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Botswana Juni ‘07

04 Aug


22. Jun 2007 – 14. Jul 2007

Februar 2007

Wir wollten es nicht, ja wirklich nicht, wir wollten nicht nach Afrika, seit 2 Monaten haben wir eine Reise nach Norwegen geplant. Wir wollte dort eine Outdoor- Reise machen. Alle Dinge, die wir dort benötigen würden, würden wir so kaufen, dass wir sie in Afrika nutzen könnten. Also die Planung stand, alle Reiseführer wurden studiert, Kartenmaterial genauestens begutachtet, wie gewohnt versuchten wir uns perfekt vorzubereiten. Dann, an einem Sonntag war es so weit gewesen. Um 16:00 Uhr, so hatten wir uns überlegt, sollte die Fähre gebucht werden. 30 Minuten waren es noch, dann schaute Ilona einfach so (glaube ich) just for fun, danach, wie teuer ein Flug nach JNB sei, 5 min später haben wir ihn gebucht. Anschließend räumten wir alle Norwegen-Reiseführer weg, nahmen die Übersichtkarte von unserer Tür und klebten die von Botswana dort hin.

22.06.

Um 05:10 Uhr gehen meine Augen auf, Ilona die Schlafmütze rührt sich noch nicht. Wir krossen rum, putzen ein wenig und als es endlich 10 Uhr ist starten wir. In Düsseldorf ergattern wir zum ersten Mal einen Platz auf Parkplatz 23, das gefällt. Wir stehen als früh in der Flughafenhalle vor dem Check-In-Schalter und warten. Bald sind wir unsere Gepäck los und die Entspannung kann beginnen. Die erste Wartezeit verbringen wir draußen vor dem Gebäude und stimmen uns mit Sekt auf unser Abenteuer ein. Irgendwann ist es soweit und wir können ins Flugzeug. Ich freue mich schon richtig auf den Flug. Leider starten wir nicht, obwohl alle drin und die Türen zu sind. Es sind technische Probleme aufgetreten und irgendein Dingsbums muss ausgetauscht werden. Nun, gut denken, wir, damit haben wir dann einen kürzeren Aufenthalt in Dubai, auch nicht schlecht. Nach einem schönen und angenehmen Flug (das Essen war wieder das allerfeinste) vertreiben wir uns die Zeit in Dubai.

23.06.

Unser Anschlussflug hat 2 Stunden Verspätung – schade -aber ist eben so. Wir kommen in Johannesburg an, warten kurz auf unser Gepäck und finden schon unseren Mann, der uns zu unserer Mietstation bringen wird. Es ist der gleiche wie im letzten Jahr, so unterhalten wir uns angeregt. Im Office ist nur noch eine deutsch sprechende Dame, wir machen zügig alle Formalitäten und sie geht in Ihr Wochenenden. Dadurch, dass unser Flug Verspätung hatte, kommen die beide auch später in ihr Wochenende. Merklich schnell macht unser Freund die Fahrzeugübergabe. Wir sind sehr froh, dass es schon ein ziemlich alter Landi ist, denn dann ist mal ein Kratzer sicherlich nicht tragisch. Die bekannten Dinge braucht er uns nicht zeigen. Wir haben diesmal einen separaten Wassertank, das finden wir toll, wir haben also Brauchwasser dabei, der Tank ist auch schon aufgefüllt, toller Service. Wir wollen den Kerl auch nicht zappeln lassen, packen zügig alles ins Auto und fahren vom Hof.

Wir immer fahren wir die ersten Kilometer ziemlich langsam, um uns ans Auto zu gewöhnen. Besonders wichtig ist uns dabei der Schwerpunkt, da sich ja immer wieder solche Autos überschlagen. Unser Vermieter erzählte, dass er in den letzten Jahren durchschnittlich alle 2,5 Monate einen Fall hatte und das ist ja nur ein Vermieter. Ok, wir fahren die ersten Kilometer und fühlen uns gleich heimisch. Nach etwa 10 Km habe ich ein gutes Gefühl und fahre schneller. Plötzlich stockt der Motor, erschreckt gehe ich vom Gas und alles ist wieder normal. Wir fahren weiter. Ich beschleunige wieder und das gleiche geschieht, also von Zufall kann nun keine Rede mehr sein. Wir benutzen die nächste Ausfahrt, halten an und überlegen, fahren ein wenig langsam herum und stellen nichts mehr fest. Also fahren wir wieder zurück auf die Nationalstraße. Kaum haben wir eine gewisse Geschwindigkeit erreicht, geht es wieder los. Diesmal geht sogar der Motor aus. Mist. Wir beide wissen nichts über Fahrzeugtechnik und ich denke, dass ich Benzin statt Diesel im Tank habe. Es nützt alles nichts, immer wenn wir eine bestimmte Drehzahl erreichen passiert es. So, wir sind schon 2 Stunden später als geplant losgefahren, haben noch fast 300 km vor uns und haben schon 50k hinter uns. Wir entscheiden, dass wir nicht wieder mit einem Schrottauto durch Botswana fahren wollen und drehen um. Zusätzlich fällt uns auf, dass das Lenkrad verkehrt montiert wurde, so dass die Anzeigen nicht einsehbar sind, was wiederum davon abhielt zu merken, dass die
Geschwindigkeitsanzeige nicht geht. Wieder an der Mietstation angekommen, finden wir zunächst niemanden, ist ja Samstagnachmittag. Eine Sicherheitskraft gibt uns die Telefonnummer eines Mechanikers. Wir warten, einer kommt, der schaut, telefoniert, wir warten und ein weiterer kommt. Es dauert 2 Stunden bis unser Auto wieder funktioniert, zumindest der Motor. Die Tachoanzeige geht immer noch nicht. Da fällt mit dann ein, den mal zu fragen wie ich das Auto abschließen kann. Ich bin ja nicht ganz so blöd dachte ich, aber immer, wenn ich mit dem Schlüssel die Tür verschießen wollte, gingen zunächst alle Türen zu augenblicklich aber auch wieder auf. Er drückte auf die Fernbedienung am Schlüsselbund, und die Türen sind zu. Da komme ich mir dann so richtig blöd vor. Ok, es ist spät, wir wollen aber unbedingt aus Johannesburg raus und beschließen zu fahren. Die Geschwindigkeit kontrollieren wir mit dem GPS-Gerät und ich präge mir bei allen Gängen die Drehzahlen ein, so dass ich dass dann selber immer besser abschätzen kann. Die Sonne geht unter und wir sind noch mind. 2h von unserem Tagesziel entfernt. Damit sich Mel (unser Vermieter der ersten Unterkunft) keine Gedanken macht, rufen wir an, klappt nicht. Irgendwann meldet sich unser GPS und zeigt an, dass wir gleich abbiegen müssen. Es geht rechts ab auf das erste Stück graveled- road. Wir werden durchgerüttelt und wieder wach, gleichzeitig geht das Warnblinklicht an und lässt sich nicht ausschalten. So fahren wir vor, mit Warnblinklicht. Freundlich überspielt er unsere Lichteranlange und öffnet uns das Tor. Sehr schnell röhrt das Getriebe, so als wenn man, während die Räder vorwärts drehen, den Rückwärtsgang einlegt. Wir stehen, ich mache den Motor aus, die
Lichter blinken. Es sieht ganz so aus, als wenn wir mit unserem Auto gleich großes Glück hatten, wie im letzten Jahr. Ich möchte das Auto noch ein paar Meter versetzen, mach den Motor an und das Warnblinklicht geht aus und bleibt aus.

Mel braucht uns nichts zu zeigen, da wir die Unterkunft kennen. Wir verabschieden uns für den Tag. Im letzten Jahr hatten wir dann angefangen unsere Sachen auseinander zu sortieren, jetzt haben wir keine große Lust, wir sortieren grob und gehen zu Bett. Die erste südafrikanische Nacht begrüßt uns mit niedrigen Temperaturen, wir kuscheln eng und freuen uns, wir sind schon fast da, wo wir hinwollen.

24.06.

Verschlafen! Erst um 05:35 wache ich auf und torkel zur Dusche, kaltes Wasser, eiskaltes um genauer zu sein ergießt sich. Egal, wird schon warm werden und ich warte, es wird nicht warm, schnellstmöglich wasche ich mich ein wenig und gerade, als ich fertig werde, merke ich, dass das Wasser wohl ein paar Grad wärmer geworden ist. Ilona duscht nun und herrliche Dampfschwaden breiten sich im Badezimmer aus. Währenddessen sortiere ich unsere Sachen feiner und beginne das Auto entsprechend unseren Vorzügen, ein- und umzuräumen. Nach einem leckeren Frühstück fahren wir um 08:30 Uhr los, es ist sehr kalt, geschätzte 5°C. Klar, dass das Warnblinklicht gleich wieder angeht. Als ich wieder auf die Hauptstraße einbiege, mache ich den Motor kurz aus und wieder an und das Licht bleibt aus. Recht schnell erreichen wir die Grenze, haben so gut wie keine Wartezeiten und erreichen zügig Gaborone. Hier verschwinden wir in einem Shoppingmal und kaufen es nahezu leer. Auch ein Ersatzbenzinkanister ist dabei. Weiter fahren wir nach Khama Rhino. Tja in RSA sind Ferien und wir bekommen
keine Campsite, aber zum Glück ein Chalet. Gut, wird heute Nacht eben auch nicht im Zelt geschlafen. Wir essen eine Kleinigkeit und legen uns schlafen.

25.06.

Wir starten mit einer Katzenwäsche und fahren zum Ausgang. Auf dem Weg dahin sehen wir sogar ein Rhino. In Serowe angekommen suche ich nach einem ATM, leider sind alle noch nicht betriebsbereit, so dass ich warten muss, während Ilona mit mulmigem Gefühl im Auto wartet, sie denkt an den versuchten Überfall im letzten Jahr. So, mit 4k Pula mehr in der Tasche geht es weiter, wir wollen heute die Tau-Pan in der Kalahari erreichen. Ein kleines Schild besagte, dass wir links abbiegen müssen.

13:25 Uhr

Wir sind nun in dem Afrika, in dem wir sein wollen. Der Weg ist sandig, von anderen Autos keine Spur. Die Strecke wird immer wieder tiefsandiger und ich bin begeistert. Unser Defender meistert einfach jede Situation. Wir haben den Reifendruck noch nicht reduziert und können die ganze Zeit im Highrange bleiben, also dass ist mal ein Auto. Mit dem Hilux hätten wir uns nur buddelnd vorbewegt. Um 17:16 kommen wir an und stellen uns an den Rand einer großen Pfanne, durch welcher gerade ca. 25-30 Oryxs ziehen. Auf dem Weg hier hin haben wir kein anderes Fahrzeug gesehen. Ja, wir sind da. Als erstes wollen wir schnell Klarschiff machen. Das Zelt steht in Windeseile und das Abendessen wird vorbereitet. Als Kochwasser möchte ich von unserem Brauchwasser nutzen. Ich drehe den Hahn um und 2 kleine Tropfen entrinnen. Hmm, klemmt da etwas. Er hat mir ja extra gesagt, dass er das Teil aufgefüllt hat. Alles testen hilft nichts, der Tank ist einfach leer. Wenn ich den wieder sehe, dann…… Wir haben natürlich unseren Trinkwasservorrat geplant und um weitere 100% aufgestockt, weil wir ja
nicht wissen, was hier in der Einsamkeit geschieht. Wir sind an 4 Tagen hier und es ist uns nun klar, dass wir gut haushalten sollten, wäre blöd, wenn wir am letzten Tag zu wenig Wasser haben und im Falle einer Panne noch weitere Tage auf Hilfe warten müssten. Nach dem Essen, räumen wir alles weg und klettern in die Zelte. Im letzen Jahr hatte ich in meinem Schlafsack etwas gefroren, so haben wir uns bessere gekauft. Wohlfühlgrenze liegt bei +2, kühler wird es unter -4 und absolut kann man ihm max. bis -18 nutzen. Wir lassen das Zelt auf der Kopfseite offen und starren raus. Es ist fast Vollmond, so dass wir sehr viel in der Pfanne erkennen können und tatsächlich immer wieder ziehen Tiere vorbei.

26.06.

Wir wachen zu sehr früher Stunde auf und es ist noch besser geworden, der Mond ist untergegangen und die Sterne reichen bis direkt an den Horizont ran. Irgendwie ein perfekter Moment um zu sterben, denn man soll ja immer aufhören, wenn es am schönsten ist.

Die Nacht ist sehr kalt gewesen, so dass man sich schon sehr genau in den Schlafsack legen musste. Morgens mache ich gleich Wasser heiß und wir trinken einen Espresso. Langsam erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen und erwärmen uns. Die Kälte vertreibt sich aus unseren Gliedern. In der Ferne hören wir Löwen brüllen. Es kann einem Menschen wohl kaum besser gehen als uns gerade. Wir sind hier, um uns zur absoluten Ruhe zu zwingen. So machen wir es auch. Wir lassen das Auto wo es ist und schauen unserem Afrika einfach nur zu.

27.06.

Wir haben die Nacht kaum ein Auge zugemacht. Es ist windig geworden und das Zelt flatterte schon sehr. Sogar so sehr, dass wir uns begannen Sorgen zu machen. Zudem ist es in dieser Nacht uns noch kälter vorgekommen, ich kann -1,6°C messen. Erst trinken wir einen Kaffee und bauen dann das Zelt zusammen. Auf der Oberflächte hat sich Eis gebildet. Wir fahren los, Wir erfahren Wege, wo schon länger kein Fahrzeug mehr gefahren war. Wir werden belohnt. Ein Honigdachs verschwindet im Gebüsch, Klasse, wir haben ein neues Tier gesehen. Aber wir entdecken noch mehr: viele Oryxs mit Jungtieren (die sind braun!), 3 Löwen lassen uns wenige Meter ran und wir verbringen viel Zeit miteinander. Am Nachmittag stehen wir wieder an unserem Platz und machen wieder einfach nichts.

28.06.

