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Posts Tagged ‘Afrika’

Südafrika Feb ‘01

15 Mrz


26. Feb 2001 – 13. Mrz 2001

Vorbereitung

Die Flüge und den Mietwagen buchten wir in unserem Reisebüro, die Unterkünfte buchten direkt über das Internet bei privaten Leuten in Südafrika. Der Urlaub war eher sehr spontan angesetzt, so dass wir keine
weiteren Vorbereitungen trafen.

26.02.2001

Diesmal flogen wir von Frankfurt. Unser Auto ließen wir im Parkhaus stehen. Das kostet zwar etwas extra, man muss aber niemanden bemühen und spart eine Fahrt. Abflug war um 20:20 Uhr.

27.02.2001

Wie landeten gegen 13.00Uhr in Cape Town. Wir machten uns ohne Umwege nach Norden auf in Richtung Citrusdal. Da wir zum ersten Mal die Wohnung direkt buchten, konnten wir uns nicht so sicher sein, ob das alles auch tatsächlich geklappt hat, aber es passte. Erst bekamen wir einen Schreck. Es sah nach einer richtigen Bruchbude aus. Der Schein trog aber gewaltig. Wir bekamen ein kleines, sehr gemütliches Häuschen weit ab von allem. Es war toll gelegen und gehörte zu einer Farm, dessen Besitzer sich hier ein wenig hinzu verdienen wollten. Vor der Tür hatten wir auch so etwas wie einen kleinen Pool. Es war ein so heißer Tag, dass etwas zu unternehmen ausgeschlossen war. Nach dem obligatorischen Ersteinkauf.
machten wir es uns im Pool gemütlich. Wir hatten eine tolle Gegend gefunden, die zum Entspannen nur so einlud.

28.02.2001

Erst ein Mal muss die nähere Umgebung inspiziert werden. Die Cedarberge sind ausgesprochen schön. Diesen Eindruck bekamen wir, obwohl es eigentlich nicht die beste Reisezeit für dieses Gebiet ist. Man
berichtete uns, das der September wohl die schönste Zeit hier sei.

01.03.2001

Eigentlich wollte wir uns heute einen schönen Tag am Meer machen. Leider war dort das Wetter so richtig beschissen. Am Nachmittag waren wir wieder zurück. Hier war es sehr heiß, so dass man keine Lust hat sich zu bewegen. Der Wein und der Pool waren unsere besten Freunde.

02.03.2001

Eine Wanderung erschöpfte uns heute extrem. Wir stiegen hier im Nationalpark zu einem Wasserfall auf. Das raubte all unsere Kräfte. Wir waren froh, als wir uns hier auf dem Land wieder erholen durften.

03.03.2001

Heute verließen wie die Cedarberge wieder. Die Straßen machen manchmal eine Stunde lang keine Kurve, das Land ist so riesig. Wie in der letzten Reise schon vermutet kamen wir in Stellenbosh unter. Wir wohnen bei einer ex – deutschen Familie in einer Einliegerwohnung. Wir dürfen sogar den Pool (15×5m) benutzten. Hier haben wir es wieder sehr gut getroffen.

04.03.2001

Drei Stunden schlenderten wir heute durch Stellenbosh. Diese Stadt ist einfach wunderschön. Man hat hier einfach alles was man zum Glücklichwerden braucht. Den Nachmittag entspannten wir in unser Wohnung
und am Pool 

05.03.2001

Wir wiederholen die Fahrt vom letzten Mal durch die Weinregion.

Hier irgendwo muss sich das Paradies befinden. Die Landschaft hat einfach alles. Es ist kaum verwunderlich, dass man sich hier sehr schnell heimisch fühlt.

06.03.2001

Wir waren dieses Jahr noch nicht in Hermanus. Das sollte sich heute ändern. Wir fuhren einfach aufs grade wohl rum und ergötzten uns an der Landschaft. Gegen Mittag trafen wir in Hermanus ein und machten eine
kleine Pause. Später in Stellenbosh machten wir es uns dann noch gemütlich in DiBoard einer kleinen Einkaufsmeile.

