein Tauchcomputer gekauft.

Donnerstag. Wir nehmen den Tauchcomputer in Empfang und er funktioniert nicht. Er wird wieder abgegeben

Ilona steckt ihren Laptop in die Steckdose und meiner geht aus. Netzteil kaputt.

Freitag. Ich kaufe ein Ersatznetzteil, obwohl es eine Garantiesache ist. Aber heute kaufen ist besser als 4 Wochen bangen. Ilonas Tauchcomputer funktioniert

Samstag. Mein Tauchcomputer piept und zeigt an: „Service-Modus Fehler 3“. Nun der Galileo Sol  hat weniger als 100 Tauchgänge hinter sich und muckt rum. Ich habe Uwatec angeschrieben und auch dort Bescheid gegeben wo ich ihn gekauft habe. Ohne Rechner kann ich nicht tauchen.

Plätze: Ministerium


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Koordinaten: N35 53.720 E14 30.297

Detlef im Ministerium.

Ja ihr habt das richtig gelesen. Detlef ist heute im Ministerium gewesen.

Vor ca. einer Woche begann das Unterfangen. Didi erzählte, dass er auf einen Zeitungsartikel reagierte und einfach einen Minister anschrieb. Als Antwort kam eine Einladung zu einem Treffen mit einer Kommission aus Vertretern verschiedener Ministerien und der Wissenschaft.

Ich meinte beiläufig, dass man dann schon eine professionelle Präsentation erstellen sollte und ich das könne.

Eine Woche lang haben wir uns abends immer kurz zusammengesetzt und eine erstellt.

Wir wussten nur, dass wir einen Plasmabildschirm zur Verfügung bekommen und alles auf einen USB-Speicher bereitstellen sollten. Die erste Idee war nun, die Präsentation für verschiedene Auflösungen vorzubereiten. Allerdings zeigte sich, dass es wichtig ist, dass ich dabei bin. Sollte irgendetwas ganz schnell geändert werden müssen, kann nur ich das machen.

Der Inhalt des ganzen Unterfangens  ist folgender:

Didi ist bestrebt, dass die Umwelt hier in Malta nicht mehr so stark mit Abgasen von Fahrzeugen belastet wird.  Seine Firma XXX bietet Konzepte an, Fahrzeuge (und mehr)  mit Elektromotoren zum Einsatz zu bringen. Wobei die notendige Energie aus der Sonnenkraft gewonnen werden soll.

Um 07:30 Uhr ging es los. Wir fuhren zum Hafen, damit wir die Fähre um 08:15 bekommen. Auf Malta fahren wir nach Valetta in den Hafen. Wir haben noch 30 min Zeit und verbringen diese. Pünktlich melden wir uns an und erfahren, dass das Ministerium umgezogen ist. Shit.

Wir folgen einer Wegbeschreibung und kommen nicht richtig an. Am Ende brauchen wir 45 Minuten, – sind völlig durchgeschwitzt (38 °C) und kommen an.

Wir kommen trotz alledem zur richtigen Zeit an (Höflichkeit?). Ich kümmere mich um den Start der Präsentation, der Rechner ist sehr sehr langsam, kann aber PowerPoint-Dateien abspielen. Die Sache läuft, ich brauche nichts machen.

Auf dem Rückweg sehe ich einen Lidl und kaufe ein ^^juchu es ist fast wie Weihnachten

Insgesamt waren wir so ca  7,5 Stunden unterwegs. Ich hoffe, dass Malta grünere Energie nutzt und Didi’s Firma seinen richtigen Start schafft.

http://planet-solutions.biz/

Hey stellt euch mal vor. Detlef ist 6 Wochen in Malta und ist für die technische Durchführung einer selber erstellten Präsentation vor einem Komitee der maltesischen Regierung verantwortlich.

Tauchplätze: Double Arch


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Koordinaten: N36 04.925 E14 14.868

Dieser Platz wird von uns mit dem Boot angefahren. Das Boot ankert wenige Tauchminuten von diesem doppelten Bogen entfernt. Es herrscht oft leichte Strömung auf das Meer hinaus.