-3,6°C, ja, heute Morgen sind es -3,6°C. Selbst unser morgendliche Kaffe vermag es nicht, uns aufzuwärmen. Jetzt haben wir hier 3 Nächte verbracht und beginnen unseren 4. Tag. Die letzten Tage fehlten einfach so Dinge wir Lärm und Gestank. Diese Friedlichkeit ließ schnell die Sinne schärfen, erstaunlich wie schnell das gehen kann. Mit kalten Händen schaffen wir es nur schwerlich das Zelt zusammenzubauen und wir fahren los. Kaum sind wir 500m gefahren entdecken wir die ersten Katzenspuren, 3 Löwen. Das müssen die sein, die wir vor 2 Tagen östlich von unserem Camp entdeckt hatten, die Nacht haben sie sich an uns vorbeigeschlichen. Die Spuren sind so deutlich, dass wir das Gefühl haben, sie seien sehr dicht vor uns, wir machen den Fotoapparat schon einmal klar. Wir kommen um eine Kurve und halten an. Da sitzen sie und halten Ausschau. Wir schauen auf die Uhr und schätzen, dass wir durchaus eine Stunde hier stehen bleiben können. Da stehen wir also, vor uns UNSERE Löwen. Plötzlich bewegt sich einer und die anderen tun es gleich, wir schauen in die gleiche Richtung und sehen, wie ein Kudu auf die 3 zugeht. Sollten wir noch weiter belohnt werden und eine Jagd beobachten dürfen? Eine Löwin schleicht sich die Straße weiter runter und biegt links ab, sie will das Tier wohl zu den anderen treiben. Alles geschieht irgendwie ohne Absprache, perfekte Jäger. Die anderen halten sich geduckt. Dann ein Zucken, nicht von den Löwen sondern vom Kudu. Er hat wohl etwas bemerkt und nimmt schließlich Reißaus.

Wir verlassen die Kalahari und treffen nachmittags in Maun ein. Als erstes besorgen wir uns einen Stellplatz, kaufen ein und suchen die Duschen auf. In der Kalahari haben wir ja an unserem Wasser gespart, ausführliches Waschen ist da nicht drin gewesen. Es ist einfach herrlich. Wir essen dort im Hotel etwas, was auch noch sehr sehr gut schmeckt. Bald schlafen wir ein

29.06.

Zeitig geht es los. Unser Etappenziel ist Moremi. Vorher lassen wir aber noch unsere Gasflaschen auffüllen. Wir fahren die bekannte Strecke bis zu dem Punkt an dem sie sich gabelt. Links geht es zum South Gate, rechts geht es weiter in den Norden. Dort an dieser Gabelung ist ein Hinweis angebracht. Demzufolge ist die Kwai-Brücke beim North Gate zerstört. Mist, denken wir, dann wird bestimmt viel durch das South Gate fahren. Am South Gate sehen wir keinen Ranger und ich gehe zu deren Baracken, da sitz einer und kocht sich etwas warmes,..smaltalk. Wir fahren direkt nach Xahanaxa und suchen unseren Platz. Die Landschaft hier ist besonders schön und überall fallen uns Katzen- und Hyänenspuren auf. Wir erhoffen uns viele Entdeckungen.

Nachmittags, wir haben unser Camp schon zeitig aufgeschlagen und beenden gerade unser Essen, kommen plötzlich hektische Kinder zu uns gelaufen und berichten, dass ein Elefant kommt. Wir räumen schnell alles notdürftig ins Auto und warten. Da kommt er, einfach so durch das Camp. Hier befinden sich einige andere Reisende, alle finden es mehr oder weniger spannend. Wir finden es sehr beeindruckend, dass er mal so eben
bei einem Platz mit der Hacke ein Paar Kisten zertrümmert.

30.06.

Nach einer geräuschvollen Nacht wachen wir relativ spät auf. Hier im Norden ist es tropisch warm, schon morgens hatten wir es 13 °C warm. Wir brechen unsere Zelte ab und fahren Richtung Osten. Unterwegs entdecken
wir in gut 300m Entfernung eine sehr große Herde Elefanten. Wir halten an, klettern auf das Dach und schauen eine Ewigkeit zu. Später konnten wir das bei einer Gruppe Giraffen wiederholen. Irgendwann kommen wir wieder ins Camp zurück. Leider sind sehr viele Südafrikaner vor Ort, die das ganze hier eher als Party verstehen. Wir packen zusammen und fahren weg, suchen uns eine einsame Stelle und bauen unser Zelt erneut auf. Die Sonne geht unter und Elefant kommt vorbei und frisst genüsslich sein Grün, ein toller Tagesabschluss. Wir legen uns hin und schlafen ein. Um 23:30 werden wir beide hellwach, direkt neben unserem Auto hören wir ein Tier ganz deutlich. Der Mond ist noch ziemlich voll, so dass wir erkennen können, dass ein Nilpferd meint, direkt bei uns, sein nächtliches Mal einnehmen zu müssen.

01.07.

Wir fahren zum North Gate. Insgesamt sehen wir relativ wenige Tiere. Die tolle Landschaft tröstet uns aber darüber hinweg. Wir treffen 2 Österreicher, die uns erzählen, dass um Savuti wieder nichts ist. Gleiches hatten wir ja ach im letzen Jahr, also planen wir nun an Alternativem, sollte sich das bestätigen.

02.07.

Ich wache auf und Ilona will nicht so richtig, völlig verpennt die Liebe. Schon bald wird aber klar, dass nicht sie, sondern ich alles verpennt habe. Unser Fahrzeug steht so geschickt, dass sie die ganze Nacht Tiere beobachten konnte. Sie berichtet von Löwen, Hyänen, Hippos und Impalas, die alle während der Nacht entweder direkt am Fahrzeug vorbei liefen oder gut zu hören waren. Um 06:30 Uhr, es dämmert noch, fahren wir bereits über die lange Kwai-Brücke( sie war doch nicht zerstört). Tollste Landschaften eröffnen sich entlang des Kwais. Savuti erreichen wir zur Mittagszeit. Wir machen eine Pause und nutzen die Duschen. Auf dem Weg hier hoch haben wir wieder kaum Tiere gesehen, so beschließen wir einfach weiter zu fahren. Im letzen Jahr mit dem schrottigen Hilux, wäre das alles nicht gegangen, jetzt mit dem Defender, wir nennen ihn Bienchen, weil er so fleißig fährt, gibt es einfach keine Situation, die er nicht meistern kann. Die Strecke zum Ghoha-Gate erscheint uns noch schlechter als im letzen Jahr. Ab dem Ghoha Gate wird es noch schlimmer, aber Bienchen macht das schon^^. Um
15 Uhr erreichen wir Kasane. Ich kaufe ein, Ilona kann nicht mitkommen, schon lange nicht mehr. Das Auto lässt sich ja nur mit der Fernbedienung verschießen. In Maun hatten wir es morgens nicht aufbekommen, die
Batterie schien leer zu sein, denn nach einer Regeneration gingen die Türen doch auf. So wollen wir einfach kein Risiko eingehen. In Ihaha brutzeln wir uns leckeres Fleisch. Unser Tank ist noch halb voll, alles klappt in diesem Jahr einfach besonders gut.

03.07.

Nach dem morgendlichen Käffchen geht es los, entlang dem Chobe. Es dauert nicht lange und wir können nicht weiter. Das ist aber nicht weiter unangenehm, da der Weg von mindestens 800 Büffeln blockiert wird. Also, Motor aus, genießen, Fotos machen, genießen. Wir verbringen hier eine halbe Ewigkeit, bis wir dann unseren Weg weiter fahren. Sogar einen Löwen können wir entdecken. Schnell kommt uns der Jogger in den Sinn,
der im letzten Jahr meinte hier im Chobe seinen Sport machen zu müssen. Kurz sind wir in Kasane und füllen unsere Lebensmittel auf. Es drängt uns wieder zurück, denn um 13 Uhr wollen wir an einem bestimmten Punkt sein. Letztes Jahr sind wir genau dort von unglaublich vielen Elefanten umflossen worden. Wir kommen an und warten und siehe da, es klappt, die Zeit stimmt auch, wir empfangen wieder 100e von Elefanten, ein
gigantisches Schauspiel. Wir fahren weiter zu einer Art Halbinsel, dort stellen wir das Auto ab, klettern auf das Dach und beobachten wie auf der anderen Seite des Wassers immer wieder Elefantenherden ziehen. Es ist friedlich ruhig, lediglich Elefanten die Gras ausreißen oder im Wasser platschen sind zu hören. Die Zeit verrinnt, wir müssen wieder zurück. Wir schlagen unser Camp auf und eine Horde von Affen kommt. Sie klettern alle auf den Baum der neben unserem Zelt steht. Wir beginnen unser Essen zuzubereiten und beobachten die Halunken genau. Zwille liegt bereit und jeder der zu nahe kommt wird vertrieben. Es wird dunkel und wir beobachten, wie sich die Affen häuslich einrichten. Sie wollen auch hier schlafen. Es wird ruhig. Es wird auch wieder lauter. Die ganze Nacht über hören wir furzende Affen und natürlich auch immer das Platschen von feuchtem auf den  oden. Hoffentlich stehen wir nicht zu ungünstig unter einem der Äste.

04.07.

Wir krabbeln aus unserem Zelt und schauen uns um. Überall befinden sich grüne Kleckse, zum Glück keiner auf unserem Zelt oder Auto. Über die Hauptstraße fahren wir nach Kasane. Wir wissen nicht ganz genau, was wir nun machen werden. Sollen wir noch eine Nacht hier bleiben oder nach Savuti runter fahren. Gleich werden wir es entscheiden. Erst wird noch ein wenig eingekauft und dann soll getankt werden. Die eine Tankstelle hat leider kein Diesel, es wird aber gerade aufgefüllt. Wir warten 2 Stunden bis wir unseren Tank wieder voll haben. Damit ist für uns klar, dass wir heute nicht nach Savuti fahren, sondern noch eine Nacht hier oben bleiben. Wieder im Chobe zurück, fahren wir einen abschüssigen Weg und da läuft doch einfach ein Tier über den Weg. Keiner sagt was, wir überlegen: haben uns unsere Augen einen Streich gespielt? 20 Sekunden später platzt die Freude aus uns heraus. Wir haben einen Leoparden gesehen. Leider verlieren wir die Spur zu schnell, egal, wir haben einen gesehen. Freudigst fahren wir weiter und unserem Hoch folgt ein Tief. Wir finden eine Gruppe mit ca. 15 Elefanten, dort sehen wir erst ein Elefantenbaby liegen, es rührt sich nicht, dann noch eins und auch noch ein drittes. Betroffen halten wir an uns bekommen das erste Mal mit, wie Elefanten trauern. Die armen kleinen, was mag da wohl geschehen sein. Doch da, ein kleines Öhrchen bewegt sich. Das war es aber auch schon. Liegen sie im sterben? Wieder eine Bewegung, diesmal heftiger, bei den anderen geht es auch los. Dann ganz einfach, stehen die 3 kleinen Racker auf und gehen umher. Es folgt wieder unser Hoch. Offensichtlich haben die 3 kleinen eine Pause einlegen dürfen und die Tanten haben im Kreis drum herum einen Schutz gegeben. Jetzt haben wir schon 2 tolle Sachen erlebt. Wir fahren weiter. Unten am Chobe sehen wir einen Varan laufen. Ich springe aus dem Auto und versuche ein gutes Foto zu erhaschen. So pirsche ich mich langsam, leicht gebückt ran und merke, wie er mich beobachtet. Die ersten Fotos, werden aus der Hüfte geschossen und sind im Kasten. Einen Schritt noch, einen kleinen Schritt noch, uns das wird das Bild; Abstand 4 Meter; der Kerl dreht den Kopf, öffnet das Maul, knips, „KOMM-SOFORT-SCHNELL“ ruft meine Frau. Blindem Gehorsam gleich, drehe ich mich und laufe zum Auto. 5 Meter von der Stelle entfernt, an der ich stand, hatte sie einen Elefantenrüssel entdeckt, Ich hatte nichts gehört-nichts gesehen, unglaublich, die alten Schleicher wieder. Froh bin ich, dass ich wirklich gleich kehrt machte, denn es waren 2 Elis. Das Foto vom Varan  st leider nichts geworden. Wir fahren weiter Richtung Camp und sammeln fleißig Brennholz. Uns geht es gut. Ein Ereignis jagt das nächste. Ilona schmeißt einen mächtigen Ast aufs Dach. Wir fahren mit offenem Fenster und erhaschen alle Eindrücke. S P I N N E ! Weg wischen, Vollbremsung und raus aus dem Auto, Gedanken sammeln. Was ist gerade geschehen? Durch das offene Fenster ist eine Spinne auf meinen rechten Arm gefallen/gesprungen. Ich habe nicht die Größer, logisch auch nicht die Art (hätte ich eh nicht einsortieren können) wahrgenommen. Keine Ahnung ob es eine giftige, große, kleine oder kuschelige war. Die Reaktion hatte nur einen Sekundenbruchteil gedauert. Also irgendwo in unserem Auto muss jetzt  irgendeine Spinne sein. Schnell finden wir sie, nicht wirklich groß, wir befördern sie raus und fahren weiter. Der Abend begleitet uns mit einem der besten Lagerfeuer, die wir bisher hinbekommen hatten. Noch einmal wird uns bewusst, dass wir einen fantastischen Tag hatten. Wir krabbeln in unser Zelt und freuen uns einfach, bis uns die nächste Anspannung erreicht. Am Chobe gehen 6 Elefanten entlang und ausgerechnet auf der Höhe auf der
wir stehen, drehen sie rechts ab und kommen zu uns hoch. Es ist sehr dunkel, alles ist unheimlich. Mal sehen wir sie, dann wieder nicht, auf jeden Fall hören wir manchmal wie Sie Nahrung aufnehmen also wie sie
immer näher kommen. Sie gehen an uns vorbei und lassen uns einfach in Ruhe.

05.07.

Wir fahren Richtung Westen durch den Chobe und entdecken kaum Tiere. Weiter geht es und wir kommen in Savuti an. Dort halten wir an einem Wasserloch an und beobachten die Elefanten. Immer wieder strömen weitere
zum Wasser. Dabei kommen sie immer dichter an uns vorbei. Bei 5 Meter Abstand wird es uns zu bunt und wir fahren an eine andere Stelle und gewinnen dadurch einen größeren Abstand. Wir warten auf Löwen. Irgendwie
berichten ja immer wieder die Leute, dass die hier zahllos viele sehen. Wir haben schon wieder kein Glück. Im Camp wird geduscht, gespeist und schlafen gegangen. Die ganze Nacht über hören wir verschiedene Löwen
brüllen. Wir merken uns die Richtungen.