07.03.2001

Es tat uns richtig leid, dass wir die netten Leute hier verlassen mussten. In einen großen Bogen fuhren wir nach Cape Town und bezogen dort in Seapoint unser letztes Quartier. Der günstige Preis dieser Unterkunft spiegelte die Wohnung auch gleich wieder, aber es ging. Wir konnten von hier aus zu Fuß zur Waterfront
gelangen, das war uns das Wichtigste.

08.03.2001

Auch in Südafrika gibt es Vergnügungsparks. Wir verbrachten den größten Teil des Tages in Ratanga Junction. Der Park ist gar nicht mal so schlecht. Direkt angrenzend befindet sich ein riesiges Shopping Mal. Es machte Spaß durch die zahllosen Gänge zu schlendern. Den Nachmittag verbrachten wir wieder an der Waterfront.

09.03.2001

Auf diese Reise wollten wir natürlich nicht den Botanischen Garten in Cape Town auslassen. Obwohl er ja sehr schön ist, gibt es besser Zeiten um ihn zu besuchen.

10.03.2001

Wir fanden heute ein Open Air Restaurant. Glücklicher Weise waren wir zur richtigen Zeit da und hatten genügend Geld dabei. Man isst hier Stundenlang so viel man möchte. Es werden ständig neue Leckerein aus Meeresfrüchten serviert. Für umgerechnet 15 €(heute ist es teurer) bekommt man ein fantastisches Essen. Es ist allerdings angebracht, sein Getränke selber mit zu bringen.

11.03.2001

Den letzten Tag verbrachten wir fast ausschließlich an der Waterfront. Warum müssen wir wieder nach Deutschland zurück? Man müsste alles hinter sich lassen können

12.03.2001

Heute war unser Abreisetag. Die letzten Stunden verbrachten wir in diesem Super – Einkauf – Zentrum. Später musste wir dann wirklich zurück fliegen

13.03.2001

Deutschland 08:00 Uhr Regen, Wind, 3 Grad Celsius, eine Strafe

Nachbetrachtung

Wir sind nun schon häufig an die gleichen Stellen gereist, müssen aber sagen, dass es nicht langweilig wurde. Die Cedarberge werden wir bestimmt noch einmal im August / September besuchen. Möglicherweise werden wir dann auch mal versuchen, zu angeln. Dieser Urlaub, ziemlich spontan gemacht, war zum relaxen gedacht. Es hat ausgesprochen gut funktioniert.

 

Südafrika Okt ‘00

20 Nov


14. Okt 2000 – 6. Nov 2000

Vorbereitung

Die Buchungen machte wir wieder wie bei unsere ersten Reise. Dadurch, dass wir wesentlich länger in Südafrika waren, konnten wir unsere Ost – West – Ausdehnung vergrößern. Die Orte Hermanus und Plettenberg Bay wurden noch durch Giant’s Castle ergänzt. Durch unsere Erfahrungen der ersten Reise konnten wir nun die Planung natürlich noch präziser machen.

14. Okt

Um 04:30 Uhr starteten wir nach Düsseldorf. Der Flug ging über Zürich und Johannesburg nach Cape Town. In Johannesburg ging alles sehr sehr gelassen vor sich, so dass wir bei der Einwanderung fast zu lange warten mussten, denn wir hatten ja die Zeit unseres Weiterflugs im Kopf. Laufenden Schrittes stürmten wir dann schließlich durch den ganzen Flughafen zu einem Schalter, dessen Computer nicht funktionierte. Das Flugzeug wartete aber geduldig, wir waren nicht die einzigen die dort ausharren mussten. Schon, jetzt gerade mal 1 Stunde in unserem Urlaubsland, fielen die deutschen (selbst müssen wir uns da ganz weit distanzieren) wieder äußerst unangenehm auf. Die mit dem augenscheinlich
dicksten Konto, benahmen sich albern wie Kinder. Man muss sich schämen und traut sich nicht, sich als Deutscher zu verraten. Schließlich kamen wir gegen 23.00Uhr in Cape Town an. Wir hatten uns von Deutschland aus einen Transfer in der Stadt gebucht. Der Fahrer war mehr als freundlich und hilfsbereit. Die erste Nacht verbrachten  im Hotel. Wir waren froh, wieder hier zu sein.