Das Plateau hat einen leichten Linksbogen und hat eine Breite von ca. 40 – 100 m .Wir springen ins Wasser und tauchen ab. Die leichte Strömung zieht uns langsam Richtung offenes Meer. Wir tauchen so, dass wir rechts vom Riff an der Kante sind und lassen uns auf 19 m fallen, dann sind wir im Strömungschatten. Gemütlich folgen wir der Kante, bis sie einen Knick nach links macht. Wir folgen dem Knick ca. 5 m und tauchen von der Kante weg ins offene Blaue, nicht weit. Wir können den großen Arch sehen. Wir lassen uns auf 36 m fallen und erkennen dabei auch den zweiten Bogen. Wir tauchen durch und steigen wieder auf. Auf bis oben auf das Plateau. Ich will bis zu vorderen Spitze tauchen, sehe aber von rechts unscheinbar ein paar Barrakudas. Wir tauchen hin und ein großer Schwarm dreht vor uns seine Runden. Sie ziehen ab und wir tauchen nach vorne zur Spitze. Ganz vorne schauen wir über die Kante nach unten und dann kommen sie alle wieder ganz dicht an uns vorbei. Die Spitze vorne ist hier mein Lieblingsplatz. 1000e von kleinen Mönchsfischen und wenn man in die tiefe schaut auch größere jagende Fische. Es geht dann wieder zurück zum Schiff, Sicherheitsstopp und Auftauchen.

Jetzt wisst ihr, was ich am Double Arch so mache.

Plätze

Plätze:

Hollii hatte gemeckert, er vermisst Bilder von unserer Wanderung. Bisher haben wir allerdings auch noch keine Bilder gemacht.

Das liegt an zwei Gründen. Zum einen kann ich nicht den großen Fotoapparat mitschleppen und zum anderen haben wir noch keine  Zeit soweit frei gehabt, dass wir mit einfach mal losgezogen sind.

Dennoch wollen wir es nun einmal versuchen. Der Plan ist, an den Tauchplätzen Fotos mit dem Handy zu machen (mal sehen wie schlecht die werden) und in der nächsten – unseren freien Woche – mit dem richtigen Fotoapparat rum zu rennen.

Für mich besteht Gozo aus Tauchplätzen, für die meisten Touristen aus Kirchen, Buchten und Restaurationen. Daher wird der erste Bericht auch einer über einen Tauchplatz sein. Der Plan ist, von jedem Platz ein Foto, GPS-Koordinaten vom Einstieg und eine Verlinkung mit Google Maps.

Monat 1

Der erste Monat ist nun fast um und so langsam realisiere ich die ganze Sache. Jetzt beginnt die Zeit, die länger ist als ein Urlaub. Klar wir machen keinen Urlaub, dafür arbeiten wir zu viel, dennoch hat es manchmal den Anschein. Das Tauchen ist nicht anstrengend aber schwierig. Wir müssen Gäste durch Gebiete navigieren, die wir selber nicht perfekt oder gar nicht kennen. Wir prägen uns eine Karte ein und tauchen dann entsprechend. Schön ist, dass wir sehr gut von den anderen Instruktoren unterstützt werden. Das NauticTeam ist wirklich ein Team. 10 Tauchplätze haben wir nun bestimmt im Kopf. Allerdings ist es hier schwieriger dort hinzufinden, als dort zu tauchen. Erstaunlich finde ich, wie man (sein Gehirn) sich auf diese neue Situation anpasst. Inzwischen ist es so, dass wir eine detaillierte Karte sehen und dann danach tauchen können. Vor zwei Tagen haben wir L4a (Elviera) und Martin verabschiedet und heute Urs und Corin(?) und Michael und Iris. Das Verabschieden zeigt uns, dass wir hier bleiben. Dass wir hier wohnen. Bisher haben wir keine Zeit für privates gehabt. 6:45 Uhr aufstehen, fertig machen, arbeiten und im 18:00 Uhr ins Bett fallen. Es ist unglaublich wie anstrengend das ist. Früher, als wir Gäste waren, haben wir meist unsere Sachen selber erledigt und getragen. Wir haben es aber auch genossen, wenn uns geholfen wurde. Diesen Genuß wollen wir natürlich weitergeben. Allerdings wird es langfristig so sein, dass es nicht gesund ist. Jeden Tag Flaschen heben über Jahre, das geht nicht. Morgen beginnt der 2. Monat. Inzwischen sind wir abends auch schon mal noch zu etwas zu gebrauchen. Wir fühlen uns voll integriert und sind recht oft alleine mit den Gästen unterwegs. Thomas und Iris werden diese Woche gehen, sie waren 3 Wochen hier, fast so lange wie wir nun auch schon hier sind. Wir müssen uns einfach daran gewöhnen, dass es immer wieder zu schmerzhaften Abschieden kommen wird. Aber wer weiß, man sieht sich ja bekanntlich immer öfters. Fazit nach einem Monat: Es läuft gut, wir entwickeln uns weiter und in 3 Wochen werden wir uns Gedanken darum machen, wo wir al nächstes sein werden wollen.