06.07.

Augen auf, Zelt zusammen legen und starten, dass alles ist in den ersten 15min nach 6 Uhr geschieht. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und wir fahren in die Richtung, in der wir Löwen vermuten. An den Elis fahren wir vorbei und pirschen, beide haben wir ein gutes Gefühl und es wird nicht enttäuscht. Da geht er her, kugelrund gefressen. Als er uns bemerkt, legt er sich hin und wartet, wir hin. In der nun aufgehenden Sonne sieht er sehr beeindruckend aus. Irgendwann erhebt er sich wieder und entwischt uns durch die Büsche. Wir fahren nun auch weiter, wir wollen heute durch das Mahabe Gate den Chobe verlassen. Wie immer sehen wir südlich von Savuti so gut wie keine Tiere. Wir stellen uns gerade drauf ein, dass wir den Chobe nun für längere Zeit nicht mehr sehen werden (mind. 1Jahr), da entdeckt Ilona 2 Löwen. Ein Pärchen, das sich immer wieder lieb hat. Ja macht viele Babys, damit wir hier mehr Löwen finden können! Auf dem Weg nach Moremi kommen uns ständig Autos entgegen-nervig- aber dann sind die wenigstens nicht dort, wo wir hinwollen. Durch das North-Gate befahren wir wieder gewohnte Bereiche.

Wir machen eine kurze Mittagspause und verlassen Moremi wieder. Unten am Kwai wollen wir die Stunden bis zur Dämmerung genießen. Es hat sich gelohnt. Mit untergehender Sonne haben wir hinter dem North Gate unser
Camp errichtet und sitzen vor unserem Feuer. Eine Hyäne wagt sich ziemlich dicht an uns heran, geht aber weiter.

07.07.

Wir verlassen die Campsite, fahren nach Xahanaxa und sehen unterwegs keine Tiere, aber wunderschöne Landschaften. Vor Ort unterhalte ich mich mit einem Ranger, er verrät uns, wo wir Katzen finden könnten, wir machen uns auf dem Weg. Tatsächlich finden wir 2 Löwen. Langsam fahren wir unsere Runde und befinden uns inzwischen auf den Rückweg. In dem waldigen Gebiet sehen wir den ersten Elefanten und dann noch einen, wir
fahren weiter, langsam aber kontinuierlich sind hier immer mehr Elefanten und wir müssen immer dichter an ihnen vorbeifahren. An einer Kurve läuft einer hinter uns her. Das Kennen wir aber und war irgendwie auch klar, wenn man abhaut, laufen die eben sehr gerne hinterher. Der Abstand zu unserem Verfolger vergrößerst sich, er bleibt stehen. Ich sage gerade zu Ilona: ja, das ist Afrika, überall Elefanten und wir mittendrin wobei ich um die nächste Kurve fahre. Vollbremsung. Überall Elefanten, zu dicht, rechts ein Busch, dahinter ein Elefant, Abstand 5-6 Meter, dahinter noch einer, links 2 oder 3 Kühe und ganz kleine; geradeaus vor der nächsten Kurve noch mehr, Ok, ihr habt gewonnen. Jetzt müssen wir überlegen, was wir machen. Wir beobachten Elefanten ja nicht erst seit gestern, so loten wir unsere Möglichkeiten aus. Option 1: Vollgas und laut drauf zufahren,  höchstwahrscheinlich werden sie  abhauen, was ist mit dem Restrisiko. Ich schaue mir den Weg an, Option 1 fällt flach weil a) der Weg zu sehr mit tiefen Löchern ausgestattet ist, schnelles Fahren nicht möglich ist und b) in 10m kommt eine Kurve, was ist dahinter?. Wenn wir dran vorbei sind, wird einer möglicherweise hinterherlaufen. Also Option 2: Motor aus, Fenster zu, nicht bewegen und nicht atmen, einfach nichts machen. Der rechts vorne kommt hinter dem Busch hervor, 4 Meter Abstand, gar nicht klein der Eli, er schüttelt den Schädel mit abstehenden Ohren und trötet, hui das war sein vorletztes Warnzeichen. Als nächstes kommt er auf uns zu, es sind nur wenige Meter, er bleibt stehen, sein linkes Vorderbein schwingt durch und 30cm vor unserem Auto wieder zurück. So, das war seine letzte Warnung, das nächste Mal wird er das Auto schrotten. Er dreht sich aber wieder und frisst weiter. Er geht noch einen Schritt weiter und ist nun 6 oder 7 Meter weg, die anderen haben sich auch kaum bewegt. Ich mach den Motor an und fahre behutsam durch die Schlaglöcher und beobachte jede Regung; bin drauf gefasst nun doch mit Vollgas drauf zu zufahren, wir kommen um die Kurve und haben es geschafft, kein Elefant vor uns auf dem Weg, aber 20 Meter weiter ca. 50 Elefanten an einem Wasser. Ich habe kein Sinn für
Beobachtung, ich will weg und mich geistig entspannen, ich fühle mich gestresst. Wir fahren weiter und drehen immer wieder, weil über all Elefanten sind. Es ist wie ein Spießroutenlauf. Wir achten schon lange nicht mehr auf unser GPS, wir wollen nur hier aus der Herde raus. Langsam sehen wir keine Elefanten mehr. Es müssen Hunderte gewesen sein. Jetzt wollen wir nur schauen, wo wir gerade sind, damit wir auch wieder zurückfinden können. Ich will nur noch eins. Zelt aufbauen und ein Castle vernichten.

08.07.

Ich mache ein kleines Feuerchen, und wir trinken dabei unseren morgendlichen Kaffee, wenn wir jetzt noch eine Zigarette im Mund gehabt hätten, wäre es wie aus den alten Werbefilmen. Wir fahren zur Fourth Bridge. Wieder ist eine Elefantenherde entdeckt. Der Abstand ist gut, der Himmel blau im Hintergrund Wasser, es sieht toll aus. Jetzt beschließen wir wieder zurück zu den Löwen zu fahren. Auf dem Weg dorthin kommen wir zum Glück nicht wieder zu den Elefanten von gestern. Die Löwen finden wir tatsächlich wieder und wir machen ein Päuschen. Es dauert nicht lange, bis wir entdeckt werden und so ruft ein Ranger den anderen, bis dann 5 Autos da sind, wir verdrücken uns. Die Campsite ist voll. Wieder voller Südafrikaner, wir wissen, was das für die Abendruhe bedeutet und fahren vorbei und campen 1 km entfernt. Hier ist es einsam und ruhig, eben genau unser Ding. Es wird dunkel und wir schlafen ein. 23:30Uhr -Da ist was, wir sind beide wachgeworden und hören das typische knacken von Ästen, wenn sich ein Elefant nähert. Unser Zelt ist nur mit dem Mücken-Netz verschlossen, wir können so gut wie nichts sehen. Ruhig liegen wir auf dem Rücken und versuchen den Elefanten zu orten. Er muss hinter dem Busch stehen der hinter unserem Auto ist. Langsam bewegt er sich, es scheint, als wenn er in einem Halbkreis um unserer Auto herum speist. 30 min später ist es wieder ruhig.

09.07.

Knack, da ist er wieder, es ist halb Eins morgens und er ist wieder an dem gleichen Busch an dem er gerade mal gewesen war. Wir registrieren jeden Meter, den er sich bewegt. Vom Gefühl her kann er nur ganz weniger Meter von unserem Auto entfernt sein. Machen können wir kaum was, also warten wir. Mal ist er etwas Näher dann auch mal wieder weiter weg, er kommt aber immer wieder bis auf wenige Meter ran. Das einzige was wir unserer Meinung nach machen können ist lauter Krach. So liege ich auf dem Rücken habe meine Signalpfeife wenige cm vom Mund entfernt. Ich habe das Gefühl, als wenn er gleich was machen wird. Die Spannung kann ergriffen werden so nah und dicht ist sie. Ich frage Ilona, wann wir aufhören cool zu bleiben, sie meint, wenn das Auto anfängt zu wackeln. Er ist so dicht, dass wir ihn schnauben hören. Zwei weitere Stunden verweilen wir so, bis er ablässt und wir schlafen können. Das war einfach irre. Sehr müde fahren wir nach Maun. Dort wird getankt und fehlendes nachgekauft. Wir duschen, sogar warm und entspannen. Wir entspannen den ganzen Tag und machen ein fach nichts außer quatschen. Abgesehen davon stinken wir nach Seife. Die Haare bewegen sich frei im Wind und unsere Bäuche sind voll. 

10.07.

Zeitig starten wir. Heute wollen wir Makgadigadi erreichen. Eine unspektakuläre Fahrt bringt uns zum Park. Leider bekommen wir keine Campsite und suchen außerhalb. Nachdem wir nun eine gefunden habe, sogar mit Blick auf den Boteti, fahren wir wieder zurück zum Park und bitten um Einlass. Alles in allem ist es nicht so der Bringer, nach all dem was wir bisher erlebt haben, ist es hier eher langweilig. Wir fahren stundenlang ohne etwas nennenswertes zu sehen. Wir schlagen unser Camp auf und essen mit Blick auf den Boteti. Immer wieder ziehen Zebras vorbei.

11.07.

Wir verlassen den unsere Camp noch im Dunkeln und kommen dadurch sehr früh in Khama Rhino an. Wir bekommen einen Platz, er ist aber belegt, also fahre ich zurück. Wir bekommen einen anderen, der ist auch belegt,
ich fahre wieder zurück, mein gott, dann nehmt euch einen der frei ist, ok, machen wir doch glatt. Auf unserer Fahrt entdecken wir ein paar Tiere, ein Nashorn ist auch dabei.

12.07.

Wieder starten wir sehr früh. Das sollte aber gehen. Gestern fragte ich extra nach, ob wir sehr zeitig durch das Gate fahren können. Antwort: hier ist immer jemand. Jetzt stehen wir vor dem Tor ein Vorhängeschloss hält mit eine Kette das Tor zu. Keiner ist hier aufzutreiben. Na typisch, das können die Afrikaner gut. Ilona geht zum Schloss, Es hängt, aber ist nicht verschlossen, so können wir uns auch raus stehlen. Ilona verschließt alles wieder leise und wir fahren. An einer Straßensperre halten wir an, wie schon so oft. Wir werden nach Milch und Fleisch gefragt. Ein Polizist kontrolliert derweilen das Fahrzeug. Dabei schaut er auf einen Aufkleber auf der Windschutzscheibe und meint, mit dem Auto dürften wir nicht fahren, schon seit fast 2 Wochen nicht mehr. Er faselt was von Gesetzen und Bestimmungen. Mist denke ich, gleich ist das Auto stillgelegt. Ich ahne, dass es sich um so etwas wie eine TÜV-Plakette handeln muss. Ich versuche ihm zu erklären, dass es ein Mietfahrzeug ist und ich es morgen abgeben werde, das sollte doch dann alles kein Problem sein. Er zeigt sich wenig nachgiebig, Ich gehe mit ihm ein paar Meter von den anderen Menschen weg und überlege mir schon eine Pula-Größe. Da meint er, ich müsste eine Strafe zahlen und er hoffe, dass er ich sie vom Vermieter zurückbekäme. In Gaborone kaufen wir wieder mächtig viel ein. Anschließend verlassen wir Botswana und kreuzen wieder bei Mel in Zeerust auf. Er hatte die E-Mail von unterwegs erhalten und uns tatsächlich unser Hüttchen freigehalten. Schnell schmeißen wir alle Pröttel rein, reinigen ein wenig den Wagen und setzen uns in den Garten. Uns kommt eine Idee. Wir kaufen Mel das alles hier ab. Wir haben nur 2 Hürden zu überwinden. 1. Wir brauchen die Kohle und 2. Mel weiß noch nichts davon.

13.07.

Es geht weiter nach Johannesburg. Um 13 Uhr sind wir an der Mietstation, Alles wird genau begutachtet, wir erklären alles, bekommen unsere Strafzettel bezahlt und werden zum Flughafen gebracht. Schnell Checken wir ein, setzen uns vor dem Flughafen in die Sonne und überlegen, ob wir wieder Kiki anrufen und veräppeln. Wir lassen die arme und trinken leckeren Wein.

14.07.

Seit 1 Stunde sind wir wieder daheim. Der Flug ging gut über die Bühne, die Rückfahrt vom Flughafen auch. Jetzt ist Frustbewältigung angesagt. Mal schauen, wie viele Tage es dauern wird, bis wir die nächste Reise gebucht haben werden.

Nachbetrachtung

Das war eindeutig die tollste Reise, die wir jemals machten. Mehr muss man dazu nicht schreiben

 
 

Botswana Jul ‘06

04 Mai


7. Apr 2006 – 22. Apr 2006

Dezember 2005

Die Reise nach Botswana beginnt wie jede andere Reise auch ziemlich früh in unseren Köpfen. Jetzt aber haben wir das Gefühl, als wenn wir uns viel intensiver Vorbereiten müssten, als je zuvor. Denn es ist ja nicht einfach nur so, dass wir von Ort zu Ort fahren, sondern nun muss man ein GPS-Gerät und Kartenmaterial kaufen und sich damit vertraut machen. Diesmal wird es nicht so sein, dass man schnell von jemanden Hilfe bekommen kann, oder dass man tanken fährt, wenn man meint, so nun ist es langsam wieder an der Zeit. Wir müssen uns Gedanken machen welche technischen Dinge wir brauchen. Beginnend mit der Anzahl der Batterien und Ladegeräte, Werkzeuge, Ersatzkanister, Schaufeln, Lampen usw.

Alles ist irgendwie graue Theorie.

