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Südafrika Okt ‘04

03 Nov


14. Okt 2004 – 3. Nov 2004

14.10.2004

Bisher waren wir immer mir dem Auto nach DUS gefahren, heute fahren wir mit der Bahn. So haben wir eine angenehme und entspannte Anfahrt, kein Stau- oder Unfallrisiko. Am Flughafen angekommen geben wir unser Gepäck ab und trinken das obligatorische Tuborg und warten. Emirates hebt pünktlich ab und serviert uns auf den beiden Flügen (6h und 8h) tolles orientalisches Essen.

15.10.2004

Es dauert mal wieder ewig, bis wir hier in Johannesburg durch die Kontrolle kommen. Nach dem langen Flug wollen wir nur schnell nach Nelspruit, blöd, dass wir uns hier die Beine in den Bauch stehen, aber egal. Nachdem wir nun endlich unser kleines Auto, den Opel Corsa ohne alles haben, fahren wir nun schon Richtung erste Nacht. Unterwegs nach Nelspruit zahlen wir 2x Toll, 29 und 41 Rand. In Nelspruit gehen wir bald schlafen 18:00Uhr ist spät genug, morgen wird es zeitig weiter gehen.

16.10.2004

05:15 Uhr wecken, aufstehen und los. Beim Eintritt überlegen wir kurz, ob sich die Wildcard lohnt, jetzt für die Krugertage nicht, aber in der Summe bestimmt, also kaufen wir die. Die ersten Stunden sehen wir kaum Tiere und freuen uns, dass wir in Lower Sabie schon gegen Mittag unsere Unterkunft (Nr.16) beziehen können, klein und sauber, und liegt ganz dicht am Fluss, super. Nachmittags geht es dann wieder los und wir sehen mehr. Als da wären: Elefant, Giraffe, Nashorn, Hyäne, Warzenschwein, Nilpferd, Pavian, Büffel, Kudu, Gnu, Wasserbock, Buschbock, Zebra, Impala, Rotducker, Njala, Hornrabe, dt. Touris beim Nichtsehen von Hippos. Ist wird gerade so richtig dunkel und wir schreiben unser Tagebuch. Ja hier ist unser Afrika, alles ist weit, die Grillen zirpen, die Hippos lachen und die Löwen brüllen, der Geruch Afrikas steigt in uns auf. Und kaum zu glauben direkt vor uns 5m entfernt schleicht eine Hyäne am Zaun entlang.

17.10.2004

Wir sehen kaum Tiere, dass ist schade aber dennoch, hinzu kommen Löwe, Fischadler und Klippspringer.

18.10.2004

Um 04:45Uhr geht der Wecker, wir schauen aus dem Fenster und dass Wetter ist nicht so toll, also stellen wir den Wecker 30min weiter, aber so leicht geht das nicht Augen auf bedeutet auch Aufstehen. Wir verlassen heute das Camp, packen also alles ein und stehen um 05:30 am Tor und können als erstes raus. Wieder sehen wir kaum Tiere, man, wo haben die sich nur versteckt. Das Wetter wird besser und die Sonne erzeugt tolle Farben. Südlich von Satara ist kaum was los, wir passieren Satara und nördlich sehen wir mehr, aber nicht viel. Wir kommen um eine Biegung und 2 Elefanten stehen versteckt, wir passieren sie unwissentlich, entdecken sie, bleiben stehen und beobachten sie, so riesig und so friedlich. Es ist schön, nur wir und die beiden. Langsam kommen sie näher, sie sehen so gelassen und geduldig aus. Doch dann stürmt einer los, bis ich den ersten Gang drin habe dauert, so scheint es ewig und ich gebe Vollgas, der Eli hat es bis auf 3-4m geschafft, an uns ranzukommen. Es wird noch ewig dauern, bis wir uns von diesem Schreck erholt haben werden. Irgendwann kommen wir in Letaba an. Blöderweise habe ich nicht den richtigen Voucher dabei. In Lower Sabie haben die den falschen Voucher behalten, mist könnte man meinen, aber no problemo, wir haben immer von allem eine Kopie dabei und die reicht dem an der Rezeption erstmal. Wir kommen in C23 unter packen aus und machen uns wieder auf den Weg. Am Abend präparieren wir uns dann für draußen, lange Klamotten und Autan. Es sieht schon komoisch, wir sitzen hier in der Dämmerung als einziges mit langen Sachen alle anderen sind luftig und kurz bekleidet. Na ja, die werden eben dann von den Mücken gestochen und wir nicht.