Woche 1

16. Juni

Heute ging es kurz nach 6 Uhr los. In Düsseldorf mussten wir beim „check in“ feststellen, das Air Malta – im Gegensatz zu anderen Airlines – das Gewicht des Tauchgepäcks auf 15 kg beschränkt. Wir hatten jeder ca. 27 kg. Ein paar hundert Euro sahen wir schon aus unserer Kasse gestohlen, als sie meinte, wir müssten nichts extra zahlen. Spätere Informationen ergaben, dass die das gewöhnlich so machen. Darauf verlassen möchte ich mich aber nicht. Man könnte 2x Tauchgepäck anmelden, sollen dann aber auch 2 Taschen sein L

Wir landen in und auf Malta. 20 min später sind wir schon aus dem Gebäude raus und werden zur Fähre gebracht. Weitere 20 min später legt diese ab und auf der anderen Seite werden wir auch schon in Empfang genommen. Der Transfer passte hervorragend.

In der Basis, unserem neuen Arbeitsplatz, stehen Heike, die Chefin und Didi.  Wir werden ganz herzlich empfangen und beziehen dann auch unsere Wohnung. Ich würde meinen, dass diese Wohnung ca. 90 m² hat. Morgens kommt die Sonne von der einen, abends von der anderen Seite herein (schön und warm).

17. Juni

Heute beginnt unser erster Arbeitstag. Allerdings sollen wir erste gegen 10 Uhr erscheinen. Ich denke mal, dass die Gäste bis dahin versorgt sind und sich dann erst richtig um uns gekümmert werden kann. Es wird uns alles erklärt und wir arbeiten so weit mit, wie wir es können. Am Nachmittag werden wir unseren ersten Arbeitstauchgang haben. Didi vorne weg, dann die Gäste und wir am Ende. Dieses Tauchen ist eben ein Arbeitstauchen, also achten wir auf die Gäste und weniger auf die Unterwasserwelt. Wir versuchen uns lediglich markante Positionen einzuprägen, so dass wir bald diesen Platz alleine mit Gästen betauchen können.

Obwohl wir uns vorsätzlich langsam umziehen stehen wir plötzlich doch als erstes dort und es ist wirklich heiß. Wir wissen nun, dass wir uns etwas schneller anrödeln, wie die Gäste, können das also auch entsprechend planen und nutzen.

Am späten Nachmittag wird der Plan des nächsten Tages besprochen. „Kannst du mit einem Rechtslenker umgehen?“ (Heike meint, ein Auto wo das Steuer rechts ist.) „Und kannst du im Linksverkehr fahren?“ Tja morgen soll ich gleich selber mit einem Fahrzeug Gäste zum Tauchplatz bringen. Der Tauchgang wird von Dave geleitet.  Wir unterhalten uns kurz. Es kommt dabei raus, dass, sollte Gäste nicht bis zu dem Wrack auf 38 Meter Tiefe mitkommen wollen, soll ich mit denen ein anderes antauchen. Oh je, ich war da doch noch nie. Alles einfach, meint Dave und ich vertraue einfach auf das, was ich in den letzten Jahren gelernt habe.