Wir sind mal gespannt wie es werden wird. Ob wir uns übertrieben intensiv vorbereitet haben werden oder gar zu wenig

Teil I

14.07.2007

Als erstes steigen wir in DUS in den Flieger und das tolle dabei ist, dass es ein Freiflug ist. Die 6h nach Dubai vergehen wie im Flug, ist immer schade, wenn man so bald wieder landet, dann kann man das tolle
Unterhaltungsprogramm nicht voll nutzen. Die 4,5 h in Dubai vergehen dann auch mit dem üblichen rumlaufen und schauen. Zum Glück ist der zweite Flug nach Johannesburg etwas länger, man kann also einen Film mehr sehen. In Johannesburg kommen wir zur frühen Mittagszeit an, wir sollen hier abgeholt werden. Zum Glück finden wir niemanden gleich, denn wir wollen ja noch am ATM Geld holen. Kaum haben wir den Automaten um etwas Bargeld erleichtert sehen wir auch schon unseren Abholer. Es ist ein
Mitarbeiter der Britzniederlassung, der uns zum Fuhrpark bringt. Die Fahrt vergeht mit ein wenig Smaltalk und wir kommen an. Die Formalitäten können wir mit jemanden machen, der deutsch spricht, das erleichtert alles ungemein. Es kommt dabei aber raus, dass, sollten wir nicht die Versicherung upgraden, wären für uns über 600 € gewesen, wir mit einer Selbstbeteiligung von 6.000 € unterwegs sein werden. Wir machen es nicht. Das Auto kostet für die 3 Wochen ungefähr 2.400 € da muss nicht noch so ein großer Betrag hinzukommen.. Nachdem wir nun alles geschäftliche erledigt haben, werden wir zu unserem Fahrzeug geführt, WOW, das sieht nagelneu und toll aus. Es ist ein Toyota Hilux mit einer 2,7 l Maschine.
Als erstes soll ich mit einem Mitarbeiter um das Auto herumgehen und jede Beschädigung anzeigen, da war aber kaum ein Kratzer zu sehen. Anschließend müssen wir die Ausstattung durchzählen. Es ist sagenhaft viel dabei, sogar ein toller Kühlschrank, wir sind extrem beeindruckt. Da wir noch niemals mit einem geländegängigem Fahrzeug unterwegs waren, lassen wir uns das genau erklären.

(folgendes bitte nicht für bahre Münze nehmen, aber so war es) Als erstes erklärt er uns wie eine Gangschaltung und das mit der Kupplung so funktioniert. Nun ja, irgendwie kommt mir das ja schon
bekannt vor. Dann beginnt aber der wesentliche Teil. Er sagt: ” Sobald ihr auf unbefestigte Straße kommt legt ihr den Hebel von H2 (normales fahren, 2 angetrieben Räder) auf H4, der schnelle Allradgang, wenn das Geländer dann schwieriger wird, drückt ihr den Schalter RR Diff Lock um hinten das Differential zu sperren, wenn das nichts mehr nützt, schaltet ihr den Hebel auf L4, dann aber nur max den 2. Gang benutzen und wenn dass dann auch nichts mehr bringt, steigt ihr aus und stellt ihr vorne an der Achse jeweils den Drehring auf “lock”. Soweit ist alles klar. Wir räumen unser Gepäck ein und starten den Motor. Ilona schnallt sich an und der Gurt hält nicht. Wir probieren es mehrmals, es geht nicht, wir steigen aus und reklamieren es. Es dauert noch weitere 1,5h bis dass dann endlich funktioniert. In diese Wartezeit stellen wir fest, dass sich an der hinteren Klappe eine Gummidichtung löst, auch die wird erneut angeklebt.
Alles wird fein gemacht wir starten mit einem absolut leeren Tank. Gleich um die nächste Ecke tanken wir, 140 l sollen reingehen. Die Fahrzeugübergabe hat nun länger gedauert als erwartet, wir fahren aber
dennoch entspannt Richtung Westen. Im Idealfall wollen wir Zeerust erreichen. Wir wissen, dass so ein Fahrzeug viel Sprit schluckt, wir fahren gemächlich. Am frühen Abend kommen wir tatsächlich an unserem Bestimmungsort an, es ist aber leider zu spät, um noch einkaufen zu gehen. Wir beziehen unser kleine Wohnung, sie ist einfach, aber ausreichend, wir wollen ja nur schlafen und unser Gepäck umpacken. Nach 2 h Stunden sind wir alle und gehen schlafen.

16.07.2007

Der Wecker befiehlt uns, um 06:00Uhr das Bett zu verlassen. Wir Frühstücken lecker und fahren los. Als erstes werden wir die Grenze zu Botswana erreichen. Auf den letzen Metern vor dem Übergang kommt von
hinten nach und nach ein großes Fahrzeug näher, ich denke mir nichts dabei, wir fahren ja gemütlich. Tatsächlich schaffen wir es, vor denen an der Grenze zu sein. Wir sind gerade mit den Formalitäten für die
Ausreise fertig geworden, da stürmt eine Horde von mind. 30 Menschen rein. Das große Fahrzeug ist ein gefüllter Bus. Hätte der es noch geschafft, uns zu überholen, hätten wir hier wohl mind. 2h warten müssen.

Bei der Einreise nach Botswana werden wir nach einer Disk? gefragt. Ich habe keine Ahnung was das ist, erklären will sie es uns auch nicht, ich denke wir haben so etwas nicht. Nun vermutlich meinte sie einen
Nationalzeichen-Aufkleber auf dem Auto. Es kostet P40 extra. Wir haben aber doch keine Pula, sie dürfen doch nicht eingeführt werden. Wir werden zu einem Tauschbüro geschickt und tauschen zu einem sehr
ungünstigen Kurs. Jetzt sind wir endlich in Botswana und fahren weiter zu Khama Rhino Sanct. Wir planten früh anzukommen, denn wir müssen heute ja das erste Mal unser Zelt aufbauen, man weiß ja nie, wie ungeschickt man sich bei neuen Sachen anstellt. Wir kommen tatsächlich am frühen Nachmittag an. So früh, dass wir wohl noch ein Game Drive machen können. Wir hatten nichts reserviert, bekommen aber einen Platz zugewiesen. So, nun geht es richtig los, wir sind im Gelände, wir werden nun mit Allrad
fahren. Was sagte er noch bei der Übergabe? Wenn ihr auf unbefestigter Straße seit, legt den Schalter auf H4. OK, kein Problem, ist schnell gemacht. Ich fahre los und nach dem ersten Meter hören wir ein lautes
Klack..Klack..Klack..Klack. Die Umstehenden schauen uns verwundert an, wir uns auch. Ich nehme den Gang wieder raus und fahre um die erste Biegung. Also dass klang gerade überhaupt nicht gesund sagen wir uns. Ich probiere es wieder, wieder klackert es. Wir fühlen uns mies. Wir sind nur 600 km weg, von der Anmietstation und haben wohl ein kaputtes Auto. Wir sind richtig sauer, so richtig. Wir fahren nur ein paar Meter hier rum und haben keine richtige Lust, nach Rhinos zu suchen, das Auto beschäftigt uns zu sehr. Wir bauen unser Zelt auf und überlegen, kochen uns dabei ein Süppchen mit dem Gaskocher, der beim Auto dabei war. Also, es ist wohl so, dass da was nicht stimmt, sonst hätten die anderen ja auch nicht so geschaut. Unsere Kontaktadresse hier in Botswana ist jemand in Maun, falls was mit dem Auto nicht stimmt. Wir entscheiden morgen langsam zu fahren und, wenn wir dann in Maun sind, dort vorstellig zu werden.

17.07.2007

Als erstes machen wir uns morgens einen Espresso. Das Aufbauen des Zeltes gestern hatte gut geklappt und die Nacht ging auch gut vorbei. Wir fahren hier rum und finden eine Stelle, an der man geschützt gehen kann. Wir packen uns den Fotoapparat und schleichen los. Ich komme um eine Ecke und 2 Rhinos scheuchen auf, wir bewegen uns einige Minuten nicht, sie scheinen sehr scheu zu sein. Ilona macht langsam die Fototasche auf und das ist auch noch zu laut, wir bewegen uns wieder nicht. Nach 10 min
haben wir ein paar Fotos gemacht, die Rhinos genossen, dann sind die abgehauen, es war denen wohl dann doch nicht so ganz geheuer, Es waren Breitmaulnashörner, werden wir wohl jemals die anderen sehen?. Wir fahren weiter und finden tatsächlich noch einmal  zwei. Also haben wir 4 von geschätzten 28 aus ganz Botswana gesehen. Wir verlassen die Region in Richtung Norden. Nach insgesamt 700 km stand die Tankanzeige auf genau 50 %. Also kommt man wohl so ungefähr, wenn man sehr sparsam fährt, mit 10 Liter /100 km aus. Wir fahren und fahren und ich schaue nach 150 km mal wieder auf die Tankanzeige und bekomme einen Schock, es geht rapide schnell nach untern. Morgens hatten wir überlegt, ob wir den Tank
wieder füllen, wollten aber keine 20km Umweg machen (wie albern) und jetzt wird es kribbelig. Schnell schauen wir nach, wo die nächste Tankstelle ist. In Deutschland hatte ich schon viele wichtige Punkte ins
GPS gepackt, Wir müssen noch irgendwie mind. 150 km weit kommen. Wir fahren und schauen auf die Anzeige und fahren und schauen und versuchen abzuschätzen was geschehen wird. Nach weiteren 50 km ist die Anzeige auf den untersten Strich bei Empty angekommen. Wir rechnen damit, dass wir vielleicht noch 50km weit kommen, also 50km bis zur Tankstelle fehlen. Die Nadel der Tankanzeige hat den Balken von Empty nach unten hin verlassen. Ich lasse das Auto bergab nur noch im Leerlauf rollen, meist geht es aber bergauf, Na Klar. Es sind noch 40km die Kontrollleuchte geht an, wir schauen im Handbuch nach, ob da was von einer Reichweite steht. Es heißt wir sollten bald eine Tankstelle anfahren, …  Witzbolde. Es sind nur noch 30 km, nur noch 20 km, Also jetzt wäre es schon ein fasst machbarer Fußmarsch, noch 10 km, Hoffnung keimt, da der Ort noch 5 km, hoffentlich stimmen die GPS-Daten und da ist wirklich eine Tankstelle, wir schaffen es, nach ganz genau 1000km sind wir an einer Tankstelle. Das befüllen dauert ewig, ich schaue auf die Zapfsäule, 133 Liter sind schon drin und es geht noch weiter. Ich zahle und vergesse nachzuschauen, wie viel Liter es nun wirklich waren. Es war bestimmt höllisch knapp.

Um 14 Uhr kommen wir im Makgadikgadi Park an und fahren gleich, aber vorsichtig, auf Pirsch. Wir sehen einen Elefanten, einige Impala, Zebras und Gnus und kommen schließlich am Hippopool an. dort ist nichts zu sehen und wir beschließen, von der anderen Seite aus, dort ran zu fahren. Gerade kommen wir um eine Biegung, sehen wir etwas tiefsandigeres und ich bremse abrupt und wir überlegen, ob wir da durchfahren können oder eben nicht. Ich meine, klar, wir haben schließlich einen Geländewagen, Ilona will es nicht. Da es nur ca. 10m lang ist, dieses Stück, setze ich mich durch, fahre rein und bleibe stehen. Ach ist ja kein Problem, ist ja nicht so, dass wir in Deutschland nicht auch schon mal stecken geblieben wären (im Schnee). Also lege ich den 2. Gang ein geben vorsichtig Gas und will raus fahren, geht nicht, die Räder drehen durch, ok dann eben rückwärts, geht wieder nicht, die Räder drehen durch. Ach ja, der bei der Fahrzeugübergabe hat ja gesagt, wenn es mit H4 nicht geht, nimm L4, ich schalte um, gebe etwas Gas, geht wieder nicht. Na ja, wir haben ja immer noch die Option mit dem Feststellen der Räder vorne, ist also alles kein Problem, jetzt müsste es dann ja klappen. Mist, geht nicht. Wir steigen aus und suchen nach der Schaufel und fangen an zu graben und zu graben. Die Zeit vergeht und wir kommen einfach nicht weiter, wissen auch nicht so genau, wo wir wie viel graben müssen und versuchen es aber immer wieder. Die
Erschöpfung holt uns ein, die Motivation verlässt uns nicht, denn im Internet lasen wir, dass da einer schon mal zwei Stunden lang gebuddelt hat, wenn wir das nun am ersten Tag dann hinter uns bringen, dann ist es ja gut. Es zeigt sich immer mehr, dass es aussichtslos ist, wir kommen mit jedem Befreiungsversuch immer tiefer in den Sand. Nach mehr als 2 Stunden kommt ein älteres Ehepaar vorbei, die helfen uns dann beinahe noch 45min und dann kann er uns rausziehen. Irgendwie sind wir sehr
überrascht, dass da ein fremder einfach soviel Zeit für uns investiert, er meint nur, dass macht man hier so. Wir freuen uns und können wieder fahren. Wir sind jetzt aber so verschwitzt, dreckig und sandig, dass wir einfach nur das Zelt aufbauen uns waschen und dann schlafen gehen wollen. Die Rückfahrt zum Zeltplatz macht uns kein Spaß, wir haben keine Ruhe, dieses blöde Auto, alles funktioniert nicht. Am Zeltplatz bauen wir das Zelt auf, Ilona geht duschen. Das helfende Ehepaar ist auch dort und sie rufen mich. Er lädt mich zu einem Schnaps ein und meint auf einem Bein, könne kein Mann stehen und gibt mir noch einen, wir reden noch ein wenig und ich bedanke mich noch einmal ganz doll für deren Hilfe. Jetzt gehe ich duschen, stelle da das Wasser an und … oh.. ja.. ziemlich kalt. Die haben ja immer geschrieben, dass die Duschen nur kaltes Wasser haben können, dass aber kaltes Wasser beim duschen dann so kalt sein wird, hätte ich nicht gedacht, tut aber trotzdem gut. Einigermaßen sauber möchte ich nun das Abendessen vorbereiten und hole den Gaskocher raus, da ist so eine Verzweigung dran, so dass man mit Gas kochen und mit Gas eine Lampe betreiben kann. Das Licht geht nicht, Irgendwie war das ja auch klar, es klappt eben einfach nichts hier.