19.10.2004

Es geht in den Norden und nach 6h haben wir außer wenigen Elefanten absolut kein Tier gesehen, das frustet. Auch Nachmittags sehen wir keine Tiere und denken drüber nach, den Park einen Tag früher zu verlassen, entscheiden dann aber es nicht zu tun.

20.10.2004

Wieder sehen wir nur wenige Tiere aber mehr als gestern, so dass wir froh sind, hier geblieben zu sein. Auf der östlichen Route nach Satara war dennoch nichts los. Das Licht wird immer besser und ab 15:45 fahren wir öfters die Westschleife, hier ist es ausgesprochen schön, das Licht perfekt, Tiere sind auch da. Eine besondere Route ist die S46 zum Engelhartdamm, zumindest das erste Stück.
(Ergänzung: Okt2005 war hier alles von Elefanten zerstört worden)

21.10.2004

Heute verlassen wir den Park. Nach 60km im Park geht es dann Richtung CPT. Unterwegs hängen wir uns hinter einen Isuzu, so fahren wir mit Höchstgeschwindigkeit. Komischerweise müssen wir an der gleichen Tankstelle tanken und er fragt mich als erstes, ob ich auch die Hälfte der Strafe zahlen würde, falls die uns erwischen würden. Dann lädt er uns sogar ein, bei ihm zu nächtigen, liegt aber nicht auf unserer Strecke. Nach 1150 km machen wir unseren Zwischenstopp. In Tromsberg kommen wir in einem alten aber ordentlichem Motel unter

22.10.2004

Nach dem typischen Frühstück fahren wir weiter, weitere 950km bis nach Hermanus. Wir bekommen ein Unterkunft dort, wo wir damals unsere erste Nacht in Afrika verbrachten. Nach einem Einkaufsbummel gehen wir mit Bier und Wein zu den Felsen und genießen die Dreisamkeit. Wir beide und Afrika. Auch die Wale haben uns nicht vergessen und schwimmen an uns vorbei.

23.10.2004

Heute haben wir keine Lust auch nur 1m mit dem Auto zu fahren, also gehen wir den Cliffpath bis in die Stadt entlang, bummeln ein wenig und gehen wieder zurück. Hier auf unseren Felsen sitzen wir, lesen in den Büchern und freuen uns immer, wenn mal ein Wal vorbeischaut

24.10.2004

Wir fahren eine schöne Runde. Erst geht es zur Stadt um nach Walen Ausschau zu halten. Tatsächlich war da ein Jungspunt der unbedingt zeigen wollte, wie gut er schon springen kann. Über Paarl geht es bis nach CPT und dort bummeln an der Waterfront. Mittags gehen wir ins Kino und gönnen uns anschließend etwas bei Nando. Ilonas ist lecker und saftig, meins trocken, bis ich dann bemerke, dass die ganze Soße unten herausläuft. Ich Depp habe das Essen verkehrt herum ausgepackt. Am Abend schauen wir ein wenig F1 und schlafen dabei aber schon ein. Das Ende des Rennes hat keiner gesehen

25.10.2004

Wir verlassen Hermanus und fahren über Kleinmond bis nach Simonstown. Beziehen wieder eine Wohnung im Outlands Hollyday Village, packen aus und starten zum Cape Point. Eintritt müssen wir nicht zahlen, haben ja die Wildcard. Als wir aber nun am Parkplatz für den Aufstieg ankommen ist es hier rappelvoll und wir verlassen sofort den Park wieder. Auf Menschen haben wir keine Lust. Wir fahren die Halbinsel an der Westseite Richtung Norden und finden dort viele Wale, das hat sich gelohnt. Wieder in Simonstown angekommen gehen wir zu den Pinguinen bei Boulders, sitzen da, bis die Sonne verschwindet und gehen wieder zurück. Es wird lecker gekocht.

26.10.2004

Nach einem leckeren Frühstück, nehmen wir unsere Bücher mit und besuchen den Botanischen Garten. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen, ruhig mit schöner Aussicht und lesen gemütlich. Nach eine Weile taucht eine Horde Deutscher auf, mist, dabei hatte der Tag doch so schön begonnen. Es kommt, wie es kommen musste. Der Garten hier ist so riesig und die müssen ausgerechnet dort wir sitzen an unserer Bank vorbei latschen. Nein nicht auf dem Weg, der Weg ist vor uns und hinter uns sind Blumen. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst miterlebt hat, Die gehen also direkt an uns vorbei, mit 5m vorher oder 5m später, trampeln durch die Beete, was natürlich nicht gestattet ist und grölen rum. Scheiß Deutsche. Zum Glück ist der Spuck eine viertel Stunde später wieder vorbei. Wir schauen uns an und wir wissen, wir dürfen niemals zeigen, dass wir deutsche sind, dass wäre zu peinlich. Am späten Nachmittag schauen wir wieder kurz bei Boulders vorbei, sagen den Pinguinen gute Nacht und machen uns wieder auf den Rückweg.