18. Juni

Ilona und ich wurden getrennt und wir mussten zu verschiedenen Tauchplätzen. Ich wurde gefragt, ob ich links fahren könnte, nun muss ich auch Gäste fahren.

Dave – ein neuer Kollege – zeigt mir alles und macht es gut. Er spricht nur englisch und ich lerne und lerne und lerne und lerne und lerne

19. Juni

Wieder bin ich mit Dave unterwegs gewesen. Heute ging es mit Kunden auf knapp 40 Meter in ein Wrack. Bestimmt ein sehr sehr schöner Tauchgang. Aber nun kann ich nicht nach solchen Dingen schauen, sondern muss einfach immer darauf achten, dass bei den Gästen alles ok ist. Abends erzählt Ilona, dass sie am Montag einen AOWD-Kurs geben wird. Daher werden wir das morgen einfach durchplanen und vorbereiten.

20. Juni

Die letzten Tage war es immer so warm, aber heute morgen haben wir ein wenig gefroren. Frühstück bei 23° C, da muss man schon abgehärtet sein. Nein wirklich wir empfanden es als kalt. Gleich geht es in den Hafen um die morgigen AOWD-Übungen zu planen. Dann wird Wäsche gewaschen

Die erste (halbe) Woche ist rum. Es war sehr anstrengend, spannend und schön.

Dem Wahnsinn so nahe

Fasst hätten sie es geschafft. Deutschland in seinem Verwaltungswahn hat mich an Rande des Wahnsinns gebracht.

Haus des Wahnsinns

Bekanntermaßen sind Kontakte zu Internetprovidern eher problematischer als reibungslos. Aber das Theater der Kündigung dort ist ein Witz gegenüber der Geschichte mit meiner Krankenkasse.

Es kann ja sein, dass die lieben Menschen dort meinen, sie machen alles richtig, nur mich als Normalsterblichen erschließt sich deren Logik in keinster Weise.

Ich rufe meine Krankenkasse also an und erkläre, dass wir Auswandern werden und ich dann nicht mehr bei denen versichert sein möchte (ich bin freiwillig gesetzlich versichert, wg Selbständigkeit). Der freundliche Herr meinte ich solle eine Kündigung verfassen und an die 2-monatige Kündigunsfrist denken. Gemacht getan. In dem Bestätigungsschreiben der Krankenkasse werde ich aufgefordert mitzuteilen, wo ich als nächstes Versichert bin. Auch das habe ich getan. Nach einer gewissen Zeit rufen wir dort an und fragen nach, ob ich nun tatsächlich zum 30.06. draußen bin. Das wird mündlich bestätigt. Wir bitten um eine schriftliche Bestätigung.

Ein Tag später kommt ein schreiben, welches die Krankenkasse für mich schon vorgeschrieben hat, dass ich einfach nur unterschreiben müsste.

Ich überfliege das Schreiben und sehe, dass ich damit meine Kündigung wiederrufe. Hmm, haben die was nicht mitbekommen? Wieder rufen wir an und wir werden aufgeklärt.

Wenn ich NICHT kündige und einfach nicht mehr Zahle bin ich aus der Krankenkasse raus-
Wenn ich kündige und einfach nicht mehr Zahle bleibe ich in der Krankenkasse.

Überrascht von so viel Genialität musste ich mich erst einmal setzen und nachdenken.

Wir rufen wieder an und erkundigen uns, ob die das ernst meinten. UND OB DIE DAS ERNST MEINTEN. Sie bereiten nun wieder ein Schreiben für mich vor, dass ich unterschrieben zurückschicken solle und gut ists. Etwas später erhalte ich eine E-Mal. In der steht, dass sie mir bestätigen, ich sei raus. Ich scolle weiter runter es kommen die langen Pflichtangaben, ich scolle weiter und siehe da, da haben die doch einfach noch unter allem, man meinte ja schon, dass der Brief eine halbe Seiter vorher beendet sei:“PS. Bitte senden sie uns ihren Wiederruf der Kündigung zu“

Warum so versteckt? Ganz klar da sitzen welche mit einer Narrenkappe und machen sich ein Späßchen mit mir. Jetzt glaube ich einfach, dass die mich mit einem Trick einfach in der Kasse halte wollten und dann später über mich denken:“Was für ein Idiot, der will aus der Kasse raus und wiederruft seine Kündigung“.