18.07.2007

Die Nacht war schon recht spannend gewesen. Außer dem extrem lauten Generator hörten wir auch Zebras und Löwen in der Nähe. In der Nähe? Oh in der Nähe hatten wir auch unser Auto freigebuddelt,..puuuh. Als erstes mache ich uns einen Kaffee, dann bauen wir alles ab und starten zu einer
Rundtour. Wir finden 3 Giraffen, Zebras und Gnus. An dem Wasser an dem wir uns freibuddelten sind heute 3 Hippos. Gegen 09:00 Uhr verlassen wir den Park. Am Ausgang frage ich einen Ranger, ob er Ahnung von Autos habe, bei mir würde da ständig etwas klappern, wenn ich auf H4 schaltet. Er meint, das wäre normal. Ok, ist wohl doch nichts kaputt, ganz so vertrauen können wir seiner Auskunft aber nicht, denn das Geklapper ist ziemlich laut und damit soll man dann 100 fahren dürfen, nein, bestimmt nicht. Wir fahren heute ja eh nach Maun, da haben wir eine Kontaktadresse des Autovermieters, da gehen wir hin. In Maun kommen wir im Sedia-Hotel auf dem Campingbereich unter. Sofort versuchen wir diesen
Typen zu finden, wir finden nichts was auf eine entsprechende Autowerkstatt hindeutet und gehen einfach zu jemand anderen. Der findet dieses Geräusch nicht gut. Ich denke gleich, der will jetzt bestimmt mit so ein paar blöden Touris ein Geschäft machen. Helfen kann er uns aber dann doch nicht. An der Straße spreche ich einen an, der ein gleiches Fahrzeug hat und frage den, der hört sich das an und will uns helfen, er kennt jemanden, der was machen kann, es würde aber was kosten. Wir wollen nichts zahlen, schließlich haben wir hier eine Kontaktperson und es ist nicht unsere Schuld. Ich sage dem diesen Namen und er kennt den sogar. Er will sich in 30min mit dem und uns treffen. Wir warten, nach 90min geben wir es auf, fahren einkaufen und denken im Zelt nach. Wir haben nun verschieden Probleme. Ist da nun was kaputt oder nicht? Wenn etwas defekt ist, wie viele Tage dauert die Reparatur? Und wenn wir dann weiter fahren wie machen wir das mit der Spritmenge. Ich habe Angst dass sie nicht bis zur nächsten Tankstelle reicht, denn schon auf der Straße verbraucht er mind 15-18 Liter. Lange diskutieren wir. Eines steht fest: das Auto ist evtl. defekt und wir wollen hier nicht festsitzen, wir wollen es einfach probieren und mit dem Tank werden wir uns morgen was ausdenken.

Teil II

19.07.2007

Nach dem Zusammenpacken fahren wir einkaufen. Ich entdecke einenHardwareladen, dort wollen wir unser Gas auffüllen lassen, da sich die Flasche so leer anfühlt. Gas bekommen wir nicht, ich kaufe aber 2
Plastikkanister á 25 Liter. so werden wir mit 190 Litern Benzin hier wegfahren, das wird hoffentlich reichen. Wir finden auch einen Laden wo man das Gas auffüllen lassen kann, dort gebe ich meine Flasche ab und es dauert und dauert. Irgendwann teilen die uns dann mit, dass sie diese nicht öffnen können, da sei was kaputt. Na, war ja klar, so können wir nun all das gekaufte nicht erhitzen, wenn das Gas alle ist. Aber da können wir nun ja eben nichts machen, Also gehe ich noch mal einkaufen und kaufe Dinge, die wir in Alufolie im Feuer garen können. Nachdem nun alles für die Wildnis vorbereitet ist fahren wir schon heute in Richtung Moremi und campieren alleine auf einem Platz vor South Gate. Morgen müssen wir also
nur 28km fahren. Es ist noch recht früh, so machen wir alles ziemlich gemütlich und verbringen den restlichen Tag mit lesen und planen.

20.07.2007

Wir sind schon eine weile wach, trauen uns aber erst jetzt auf zu stehen, wir wollten draußen nicht im Dunkeln rumlaufen. Wir packen alles zusammen und fahren zum South Gate von Moremi. Schon auf dem Weg dorthin entdecken wir 15 Giraffen . Für South Gate hatten wir uns 2 Tage reservieren lassen, ging leider nicht anders. Ich gebe den Ranger unsere Papiere und er erklärt, dass es hier kein Wasser gäbe, na egal denke ich, wir haben genügend dabei. Er meint aber auch, dass wir oben bei Third Bridge unser Zelt aufschlagen sollen. Klar, wir freuen uns wie Schneekönige, nun haben wir 3 Nächte Third Bridge. Der Tag fängt super gut an. Es vergeht kaum eine halbe Stunde, da sitzen wir fest. Wir fangen an zu buddeln. Es
dauert eine halbe Stunde bis jemand anderes vorbeikommt, sich das ganze ansieht. Er meint, wir räuchten nicht weiter zu buddeln, ich soll versuchen zu fahren, er und Ilona schieben und schau an, wir sind frei. Wieder werden wir mit Ratschlägen überschüttet. Irgendwie bleiben wir immer hängen, weil das Ersatzrad
unter dem Auto aufsetzt. Wir müssen uns nun entscheiden, wie wir nach Third Bridge fahren werden. Wir wissen, dass die Brücke nach den letzten Überschwemmungen noch nicht wieder repariert ist, also können wir von dieser Seite aus nicht dorthin fahren. Die andere Möglichkeit hat auch 2 Alternativen, wir wählen den Weg über Bodumatau, der soll nicht so sandig sein. Wir fahren mehr schlecht als recht den Weg entlang. Immer, wenn es zu tiefsandig aussieht, fahren wir ein paar Meter rückwärts stellen den Geländegang H4, unseren Klappergang, an (wir trauen uns nicht immer damit zu fahren, weil wir meinen, da ist etwas kaputt) und fahren mit Schwung durch die schlimmen stellen. Es geht nicht gut, aber es geht. Wir kommen um eine Kurve und dann sehen wir mind. 200 Meter tiefen Sand. Also wie erprobt fahren wir mit Schwung rein und kommen 10 m weit bis wir feststecken. Ich versuche raus zu fahren, grabe dabei aber das Auto immer tiefer ein, es hat keinen Sinn, wir müssen wieder buddeln. Wenn das so weiter geht werden wir bald ganz Botswana einmal umgegraben haben. Eine knappe Stunde buddeln wir und versuchen es. Wir kommen kaum einen Meter weit und stecken wieder fest. Wenn wir nach vorne schauen, sehen wir, dass da ja noch knapp 200 Meter kommen. Wirschaufeln wieder und kommen wieder einen Meter weiter. Nein, so werden wir das nicht schaffen, wir müssen die Fahrspur verlassen und müssen
nebenher fahren, irgendwie. Puh geschafft, nach 2,5 Stunden stehen wir neben der Piste. Wir sind so was von sauer. Mit dem Auto kann man in der Stadt zum Einkaufen fahren, aber nicht in Botswana abseits der Straßen. Wir überlegen gerade ernsthaft, ob Botswana nichts für uns ist, können es nach so vielen Reisen in Afrika aber kaum glauben, wir wollen nicht aufgeben und fahren weiter. Unsere Strategie haben wir nun geändert, wir fahren nicht mehr mit Schwung durch den Sand, sondern umfahren ihn. Jedes Mal steigt Ilona aus, geht vor dem Auto her und sucht einen Weg durch die Büsche. Das ganze ist irgendwie ein spannendes Unterfangen, sie spaziert da draußen rum, hinter jedem Busch kann ein schlimmes Tier
auftauchen, vorsichtig pirscht sie sich nach vorne, ich fahre hinter her.

Es dauert alles so lange, aber nicht lange genug bis zur nächsten üblen Situation. Zwei Wege scheinen für uns möglich zu sein, beide stehen unter Wasser, wir werden uns hüten da durch zu fahren, das schaffen wir niemals. Es ist inzwischen schon 15 Uhr in 3 Stunden ist es dunkel und wir kommen nicht weiter. Nein, hier oben wird wohl niemand zur Third Bridge kommen können oder eben nur wir nicht. Was machen wir also? Bauen wir hier einfach unser Zelt auf und fahren morgen die Strecke wieder zurück oder versuchen wir es heute noch. Wir müssen zu eine Kreuzung zurück, von der aus wir bis hier hin 5 Stunden gebraucht haben. Wir versuchen es. Diesmal aber ohne Rücksicht auf irgend etwas, wir dürfen keine Zeit verlieren. Wir fahren mit Vollgas und hüpfen so über den Sand wie ein flacher Stein über eine Wasseroberfläche, es geht, ist aber brutal. Wir schaffen es mit alle Rädern in der Luft zu sein, wir schlagen mit den Köpfen immer
wieder gegen das Autodach, wir kommen von der Spur ab und überschlagen uns fast. Nach einer Stunde sind wir an dieser Kreuzung. Alles schmerzt, aber wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Wir müssen nun die Strecke fahren, von der wir nicht wissen, ob es möglich ist, oben ins Camp zu kommen. Wenn wir falsch liegen, dann werden wir hier vielleicht Tage lang niemanden treffen. Es geht nun weiter zur First Bridge, wir müssen nicht mehr buddeln. Haben wir es nun endlich raus? Da ist sie die erste Brücke, Oh Gott, wie sieht die denn aus. Das sind ja einfach nur irgendwie zusammengekloppte Baumstämme. Ilona steigt aus und geht einmal rüber, ich fahre gaaaaaaanz vorsichtig hinter her, es geht, macht sogar Spaß. Es geht weiter zur 2. Brücke. Wieder geht Ilona die Brücke ab, Es sind 2 Stämme durchgebrochen. Da traue ich mich nicht rüber zu fahren. Ich schaue nach, wie man die Brücke umfahren kann und sehe Spuren, die
aus dem Wasser kommen. Offensichtlich fahren alle durch das Wasser, die werden wissen warum. Ich schau mir das ganze einmal genauer an. Das Wasser ist nicht tief, so ca. 30cm, stochern mit dem Stock zeigt, dass es nur etwa lockerer Untergrund ist. Es geht also. Ilona steigt aus, sie soll ein schönes Foto machen, wie das Auto so durch das Wasser fährt. Ich fahre los. Nach 5 Metern passiert es, ich stecke fest. Vorsichtig versuche ich vorwärts oder rückwärts heraus zu kommen. Nichts, es geht einfach nichts. Der Supergau ist eingetreten. Wir sitzen fest im Wasser an einer Stelle, wo eventuell tagelang niemand vorbei kommt. 1000 Bilder schwirren durch den Kopf, es darf einfach nicht wahr sein. Jetzt hat Botswana es geschafft, wir haben kein Bock mehr, wir wollen nicht mehr, wir wollen weg. Ilona geht ins Wasser und kommt auf mich zu. Als da ein Ranger mit Touris kam und uns entdeckt. Uns fällt ein Stein vom Herzen,
das Wichtigste ist eingetreten, jemand weiß von uns. Seine Gäste steigen aus und machen Fotos ohne Ende. Ja, ja, ich weiß, da steht ja auch ein Idiot mit seinem Auto im Wasser. Die Bilder werden bestimmt bald im
Internet für Gelächter sorgen, aber egal, ich hätte es auch fotografiert. Der Ranger fährt jetzt einfach mit seinem Auto über die Brücke und die hält auch noch. Er versucht uns von der anderen Seite heraus zu ziehen, das geht leider nicht. Jetzt versucht er uns rückwärts heraus zu ziehen, auch das geht nicht,  ebenso wenig wie das direkte Auto an Auto schieben. Er meint, dass er ein 2. Fahrzeug holen wolle und
fährt wieder. Eine halbe Stunde vergeht und er kommt mit einem 2. Fahrzeug wieder. Er spannt sein Auto vor meins und davor das andere. Alle ziehen an und ich versuche zu fahren. Es geht nicht. Das Auto ist
inzwischen so tief eingesunken, das in der Fahrgastzelle 20 cm hoch das Wasser steht, noch ein paar Versuche und das Auto ist weg. Ein Schleppgurt reißt, wir kommen hier einfach nicht weg. Es kommen weitere 3 Fahrzeuge und staunen über die im Wasser, geben einen Gurt raus, alle Fahrzeuge ziehen wieder und tatsächlich, mein Auto bewegt sich, nach 40 cm steckt es aber wieder fest und das Auto vor mir im Wasser auch. Der Ranger muss jetzt erstmal selber versuchen wieder dort raus zu kommen. Mir ist schon lange alles egal, lege den 2. Gang wieder ein, lasse den Motor auf knapp 5000 Touren aufjaulen und dann die Kupplung schnacken, ein kleiner Satz, der Motor geht aus. Waaaas, Der Motor ist im Wasser aus, mist, jetzt wird der nicht mehr angehen, der Auspuff liegt unter Wasser. Hastig starte ich den Motor und er springt an. Das Auto ist frei und ich kann weiter durch das Wasser fahren, erreiche das Land, mache den Wagen aus und eine Menschenmenge von inzwischen bestimmt 30 applaudiert. Wir sind so dankbar, man kann es sich kaum vorstellen, wie es im worst case hätte ausgehen können. Immer wieder bedanke ich mich bei dem Ranger für seinen Einsatz und stecke ihm ordentlich Pula in die Tasche. Ich messe mal nach. an der tiefsten Stelle ist das Auto 60 cm tief im Wasser gewesen. Inzwischen ist es dunkel, wir standen 3,5 Stunden im Wasser. 2 Fahrzeuge fahren vorweg und weisen uns den Weg zu Third Bridge. Klar die kommen immer durch wie bleiben wieder stecken, KackAuto. Gegen 19Uhr kommen wir an. Wir sind völlig erschöpft und bauen das Zelt auf. Ich öffne den Kühlschrank und möchte eine Dose Bier herausholen. Dabei greife ich aber nur in eine schmierige Masse. Bei dem ganzen Gerumpel hat es 2kg Joghurt erwischt. Die Becher sind gerissen, eine riesen Sauerei. Wir legen uns hin, Botswana hat gewonnen. Nachts hören wir Hyänen, Löwen und Hippos.