27.10.2004

Cape Point, 2. Versuch. Wir fahren gaaanz früh los und somit fast die ersten die den Park betreten. Wir fahren auch gleich durch bis zum Parkplatz und gehen hoch zum Leuchtturm. Es hat sich gelohnt, Von hier oben sehen wir ringsherum Wale schwimmen. Es ist ziemlich windig, sogar kalt. Jetzt, wo wir bemerken, dass die ersten Touris den Weg hier rauf eingeschlagen haben machen wir uns auf den Weg runter, so können die das dann auch in Ruhe genießen. Vom Cape Point fahren wir den Cheapman’s Peakdrive (Toll R20) entlang. Da hat sich einiges geändert, wichtig ist nur, dass man so fährt, dass man auf der Wasserseite entlang fährt, man kann mehr sehen. Heute müssen wir überlegen, was wir die nächsten Tage machen wollen. Wir werden den Wetterbericht abwarten und dann entscheiden, wo es hingehen wird.

28.10.2004

Nach dem Sonnenaufgang geht es los, durch CPT durch und dann Richtung Norden. Um 15:00 Uhr sind wir nach 1.025 km in Upington angekommen. Die Unterkunft ist klasse und günstig. Wir gehen zeitig schlafen.

29.10.2004

Gestern haben wir uns drum gekümmert, dass wir ab heute im Kgalagadi NP unterkommen. Die 265km
lange Anfahrt ist ein Graus besonders die letzten 60km, eine solch schlechte Straße haben wir bisher nicht befahren. Im Park selber ist es kaum anders, es macht sich nun zum 1. Mal bemerkbar, dass unser kleines Auto von Nachteil ist, aber egal. Leider sehen wir so gut wie keine Tiere, dafür entschädigt uns aber die Landschaft. Abends wird entspannt und lecker gekocht. Irgendwie ist der Himmel hier blauer als anderswo.

30.10.2004

Gleich früh am Morgen fahren wir hoch nach Mata Mata. Wir sehen viele Kapfüchse und Schabrackenschakele und ein paar Giraffen, sonst nichts. Die Fahrt hoch hat 4,5 h gedauert, runter ging es schneller. Nach einer kleinen Pause im Camp, versuchen wir es wieder und wieder fahren wir 240 km ohne was zu sehen.

31.10.2004

Mit der Öffnung des Gates sind wir auch schon wieder unterwegs auf der Piste. Nach 3 Stunden können Herden von Gnus, Oryx und Springböcke verzeichnen, leider keine Katzen, dafür aber eine gelbe Kobra und tolle rote Landschaften. Dann geht es wieder zurück nach Upington. Dort angekommen, erzählen wir von den wenigen Sichtungen und unser Vermieter ist überrascht, denn er hatte vor 2 Wochen Gäste gehabt, die haben Löwengruppen ohne Ende gesehen, Hmmpf.

01.11.2004

Wir verlassen Upington und fahren nach Pilanes. Dort hofften wir was zu bekommen. Jetzt zeigt sich aber, dass alles belegt ist und wir suchen uns in der Nähe ein B&B. Von da aus geht es dann rein in den Pilanes. Die erste Stunde sehen wir nichts, dann wird das Licht besser und wir sehen viele Rhinos, es hat sich gelohnt.

02.11.2004

Abreisetag. Morgens fahren wir erneut durch den Pilanes und sehen viele Herden. Um 13:00 Uhr verlassen wir den Park und fahren Richtung Airport, dort angekommen schauen wir auf den Kilometerzähler, 8408km, man was für eine Menge. Wie gewohnt setzten wir uns vor dem Airport auf einer bestimmten Mauer, trinken Wein und verabschieden uns.

03.11.2004

Wieder in Deutschland, buaaahhh. Wir bekommen gleich einen Zug, dummerweise aber einen falschen, nicht die Richtung ist falsch, sondern es ist ein ICE, zum Glück brauchen wir nicht den Zuschlag zahlen. Den Anschlusszug können wir leider nicht erwischen, denn die Abfahrtzeit ist verstrichen, wir gehen aber doch mal schauen, und tatsächlich der Zug hat Verspätung, so dass wir gleich weiter können. Jetzt sitzen wir zu hause und essen Straußenfilet.

Nachbetrachtung

Das war ein Urlaub der guten Entscheidungen, alles hatte irgendwie gut geklappt. Hätten wir alles vorher gebucht, wäre es bestimmt nicht so gut geworden

 
 

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