Gerade bin ich bei einer fasst gleich klingenden Krankenkasse hier am Ort gewesen und fragte nach einer Person, die sich auskennt. Sie überlegte und bat mir einen Platz an. Sie telefonierte und meinte. Egal ob mit oder ohne Kündigung, ich habe alles richtig gemacht. Es wurde mir aber empfohlen den Wiederruf zu senden. Sie machte das dann für mich per FAX fragte dann dort nach. Jetzt warte ich noch auf einen Anruf von denen und hoffe dass dann alles erledigt ist und ich wieder ein Häkchen machen kann.

Ich bin der Frau G. hier aus Gummersbach sehr dankbar dafür, dass sie sich um mich und meinen Fall gekümmert hat.

Der Clint

Heute sollte es nun wirklich soweit sein, unser Hundi bekommt ein Neues Zuhause.

 Nachdem wir es letzte Woche verschieben mussten, sollte es nun heute der 28. Mai sein. Total schwerer Abschnitt, aber es half nichts, da müssen wir jetzt durch. Nach heute bin ich mir sicher, es wird für uns schwerer, als für Clint.

Heute mittag habe ich mich auf den Balkon gesetzt und einen kleinen Mini Lebenslauf von unserem Freund geschrieben, damit die neue Familie so ungefähr weiß, was Hundi schon so alles hinter sich hat und mit uns erlebt hat, da kullerten schon einige Tränen.

Wir kamen heute abend bei der lieben Susanne und Mann an und irgendwie waren wir für unseren Hundi abgeschrieben, denn er hatte ja da zwei neue Freundinnen. Dieses Mal wurde er von der anderen Rentnerin umworben, oh je so viel Aktion kennt der gar nicht, hoffentlich gibt das mal kein Zank, aber ich bin mir sicher dort wird Clint es sehr gut haben, kann immer in den Garten und wie gesagt zwei Frauen die etwas von ihm wollen. Was kann es denn netteres geben. Und dazu noch ein nettes neues Herrchen und Frauchen. DANKE

Als Detlef und ich gegangen sind, hat er nicht mal nach uns geschaut, der kleine Schlingel

Im Auto kullerten  die Tränen

Augenarzt

frech dreist oder verarscht

Gedächtnisprotokoll

Zum ersten Mal bin ich bei einem Augenarzt gewesen. Grund: Naheinstellgrenze wird größer oder ein Glas meiner Tauchermaske ist immer beschlagen^^

Also, ich dahin, rein zur Anmeldung, Überweisung abgegeben und gewartet. Ein paar Daten sollten in den Rechner getippt werden.

Als erstes musste ich in eine Art Vorbehandlungszimmer.