21.07.2007

Die Augen gehen auf und wir denken über den gestrigen Tag nach. Es kann doch nicht sein, dass wir aufgeben. Wir werden einen Tag noch mal durchhalten und wenn der so schlimm wird wie der Gestrige, dann soll es wohl nicht so sein. Wir stehen auf und bauen das Zelt nicht zusammen. Wir müssen alles trocken legen und sauber machen. Ilona beginnt mit dem Kühlschrank. Ich überlege mir gerade, wie dreckig es wohl unter dem Auto ist und schaue nach. Neeeiiiiin, der Ersatzreifen ist weg, da häng nur
ein zerrissenes Stahlseil, na toll, das wird doch bestimmt weitere 500 Euro kosten, man ich habe kein Bock mehr. Es sollte doch unsere Traum- und nicht unsere Alptraumreise werden. Um 10 Uhr haben wir alles soweit gereinigt und wollen wieder zum Wasser fahren, dort könnte der ja abgerissene Reifen sein. Sicherheitshalber fahren wir die gleiche Strecke zurück, die wir gestern mit den anderen gefahren sind. es ist eine Nebenstrecke aber nicht so sandig. Wir biegen ein kommen 200 Meter und stecken wieder fest. OK, na klar, wie immer. Schaufel raus und buddeln. Wir hören immer wieder mal eine anderes Auto, die fahren aber auf der Hauptstrecke und 200m hier rumlaufen ist uns viel zu gefährlich, so buddeln und buddeln wir. Es scheint nun frei zu sein, ja genau für weitere 5 Meter. Wir überlegen, ob wir nicht runter nach Südafrika in den Kruger NP oder nach Namibia in Etosha NP fahren und buddeln weiter. Wir schaffen es weitere 5 Meter. Man mit dem Auto kann man einfach nichts machen. Jetzt denke ich, probiere ich vorne noch mal die Räder festzustellen. Bisher hatte es ja nie was genützt, im Gegenteil, wir sind immer tiefer in den Sand gekommen. Das Auto ist noch nicht frei gebuddelt  und trotzdem kann ich einfach so raus fahren. Hätte ich das vor 2,5 h versucht, wären wir wohl schon lange fröhlich unterwegs. Wir sind so was von überrascht, wir können es kaum glauben und fahren weiter. Wir kommen an einer Stelle vorbei, an der  eine Kekskarton liegt, ah da haben wir den verloren, er ist aber völlig zerstört. Am Wasser finden wir keinen Reifen und fahren so die Strecke von gestern ab. Jedes mal, wenn wir stecken bleiben, wagen wir keinen Befreiungsversuch. Ilona stellt vorne die Räder fest, der Wagen zieht sich raus, sie stellt wieder um und gut ist es, es funktioniert. Bei der Fahrzeugübergabe sagte der Mann erst in L4 schalten, dann max. 8 km/h fahren, wenn das nicht hilft, vorne die Räder festsetzen. Anfangs hatte das nie funktioniert, jetzt ging es plötzlich. Hat sich bei dem Fahren gestern was richtig gerüttelt? Nur schade, dass wir so nur, so langsam fahren dürfen, wir müssen also immer wieder umstellen, aber eben nicht buddeln. Unterwegs treffen wir ein deutsches Pärchen und wir fragen nach einem Reifen, leider haben die nichts gesehen. Es stellt sich heraus, dass die nicht wissen wo sie genau sind, nicht mal, ob sie nach Norden oder Süden fahren. Wir fahren zwar auch immer nach Karte, kontrollieren aber immer per GPS, ohne hätten wir uns wohl schon oft verfahren. Wir drehen um fahren mit denen zu der Abzweigung, die für die wichtig ist und fahren dann weiter zurück zu Third Bridge. Gestern war es hier so richtig voll, jetzt ist nur eine Familie 2E2K da. Wir bauen unser Zelt auf und sehen wie die im großen Abstand zum Zelt durch die Botanik
wandern. Oh ha, denke ich. Entweder sind die lebensmüde oder wir zu ängstlich. Die kommen aus Südafrika, wir werden wohl die ängstlichen sein. Nach dem Abendessen, der Topf Nudeln ist natürlich in den Sand gefallen, sitzen wir nun an unserem ersten Lagerfeuer, es ist schön. Wir besprechen, dass wir uns nicht von Botswana unterkriegen lassen werden. Plötzlich sagt Ilona: “da kommt was!!”. Und tatsächlich, ich entdecke die Hyäne erst als sie ziemlich dicht an unseren Feuer war. Zum Glück hatten wir alles schon weggeräumt, nur wir, 2 Stühle und das Feuer ist hier. Die Hyäne schleicht um unser Auto rum und entschwindet. 5 Minuten später steht die Familie mitten im Camp, ohne Licht, nur etwas erleuchtet von unserem Lagerfeuer. Oh je, die wollen wohl gefressen werden. Da kommt der Junior zu uns hin und berichtet, dass dort eine Hyäne sei, das wussten wir aber ja schon. So stehen die da und rühren sich nicht. Komisch ist das schon, so gehe ich zu denen hin und höre, wie die Hyäne ihr Camp auseinander nimmt. Sehen kann man aber nicht. Ich gehe zurück hole meine Stirnlampe, die Steinschleuder und eine Tasche voll Steine. Immer wenn die Hyäne den Kopf dreht kann man die grünlichen Augen sehen, mehr nicht. Ich feuere ein paar mal, treffe aber nicht. Näher ran als 20 Meter will ich nicht. Ich frage ihn, ob ihm bewusst sei, dass hier auch öfters Löwen durch Camp laufen, in Erinnerung, was der heute Nachmittag
machte. Er schaut verwundert, so nach dem Motto: wilde Tiere in Botswana? Also sind wir doch nicht die Angsthasen, er aber leichtsinnig. Ich gehe wieder zurück zu unserem Feuer. Irgendwann gehen die dann auch zu ihrem Platz. Da kommt plötzlich die Hyäne hinter unserem Auto hervor, wir sitzen mit dem Rücken zum Auto, das Feuer davor und kommt auf uns zu. Ilona springt auf, nein sie flüchtet nicht, sie schnappt sich den Stock, den wir für das Feuer nutzen und schlägt mit dem heftig vor der Hyäne auf den Boden. Die Hyäne wendet sich ab und geht etwas auf Abstand. In der Zwischenzeit habe ich meine Steinschleuder geladen und FEUER, klar wieder daneben, noch ein Versuch.. FEUER.. Treffer. Die Hyäne haut ab. Man was für ein spannender Abend.

22.07.2007

Gleich mit dem Sonnenaufgang haben wir unser Zelt verpackt und starten. Kaum sind wir 2 Minuten unterwegs finden wir 3 Wildhunde ein seltener und schöner Anblick. Wir fahren weiter und können es kaum glauben; über 30 Giraffen haben sich versammelt. Wir steigen aus, klettern auf das Auto und schauen uns das eine halbe Ewigkeit an. Wir entscheiden schon einen Tag früher Moremi zu verlassen. Denn wenn wir morgen früh von Third Bridge starten, um nach Savuti zu kommen, wird das bestimmt nicht so entspannend, als wenn wir heute die halbe Strecke machen und morgen den Rest. So fahren wir südwärts und oh Wunder, wir bleiben nicht stecken. Immer wieder ärgere ich mich über das verlorene Rad, wir besänftigen uns aber damit, dass wir nun viel mehr Freiheit unter dem Fahrzeug haben und daher nicht mehr stecken bleiben. Wir verlassen am South Gate Moremi und halten am Kaziikini Camp an, kaufen Getränke und fahren weiter zur Mankwe Bush Lodge (Campsite) weiter. Am Camp erholen wir uns von den schrecklichen letzen 30 km und kochen eine Kleinigkeit.

23.07.2007

Ganz früh starten wir nach Savuti. Die Strecke bis dahin ist knüppelhart und sehr holperig, wir fahren im Schritttempo, sonst würde das Auto wohl ganz zu Schrott werden. Wie geplant, kommen wir gegen Mittag in Savuti an. Auf dem Weg konnten wir einige Elefanten und sogar eine Löwin sehen. Savuti soll ja berühmt für die Löwen sein, mal sehen was uns heute Nachmittag, nach dem Essen, erwartet. Den ganzen Nachmittag fahren wir rum und suchen nach Tieren, abgesehen von den beiden Elefanten haben wir nichts gesehen, absolut nichts, wir sind beide richtig sauer, so hatten wir uns das niemals vorgestellt. Wir beschließen, dass, wenn wir in Ihah auch keine Tiere sehen werden, kann uns Botswana kreuzweise und wir verlassen das Land.

Teil III

24.07.2007

Direkt mit dem Sonnenaufgang sind wir gleich los. Einen Schakal sehen wir, mehr nicht, was für ein Mist, wir fahren sofort weiter hoch nach Ihaha. Bisher dachten wir, das was Botswanas Sand schlimmstenfalls
bieten kann, hätten wir schon erlebt und einmal umgegraben, Aber nein, fürchterliche 60 km, sehr sehr sandig und holperig. Aber dennoch, wir kommen durch, vor einigen Tagen noch wäre es für uns unmöglich gewesen, so etwas zu bewältigen, wenn es nur halb so schlimm gewesen wäre, dem
verlorenem Rad und das nun funktionierende Feststellen der vorderen Räder sei dank. Immer wieder bleiben wir zwar stecken aber fluchs stellen wir die Räder fest fahren ein paar Meter und lösen sie wieder es funktioniert, Wir kommen sogar 2h schneller durch als allgemein angenommen wird. Wir fahren durch einen Kontrollpunkt und sind im Chobegebiet. Es geht steil nach unten, wir fahren um eine Kurve und da
war es dann, Endlich, nach so vielen Mühen entdecken wir endlich unser Afrika. Wir steigen aus und sehen hunderte von Zebras, endlich, endlich endlich. Wir fahren näher rann, steigen aus und bleiben eine Stunde da und beobachten die schönen. Wir verlassen den Bereich in Richtung Ihaha, sehen aber wieder keine Tiere. Gegen Mittag sind wir am Camp und bekommen unseren Platz zugewiesen. Wir fahren dahin, da waren aber schon welche, sie deuteten an, dass sie gerade beim Abbauen seien, ok, wir machen unseren Game Drive. Auf einmal sind sie da, irgendwie könnte man sich ja auch nach unseren bisherigen Erfahrungen wundern, aber tatsächlich da waren Tiere. Unglaublich viele Elefanten können wir sehen. Wir fahren zu einer etwas erhöhten Stelle, machen das Auto aus, klettern auf das Dach und genießen. Die Sonne steht schon tief, das Licht ist ganz besonders schön und wir schätzen, dass das EINTAUSEND Elefanten sind, von ganz groß bis ganz klein. In dem fernen Dunst zeigen sich auch Giraffen. Alle Mühen, aller Ärger, der ganze Dreck und die Erschöpfungen, sind vergessen, es hat sich gelohnt das alles durchgemacht zu haben, wenn man das erleben kann. Wir fahren zurück zum Camp, es ist 17 Uhr und da stehen  Zelte auf unserem Platz. Ich vermute wem die gehören, denn es sind dort viele gleiche Zelte und am Eingang stehen viele zusammen. Die tun aber ganz doof. Diejenige, die die Plätze zuwies ist nicht zu finden, ich gehe zu den Unterkünften von den Mitarbeitern und finde sie, sie macht sich da keinen Kopf und gibt uns einen anderen Platz. Was für ein Glück der ist 1000x besser. Das Zelt wird aufgebaut und ich gehe duschen, es scheint so, als wenn wir beide nun die einzigen hier im Camp sind. Ich versuche nun so, ein wenig sauberer zu werden, da stürmt plötzlich Ilona rein, in die Herrendusche. Sie will mich warnen, Wovor, denke ich,
dass ich Dreck verliere, nein es gehen gerade so ca. 20 Elefanten um das Duschgebäude herum. Sie meint, wenn ich einfach so raus gekommen wäre, wäre ich denen direkt in die Rüssel gelaufen. Dabei musste sie selber in 10m Abstand an denen vorbeigehen. Inzwischen ist es dunkel geworden, der Sternenhimmel ist
nirgends so schön wie in Afrika. Ab und zu leuchte ich mit der Lampe das Wasser ab, um zu sehen, dass alles in Ordnung ist. Da kommen doch plötzlich 2 grüne Augenpaare auf uns zu. Wir haben keine Ahnung was das ist, die sind aber zielstrebig, wir klettern in unser Zelt und warten. Das Feuer geht aus, wir bleiben im Zelt. Was das wohl war, keine Ahnung, es ist zu dunkel.

25.07.2007

Diesen morgen lassen wir es mal langsam angehen und fahren mehr durch das Hinterland, Tiere finden wir aber wieder keine. Zurück am Chobe stecken wir plötzlich im Tiefsand fest. Inzwischen ist das ja kein
Problem mehr, aber, aber jetzt steht da in 10m Entfernung eine Eli, wir müssen aber raus und die Räder feststellen. Langsam öffnen wir die Türen, gehen vorsichtig nach vorne, stellen um und schleichen uns zurück ins Auto. Puh hat geklappt, wir sind weg. Abends sitzen wir wieder am Lagerfeuer, diesmal ist es aber selbst gesammeltes Brennholz.

26.07.2007

Heute müssen wir Ihaha verlassen, schade, hier ist es schön. Wir werden nach Kasane fahren und Verpflegung einkaufen. Am Gate werde ich einfach mal blöd fragen, ob wir nicht noch 2 Tage länger hier bleiben könnten. Direkt am Gate treffe ich jemanden wieder. Es ist jemand, den wir in Third Bridge trafen, er half mir mit einem Wagenheber. Auch er wollte verlängern. Er kommt aus Namibia und fährt seine Kunden durch Botswana. Er hat schon einen Tag Verlängerung bekommen. Ich sollte nichts bekommen. Da meinte unser neuer Freund, wir können bei ihm mit auf dem Platz stehen und schon bekam ich für 2 Tage eine Zulassung. OK, das hat geklappt, dann weiter zum Einkaufen. Wir werden Geld brauchen,
blöderweise ist der ATM defekt, wir bekommen nichts. Wir rechnen: ca 1000 Pula brauchen wir für Gebühren, wenn wir USDollar und Rand tauschen, könnte das was werden, wird aber knapp. Wir beschließen nichts zu machen und werden morgen schauen, ob der ATM wieder geht. Wieder zurück am
Chobe bleiben wir an einer übersichtlichen Stelle stehen, steigen aus und beobachten die vielleicht 150 Elefanten, wie sie so ziehen. Wir stehen mit dem Rücken am Auto gelehnt, trinken kühles Castle und sind
einfach nur da am richtigsten Ort der Erde. Schon strömen 50 Elefanten rechts von uns aus dem Gebüsch, keine 100 Meter entfernt, sie strömen den anderen hinterher und noch einmal ziehen 100 hinterher, einfach toll, Ilona schaut mal zur anderen Seite, und sieht auch da strömen sie nun, aber viel dichter, vielleicht 25 Meter entfernt. Wir sind mitten drin, umströmt von 100en von Elefanten. Wieder zurück im Camp suchen wir uns irgendwo abseits einen Stelle für unser Zelt und bauen es auf. Da wir wegen dem Kerl aus Namibia hier sein durften gehe ich zu ihm rüber, um mich nocheinmal zu bedanken. Ich bleibe eine Zeit dort und wir quatschen uns fest, es ist inzwischen stockdunkel und ich habe keine Lampe dabei. Jetzt wird es interessant. Ich gehe ohne Licht mind. 500 Meter bis zu unserem Zelt. Ich gehe zügig. Ilona hat zum Glück das Feuer angemacht, so finde ich sie einfach.

27.07.2007

Der ATM funktioniert; darüber freuen sich aber auch andere, so dass wir in einer endlosen Schlange anstehen. Es dauert mehr als eine Stunde, bis wieder bares in der Hand haben. Wir kaufen ein und bereiten uns auf dem morgigen Tag vor, indem wir einfach nichts machen. Wir sitzen schon zeitig vor unserem Zelt, lesen und schauen der Sonne beim Untergehen zu. So ganz beiläufig kommen an unserem Platz viele Elefanten lang gelaufen. Einer und noch einer und noch einer, immer mehr kommen, stören sich nicht an uns und ziehen weiter.

28.07.2007

Den Sonnenaufgang sehen wir, während wir schon fahren. Es geht heute nach Linyanti. Dabei müssen wir einiges wieder fahren, was so schlimm hier rauf war, es klappt aber erstaunlich gut. Es sind nur 15km bis zum Ziel und der Weg beginnt schlechter zu werden. Noch 10 km und es wird noch schlechter. Noch 5km und es ist ganz mies. Wir schaffen es aber, es ist zwar oft sehr knapp, aber wir kommen durch. In Linyanti ist es plötzlich ganz anders, es ist locker bewaldet. Wir kommen an unserem Platz an und da stehen Schweizer. Wir fahren zunächst weiter und sammeln Holz ein. Was sollen wir nun machen, die stehen da schon seit gestern, nirgends ist jemand anderes. Sollen wir uns auch auf einen anderen Platz stellen und dann kommt da der richtige und vertreibt uns. Wir stellen uns auf einen anderen Platz, bauen aber noch nichts auf.. Die Zeit vergeht, es ist nun 17 Uhr, wir beschlagnahmen nun den Platz und richten uns ein. Kaum ist alles fertig hören wir Äste in de Nähe knicken. Sehen können wir nichts. Wir lesen, da wieder ein Geräusch, schon etwas näher, was ist das? Ein Elefant?. Ich klettere auf das Dach, sehe aber nichts. Ilona meint in ca. 60m Entfernung hätte sich ein Baum ca, 1 Sekunde eher bewegt, als der Wind den Rest bewegt hatte. Ich sehe immer noch nichts. Doch da sehe ich es auch. Das muss ein Elefant sein. Wir lesen weiter,
hören unseren Freund aber in der Nähe, er scheint näher zu kommen. Die Bücher legen wir beiseite, als er nur noch 2 Buschreihen von uns entfernt ist. Ich mache den Fotoapparat klar. Jetzt hat der die
vorletzte Buschreihe durchbrochen, wir stellen uns so, dass er uns im Wind riechen sollte und es klappt auch, er hebt den Rüssel und schnuppert in unsere Richtung. Jetzt gehen wir davon aus, das wir ihn nicht mehr erschrecken werden. Inzwischen ist er am letzen Busch,  der zwischen unserem Auto und ihm ist, er zupft seelenruhig Blätter. Langsam schleiche ich mich ums Auto und mache ein paar Fotos, jetzt ist schon
kein Busch mehr zwischen ihm und uns. Der Eli vor unserem Auto an der Seite des Motors, wir hinter dem Auto am Heck. Der Eli geht langsam weiter, längs unserem Auto, der Abstand beträgt 10 Meter. Wir wissen, dass er weiß, dass wir hier sind und bleiben hinter dem Auto stehen. Er geht langsam weiter ist dann auch schon neben dem Auto, jetzt ist nichts mehr zwischen ihm und uns, wir stehen direkt vor ihm. wir bewegen uns nicht, nicht das er meint hinter uns herlaufen zu müssen, hatten wir schon mal mit dem Auto erlebt, als wir flüchten wollten. Also Spannung auf allerhöchstem Niveau. Er macht einen weiteren Schritt, wir wagen es nicht nur ein Körperteil zu bewegen. Und dann geschieht es. Er dreht sich zu uns um, macht eine riesen Schritt. Die Ohren richtet er weit auf, den Rüssel erhebt er und wackelt wild mit dem Kopf. Wir bewegen uns nicht, wir atmen nicht, wir schlagen nicht mit dem Augenlidern. Er geht nicht weiter. Wir schauen uns an, Auge in Auge. Wie Männer, die sich einschüchtern wollen, wer als erstes wegschaut hat verloren. Die Sekunden dehnen sich. Eine halbe Minute ist schon vergangen, seine
orangenen Augen ganz auf uns gerichtet. Nichts geschieht, die Welt ist eingefroren, niemand macht irgend etwas, dann doch da, er entspannt sich langsam dreht sich ab, und geht einen Schritt fort, schaut noch mal und geht gemütlich weiter. Uahhhh, man was war denn das, dichter kann es wohl kaum werden. Darauf ein Castle.. Der Sonnenuntergang ist traumhaft und die Hippos lachen um die Wette, die sind auch nur 30 Meter weg von hier. Wir gehen schlafen, es ist aber zu laut, die Hippos wollen keine Ruhe geben. Irgendwann schlafen wir aber dann wohl doch ein. Der leichte Schlaf läßt mich bei dem Löwengebrüll erwachen, aha, gibt es sie also doch, ich frage: “hast du gehört?” Auch Ilona ist wach. Es wird wieder ruhig und dann hören wir etwas so dicht neben uns einatmen. Schritte hatten wir nicht gehört. Ein Elefant steht direkt neben unserem Zelt. Wir schlafen wieder ein.

29.07.2007

Alles packen wir ganz zügig zusammen. Wir werden gleich eine kleine Pirschfahrt machen, entdecken Löwenspuren von denen, die letzte Nacht durchs Camp zogen und fahren hinterher, entdecken sie aber nicht. Wir treffen den Ranger und er meint, wenn wir Löwen sehen wollen, sollten wir besser nach Savuti runter fahren. Ja, das werden wir auch machen, egal auch wenn wir hier noch eine 2. Nacht hätten bleiben können, irgendwie werden wir da unten schon was finden. Es sind 2 Strecken nach da unten möglich. Einmal die, die wir hier hochfuhren, sie war uns so holperig, dass wir uns für der andere entscheiden, die soll zwar sandiger sein, ist aber auch nur halb so lang und inzwischen kommen wir ja ein wenig besser mit dem Auto klar. Für die ca. 35 km soll man ganz schön lange brauchen. Ich schaue also auf den Tacho und freue mich, wie super gut wir da runter kommen. 35 km in 6 h, so’nen quatsch. Wir haben schon 20 km hinter uns und erst 90min gebraucht. Alles läuft gut, der Urlaub hat eine tolle Wendung genommen, denke ich, fahre um die Biegung, es geht berg ab, dann wieder hoch aber sehr sehr sandig. Vollbremsung. Ja nicht unüberlegt da rein fahren, Allrad (Klackergang) ist aus. Der Weg teilt sich- links kurviger, der Sand aber grauer, rechts geht es gerade weiter, dafür ist der Sand sehr hell. Ja man mag es kaum glauben nach 2 Wochen haben wir es gelernt den Sand lesen zu können, in seinen feinen Farbnuancen stecken viele Hinweise. Ilona meint links werden wir den Schwung verlieren, lieber rechts fahren, dafür ist es da aber eben heller, also riskanter. Ok, ich sehe keinen Vorteil für die eine oder andere Variante, Ilona meint gerade, so machen wir es, das eine ist so gut oder schlecht wie das andere. So, Klappergang rein, 50 Meter
zurück setzen und mit Schwung dahin. 30 Meter schaffen wir, dann stecken wir fest. Schaufel raus und los. Wir haben gelernt, was man wie weit freischaufeln muss und was man sich sparen kann, nach 25 Minuten fahren wir weiter, aber leider nur vielleicht 10 Meter. Das Spiel wieder holt sich. Wieder kommen wir nur einige Meter weiter. Ilona schiebt hinten mit aller Kraft und wir stecken wieder fest. Wir buddeln wieder, jetzt fährt Ilona und ich schiebe. diesmal hat es für 10 Meter gereicht. Unsere Kräfte sind schon lange geschwunden, aber wir müssen ja irgend wie weiter. Eine kleine Pause bringt uns ein wenig Kraft und wir fahren, wir fahren tatsächlich, allerdings dreht der Motor bei 4000 Umdrehungen und wir fahren langsamer als Schritttempo, bis wir nach 100 Meter wieder stecken bleiben. Man heute will es uns das Land aber mal wieder so richtig zeigen. Ich buddel so unter dem Auto, da sehe ich, dass an der Hinterachse etwas tropft. Nicht tropf. . . . . . . . . .tropf. . . . . .. . . .tropf. . . . . . . . . .tropf. . . . . . . . . . sondern tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf. . .tropf, es riecht nach Benzin. Tja 50 Liter haben wir noch hinten drin und es sind max 13km bis Savuti, sollte klappen. Das Auto ist wieder frei, wir schaffen 30 Meter uns stecken wieder fest. Was sollen wir machen, wir sehen keine Chance als das weiter zu machen, was wir die ganze Zeit machen, buddeln, fahren, buddeln auch wenn es 2 Tage dauert. Wir haben 30 Liter
Trinkwasser, 10 Liter Brauchwasser und eine unbekannte Menge Wasser im Tank des Autos, wir können Wasser aufbereiten. Wir könnten hier also Tage verbringen und kämen klar. Also buddeln wir, fahren etwas und buddeln wieder.  Jetzt tropft auch noch vorne an der Achse etwas runter, es sieht nach einem Öl aus. Oh je. Nach dem 9. Mal buddeln hören wir ein Auto, es kommt von vorne. Wir grinsen, wir können nicht die Spur verlassen, dass muss der dann schon irgend wie machen. Wir können bestimmt 300 Meter weit sehen, das Auto kommt immer näher, sehen können wir es aber nicht. Plötzlich so ca. 30 Meter neben uns im Busch hält ein Ranger an, er hat Touris dabei. Dort scheint eine brauchbare alternative Strecke zu sein, Sehen konnten wir sie nicht. Er steigt aus und kommt. Das was er dann sagt kann einen zum Weinen bringen. Er sagt tatsächlich, dass wir hier wieder zurück müssten, die ganze Strecke sei so wie hier, dass würden wir niemals schaffen. Wen wunderst es dann, dass man gewillt ist zu sabbern und im Kreis zu hüpfen. Und tatsächlich es war kein Scherz, ich lege den Rückwärtsgang ein, Ilona und er schieben. Der
Motor heult bei Vollgas, es geht nur zentimeterweise voran. Von den Gästen aus seinem Auto spring ein Mann ab und hilft später auch noch eine Frau. Nach ca. 20 Minuten sind wir an einer Stelle, wo ich
versuchen kann, den Weg zu verlassen um auf die Alternative zu gelangen. Ja es geht, ich konnte vom Weg runter, bin aber noch nicht auf dem neuen drauf. Die anderen fahren weiter. Ich fahre in die Spur und da ist ein anderes Klackern, es ist eher ein Klickern, ein schnelles Klickern. Jetzt stehen wir in der Spur und da neigt sich ein halber Baum quer über die Fahrbahn. Ich hole die Säge raus, war Ilonas Idee, eine mit zu
nehmen, und fälle quasi den halben Baum. Es geht nur noch im Schritttempo weiter, die Büsche zerkratzen das ganze Auto. Immer wieder müssen wir Äste absägen oder einfach durch Büsche hindurch fahren.
Nachdem nun so eine Stunde vergangen ist, will ich Ilona sagen, wie weit es wohl noch sein wird. Ich kann es kaum glauben, sollten wir so langsam vorangekommen sein, nicht einmal einen Kilometer. Ich sage ihr, dass wir ziemlich langsam voran kommen und sie meint, wir würden eigentlich gar nicht voran kommen,
den die Geschwindigkeit steht immer auf Null, Jetzt ist dann auch klar, warum wir immer dass schnelle
Klicken haben. Da ist wieder was Kaputt gegangen. Eine weiter Stunde später kommen wir ganz langsam in Savuti an, immer nur Schritttempo. Wir halten bei den Duschen und waschen uns. Den Dreck werden wir in 10 Jahren nicht abbekommen haben. Es tut aber gut. Für das Zeltaufbauen ist es noch zu früh, wir fahren ein wenig nach Süden. Dort ist das Gelände ein wenig offener, vieleicht haben wir ja Glück und finden eine Cheetah. Das Geklapper und Geklicke läßt uns nicht in Ruhe. Es macht kein Spaß hier rum zu fahren. Wir fahren wieder zurück, selbst der Löwe duckt sich weg und wir sehen ihn so nur ein Sekunde und weg ist er. Wieder oben in Savuti bauen wir das Zelt auf und überlegen, was wir am Geschicktesten
machen können. Das Auto ist Schrott, es klackert und klickert, vorne tropft Öl, hinten Benzin. Zu unserem Glück haben wir aber schon für die nächsten 3 Tage den Eintritt bezahlt, so dass das Geld auch noch weg
ist, wenn wir zurück nach Maun fahren. Wir wollten noch einen Tag hier und einen am Kwai oder bei Third Bridge verbringen. Für uns stellt sich nun nur die Frage, fahren wir jetzt schon nach Süden und campen irgendwo wild oder starten wir morgen ganz früh. Ich will nicht mehr fahren, obwohl es Sinn gemacht hätte, ich kann aber nicht mehr.