  • Session 1 (Ich komme an)
    “Bitte setzten Sie sich dahin, Kinn dahin, Stirn oben gegen.” 
     20 Sekunden später
    “Setzten Sie sich nun in das Wartezimmer”Ich denke, die arbeitet effizient, nutzt eher den Imperativ und wirkt so richtig unfreundlich
  • Session 2 (Ich sitze im Wartezimmer)
    da sitze ich nun und in 5 Minuten ist die Zeit meines Termins. Bei Ilona warteten Kinder schon mal viele Stunden. Das will ich nicht. Ich kalkuliere und plane ein, dass ich maximal 30 min über meinen zugesagten Termin hinaus warten werde. Hey, ihr werdet nun denken, was für ein Träumer. Jo vieleicht, aber ich finde 30 min Wartezeit inakzeptabel und zeige das auch.
    Im Wartezimmer bin ich nicht der einzige; leider – wird dauern. Die imperative kommt rein, stellt sich vor einen alten Herren (jenseit 80?) und sagt “Tropfen”. Er gehorcht trainiert und sie verschwindet ohne ein weiteres Wort. Ich scanne alle Leute und der alte Herr zieht meinen Focus auf sich. Hände zittern, Füße zittern - wg dem Alter? oder bekommt er gerade ein Problem? Seit meiner Rescue-Schulung und erst recht seit ich Emergency First Response – Ausbilder bin achte ich sehr genau auf Ungereimtheiten. 10 min vergehen, die Tür wird geöffnet. “Trooooopfen”, der alte immer noch gut trainiert, ich denke an Pavlow, den alten Hasen. Es scheint aber alles in Butter zu sein.
    Eine Stimmer aus der Decke ruft meinen Vornamen, meinen 2. Vornamen und meinen Nachnamen und fordert mich auf in das Behandlungszimmer 1? zu gehen. Ich irre einen Flur entlang (brauche ich Frau Imperativ oder finde ich den geheimen Ort?). Im Zimmer setzte ich mich auf einen Stuhl gegenüber eines Monsters aus dem 16. Jahrhundet – denke ich zumindest – neben mir 3 Patientenakten. Ein Fest für den Datenschutzbeauftragten.
    Der Herr Doktor kommt und meint ich solle mich in den Monsterstuhl setzten.
  • Session 3 (die Untersuchung)
    Doc fragt mich warum ich hier bin und ich frage mich, warum ich das Frau Imperativ schon sagen musste.
    ICH: “In der Ferne sehe ich sehr gut, merke aber, dass ich im extremen Nahbereich etwas schwächer sehe
    Er:”lesen Sie bitte die Zahlen der ersten Reihe vor” – Ich lese
    klick klack, andere Gläser
    Er:”lesen Sie bitte die 2. Reihe vor” – Ich lese
    klick klack …. klar das gleich
    Ich bekomme einen Zettel in die Hand gereicht
    Er:”können Sie den Text lesen”
    Ich:”ja”
    Gläser-Untersuchungsmethode ist fertig. Er schaut noch in beide Augen und kritzelt was in meine neue Akte
  • Session 4 (Gespräch)
    Sie sehen in der Ferne gut und in der Nähe schlechter
    ACH – Du bist ja ein Fachmann
    Sie sollten eine Brille tragen. Gehen Sie hiermit nach vorne und lassen Sie sich ein Attest ausstellen
  • Session 5 (Die Endende LACHNUMMER)
    Auf den Weg nach vorne schaue ich mal heimlich auf das Geschriebene ( beide  (-+?) 1,5 glaube ich)
    Bei der Annahme ist nun eine ander Dame. Ich gebe ihr die Sachen.
    Sie:”Brauchen Sie ein Attest?”
    Ich:”ja”
    Sie:”Das wird dann 10 € kosten”
    Ich:”wofür brauche ich das denn genau?”
    Sie:”Wenn Sie zum Optiker gehen und er Sie nicht neu Ausmisst, hat er die Werte”
    Ich:”Macht er das nich in jedem Fall?”
    Sie:”Kann gut sein”
    Ich:”Ich möchte kein Attest”
    Ich:”kann ich mir den Befund ansehen?”
    Sie:”Nein, Si wollen ja kein Attest”

WIE JETZT? ICH GEH ZUM ARZT, WERDE UNTERSUCHT UND MUSS FUER DAS ERGEBNIS BEZAHLEN, WENN ICH ES WISSEN WILL?

 DAS IST MIR ZIEMLICH NEU.

ICH SOLLTE DAS DER ÄRZTEKAMMER UND DER KRANKENKASSE MELDEN

Clint

Zwei Tage ist es nun her, als wir entschieden, dass Hundi heute zu seiner neuen Freundin ziehen sollte.

Allerdings änderten wir den Plan, damit  sich die Schwiegereltern noch ein paar Tage mit Clint amüsieren können (Schwiegermutter bis Montag im Krankenhaus) und wir organisierten alles anders.

Umsonst. ” Tue (plane) Gutes und du hast nichts davon”.  Clint wird nächstes WE mit seiner Freundin zusammenziehen.

Es wird für uns nicht leicht werden,  aber  wir schätzen Susanne und die Umgebung und sie wird unseren Clinti schon gut pflegen

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