Teil IV

30.07.2007

Langsam fahren wir. Wir fahren 30 Minuten und bleiben 5 Minuten stehen, da wo vorne das Öl tropft wird es immer ganz schnell heiß. Wir haben was komisches festgestellt. Morgens macht es nicht mehr Klack, erst so nach einer halben Stunde, komisch. Wenn ich ein paar Meter rückwärts fahre und dann wieder vorwärts ist das Klick so lange weg, bis ich schalte oder das Auto ein wenig rüttelt. Immer dann, wenn wir eine lange gerade Strecke sehen, fahre ich nun ein paar Meter Rückwärts und fahre dann im 3. Gang an und wir haben mal eine Minute kein klicken mehr. Nachmittags kommen wir dann irgendwie in Maun an. Die Werkstatt hat zu. Wir bauen unser Zelt auf und setzten uns hier an eine Bar. Solange ohne Zivilisation war schön, hier sind wieder so viele laute Menschen. Wir ziehen uns zurück und kochen wie im Luxus Krabben und andere Meeresfrüchte, lecker. Wir denken über unsere Zukunft nach. Vor einem halben Jahr hatten wir beschlossen, dass wir uns in Deutschland ein Auto fertig machen wollen, um damit durch Afrika zu reisen, aber jetzt, jetzt wäre es auch reizvoll, einfach mal 2-3 Monate durch SO- Asien zu reisen.

31.07.2007

Um 07:30 stehen wir bei Toyota. Ich erkläre was los ist, ein Mechaniker will sich das mal ansehen. Erst baut er unterm Auto rum, dass Klicken bleibt, er baut das Cockpit auseinander und wieder zusammen, das Klicken bleibt. Er zeigt mit mir ein abgenutztes Ritzel. Er sprach mit jemand anderem, der dann mit mir. Er wollte wissen wo wir nun hin wollten. Ich meinte wir fahren nun langsam wieder runter nach Südafrika. Gut, denn wir sollten auf keinen Fall mehr ins Gelände fahren, da sei was am Getriebe kaputt, ich solle langsam fahren. Hä? Nun der andere bastelt alles unterm Auto wieder zusammen. Ich fahre los, muss wohl nichts bezahlen. Egal. Wir fahren weiter und bemerken, dass das Geklicker weg ist. Er hatte nichts gemacht und dennoch ist das Geklicker weg. Die Geschwindigkeit kontrollieren wir per GPS, ist eh genauer und fahren zu einem Reifenhändler, wir müssen ja noch für Ersatz des Ersatzreifens sorgen. Es ist gar nicht so leicht, das alles zu erklären. Dabei kommt raus, dass er mir einen Reifen geben kann, eine Felge habe er aber nicht. Ach komm, meine ich, da lässt sich doch bestimmt irgendwas machen. Ok, meint er, komm in 1h Stunde wieder, ich kenne jemanden, der kann das besorgen, kostet 700 Pula. Egal ob teuer oder billig, ich bin froh. Nach einer Stunde sind wir wieder zurück, ich sehe den Typen nicht, gehe ins Office und frage nach, ob eine Felge nun da sei, nein, heißt es, sie hätten keine. Na toll, dann hätten wir also einfach vor
einer Stunde schon weiter fahren können. Ich gehe das Gelände ab und finde den Typ und er hat meine Felge. Ich soll mir nun ganz offiziell den Reifen kaufen (P 490), den Rest macht er dann. So kommt es auch, eine halbe Stunde später habe ich den Reifen komplett. Er nimmt mich zu Seite, ich zahle, es soll keiner sehen. So weit so gut, Jetzt müssen wir nur noch die Befestigung besorgen und alles ist wieder gut. Wir fahren weiter, heute wollen wir noch bis Francistown kommen. Dort angekommen, fahren wir gleich nach Toyota. Ich erkläre was Sache ist, wir sollen morgen wieder kommen. Wir fahren einkaufen und dann suchen wir eine Campsite. Wir finden eine tolle, bauen alles auf und kochen weltmeisterlich. Es gibt Impalasteaks in verschiedenen Varianten, einfach lecker.

01.08.2007

Bei Toyota kommen wir als 2. dran und um 09:15 ist der Reifen wieder drunter, das ganze hat hier P260 gekostet. So hat alles zusammen knapp 1500 Pula gekostet. Ich dachte wir hätten deutlich mehr zahlen müssen. Freude kommt auf. Wir fahren weiter Richtung Grenze. In Palpaye wollen wir noch Pula ausgeben, da sie nicht ausgeführt werden dürfen. Ilona bleibt im Auto, ich gehe shoppen. Leider kann ich kaum was finden, aber die geliebten Gewürze sind da. Ich komme zurück und verstaue alles, da sagt Ilona, dass sie mir eine Geschichte erzählen muss. Klar, leg los, Wir wären gerade beinahe ausgeraubt worden. Mir fällt die Farbe aus dem Gesicht. Ilona erzählt ausführlich. Da ging so ein Typ ums Auto herum, er wollte Stöcke verkaufen. Später kam einer der klopfte an Ilonas Scheibe und zeigte hinten links ans Auto. So freundlich wie er ist, möchte er Ilona auf etwas Aufmerksam machen, Ilona öffnet die Tür, will aussteigen, sie ist schon halb draußen, da bekommt sie mit, wie hinten rechts jemand die Tür leise öffnet. Sie fährt rum, sieht, die schwarzen Hände am roten Rucksack. Sie brüllt los und schlägt auf dessen Hände ein, der flüchtet ohne Rucksack. Der rote Rucksack ist der, der unsere Sachen beinhaltet Ticket, Pässe, einfach alles. Boah, das hat sie super hinbekommen. Nach den vielen Tagen abseits von Menschen haben wir uns noch nicht auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen engestellt. Wir schaffen es über die Grenze und fahren noch bis nach Tzanenen. Es ist dunkel und wir suchen nach einem Zeltplatz. Wir finden was für Backpacker, stellen uns in eine Ecke. Es dauert nicht lange und wir schlafen.

02.08.2007

Um 5 Uhr beginnen wir unser Zelt abzubauen. Es ist noch stockdunkel und wir sind unterwegs, unterwegs nach Phalaborwa. Um 7 Uhr sind wir am Gate. Wir werden nur als Tagesbesucher eingelassen, da alle
Campingplätze belegt sind. Unser Weg führt uns direkt nach Satara, Hier fragen wir erneut und bekommen für eine Nacht eine Bleibe. So können wir nun beruhigt auf Game Drive gehen. Es dauert nicht lange, da können wir 2 Leoparden sehen, wow, so dicht. Nach einer Stunde fahren wir weiter und bleiben an einem einsamen Wasserloch stehen und beginnen wieder zu lesen. die Zeit vergeht und eine Cheetah kommt auf uns zu. Toll. Tiere.

03.08.2007

Wir müssen weiter und glauben, dass wenn wir zu der Tourihochburg Skukuzza (würg) fahren, evtl. da etwas frei ist. Tatsächlich es ist etwas frei, wieder haben wir einen Tag gerettet und fahren wieder auf Pirsch. An einer Straße stehen 2 Autos. Wir halten an und fragen, was die sehen. 3 Löwen und 3 Babys. Erst sehen wir sie nicht, dann schlecht. Ich schaue in den Spiegel, lege den Rückwärtsgang ein und gebe Vollgas. Alle hatten sich auf die Löwen konzentriert und 100 Meter hinter uns ging ein Löwenmännchen über die Straße, wir kamen ganz dicht dabei und warteten ob er sich erneut zeigt. Die Position ist gut, denn die anderen 6 kamen auch näher.

04.08.2007

Mit der Hoffnung in Lower Sabie  evtl. noch was zu bekommen fahren wir dahin, bekommen aber nichts, der Park ist voll. Wir fahren zurück nach Skukuzza und machen unser Auto abreiseklar. Gegen 16:30 möchte ich gerne in Nelspurit sein, denn dort möchte ich nicht hören, dass alles voll ist. In der Nähe spielt eine Mutter mit ihrem Kind Fußball. Wir machen sauber und Ilona meint, die haben ja ein Deutsches Nummernschild. Ich gehe einfach hin und frage, ob ich 5 min stören dürfte und wir unterhielten uns dann lange. Die drei fahren 1 Jahr durch Afrika. Mich interessiert, wie die das mit dem Auto machen und gemacht haben, da wir so etwas ja auch einmal machen möchten. Total interessant ( Am Ende des Berichtes ist der Link auf deren Seite ) Er erklärt mir nun auch wie das mit so einem Auto funktioniert. Dabei stellt sich dann heraus, dass die damals bei der Fahrzeugübergabe Blödsinn erzählt haben. Das Festmachen der vorderen Räder macht man nicht, wenn nichts mehr geht, sondern sofort, wenn man ins Gelände kommt. Dass ist keine Diff-Sperre, sondern bewirkt erst den tatsächlichen Allradbetrieb. Das erfahren wir genau 1 Tag vor Abflug. Wahrscheinlich hätten wir uns so manche Stunden im Sand ersparen können. Sie geben uns noch ein Paket mit, welches wir in Deutschland verschicken sollen, keine Angst, keine Drogen, Diafilme. Wir starten nach Nelspurit. Unten geht es beim Malelane durchs Gate und wir
fahren ganz entspannt bis nach Nelspurit. Dort bekommen wir das allerletzte Zimmer. Beim Ausfüllen des Formulars kamen welche, die waren zu spät dran, also 5 min später und wir hätten nichts bekommen.
Wir packen alles aus, duschen und fahren in ein Mall, dort essen wir ganz lecker fahren zurück, das war es schon fast.

05.08.2007

Abflugtag. Wir lassen uns Zeit und fahren gemütlich Richtung Johannesburg. Unterwegs wollen wir das Auto waschen lassen. Wir müssen das zwar nicht, aber ich hoffe, dass dadurch nicht so viele Kratzer zu
sehen sind. Leider bringt es nicht viel. Wir überlegen uns schon was wir bei der Abgabe machen. Die meisten Kratzer schieben wir auf das Auto, bzw. darauf, dass uns das alles falsch erklärt wurde. Auf Stress haben wir mit denen keine Lust. Wegen der Kiste haben wir Botswana 3 Tage früher verlassen. Wir kommen an, erklären so was alles los ist und verschweigen auch einiges. Es wird nicht nach Kratzern gesucht. Entweder wird noch ein dickes Ende kommen oder die sind sehr kulant. Was geschehen wird, kommt in den Anhang des Berichts. Sofort werden wir zum Flughafen gebracht. Unser Gepäck können wir sogar 1h früher als erwartet abgeben und schlendern rum. Wir langweilen uns und denken uns was aus. Wenn wir wieder in Deutschland sind werden wir schlafen gehen und müssen dann gleich wieder arbeiten. Ilonas Freundin ist auch eine Arbeitskollegin. Wir schreiben ihr eine SMS: Wir stecken hier fest, wir werden es mit dem Flieger nicht rechtzeitig schaffen, werde mich wieder melden- Antwort: Du willst mich auf dem Arm nehmen- Antwort: Es wird langsam dunkel, wir werden versuchen uns zu einem Ranger durch zu schlagen, draußen bewegt sich was. Ich werde mich melden, wenn wir es schaffen sollten- Es war himmlisch, wir haben uns auf dem Boden vor lachen gerollt und sie hat es uns geglaubt, wollte gar über Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um uns zu helfen. Wir lösten das aber rechtzeitig wieder auf. Dann konnten wir endlich die Maschine betreten. Wir waren mit die ersten im Flieger und ich schäkerte mit einer Flugbegleiterin ein wenig, etwas Smaltalk eben. Die Maschine füllt sich, schräg vor uns 2 kleine Schreihälse. Die Flugbegleiterin kommt zu uns. Sie hat ein Problem mit den verschiedenen Sitzpositionen, ob es uns was ausmachen würde, wenn wir wo anders sitzen würden, ne, macht es nicht, sie freut ich. Wir sitzen nun weit weg von den kleinen Kindern und halten Champagner in der Hand, den bekamen wir als Dankeschön. Die 8 Stunden Flug vergehen viel zu schnell. In Dubai schaffen wir auch noch den Aufenthalt und kommen zum Gate, geben das Ticket ab, bekommen unsere Boardkarte aber nicht wieder. Was stimmt da wohl nicht. Es wird etwas draufgekritzelt, wir bekommen sie. Ach ja, ok, wir sitzen wieder wo anders. Die Frau meinte nur Businessclass. Wir schauen uns an, warum nicht. Da sitzen wir hier, wieder mit Champagner in der Hand und können es kaum glauben, der Platz ist Phänomenal. Eine Flugbegleiterin läßt uns spüren, dass wir nur upgrades sind, dafür finden andere es ausgesprochen witzig, denn wir zeigen, dass wir uns freuen, hier zu sein. Das Essen während des Fluges, einfach unglaublich, gerne würde ich den Piloten bitten, einen 5-stündigen Umweg zu fliegen. Irgendwann ist aber auch der Flug vorbei und wir landen in Deutschland. Sogar unser Gepäck kommt nicht wie gewohnt als letztes. Leider fehlt aus einem Rucksack etwas, wir wissen aber nicht was. Wir fahren mit dem Auto nach Hause. Mist jetzt weiß ich was fehlt, meine Tüte Chipse. 4 Jahre lang habe ich die in Südafrika suchen müssen, bis ich sie wieder hatte und die sind nun weg, leider auch Gewürze aus Thailand. Na ja, Pech gehabt, den Verlust rechne ich gerne bei diesem Rückflug dagegen und mache einen guten Schnitt.

Tja, das wars……und in 53 Tagen sind wir in Indien, mal sehen was uns da erwartet