15. Okt

Nach einem fabelhaften Frühstück eierten wir durch Cape Town, um unser Fahrzeug ab zu holen. Die Fahrt nach Hermanus war nichts ungewöhnliches mehr, an den Linksverkehr brauchten wir uns nun nicht mehr gewöhnen. Wir hatten in Hermanus exakt die gleiche Wohnung bekommen. Wir waren zu Hause. Gleich machten wir die Terrassentür auf und packten unser Gepäck aus. Von draußen drangen eigenartige,
unbekannte Geräusche herein. Als ich ins Wohnzimmer ging um der Sache auf den Grund zu gehen, sah ich einen, unseren ersten Wal. Ungläubig rannten wir zum Wasser. Sie waren alle so nah, dass man sie fast hätte streicheln können. Später machten wir unseren ersten Einkauf, leider bekommt man am Sonntag kein Wein.

16. Okt

Morgens war kein einziger Wal zu sehen, also fuhren wir nach Cape Town. Der botanische Garten ist einzigartig. Später aßen wir in V&A Waterfront etwas mexikanisches. Nach einigem rumschlendern fuhren wir über eine sehr schöne Nebenstrecke, am Wasser entlang, zurück nach Hermanus. Aus der Küche heraus konnte ich in weiter Ferne eine Wal springen sehen. Genauso wie man es aus dem Fernsehen kennt, nur eben jetzt live. Wir nahmen unser Fernglas mit und erhielten einzigartige Eindrücke von den Tieren. Das Kochen musste jetzt noch lange warten. Es war noch besser als gestern.

17. Okt

Gegen 08.00Uhr starteten wir die Vier – Pässe – Tour durch das Weinland. Die Landschaften verwöhnten uns mal wieder mit ihren Schönheiten. Abends genossen wir einfach nur das Sein. Strand, Bier, Strand, Bier, Strand, usw.

18. Okt

Auch auf diese Reise wollte wir nach De Hoope fahren. Zu der Zeit sollen die Wale garantiert sein. Tatsächlich, wir beobachteten mehrere Wale, wie sie da so langsam im Wasser trieben. Diesmal konnten wir nicht so dicht dabei sein, hatten aber einen sehr schönen Überblick.

19. Okt

Der Cliff Path stand heute auf dem Plan. Es war leider sehr ungemütlich, dass wir fast, hätten wir nicht in der Ferne wieder einen Wal gesehen, wieder umgekehrt wären.

20. Okt

Heute waren wir früh los in Richtung Kaphalbinsel. Wir besuchten wieder die Pinguine in Simon’s Town und ruhten ein wenig dort am Strand. Später fuhren wir dann wieder zur Waterfront. Hier aßen wir wieder lecker, schauten uns einen Film im Kino an. Der Tag war wieder perfekt. Abends überkam uns leider der Frust, denn wir hatten unsere Heimat gefunden, wussten aber, dass wir wieder abreisen werden.

21. Okt

Wieder machten wir ein Pässetour. Wir landeten das erste Mal in Stellenbosh. Es ist wirklich nett dort, viele kleine Straßenkaffees, gelegen in sehr schöner Landschaft.

22. Okt

Wir musste unbedingt noch ein mal nach Stellenbosh fahren. Es werden viele Immobilien angeboten, hier könnte man sich wohl leicht zu hause fühlen. Würden wir uns mal in diese Gegend nieder lassen, wird es
bestimmt Stellenbosh sein. Unsere Fahrt führte uns wieder nach Cape Town. Wir schauten uns einen fantastischen Film im Imax – Kino an.

23. Okt

Es ging weiter nach Plettenberg Bay. Nach schon gewohnt langer Fahrt, trafen wir wieder in der bekannten Anlage ein. Hier trafen wir den typischen deutschen Südafrika – Urlauber. Der wird mir einem Bus von
Attraktion zu Attraktion geschleppt. Hat dann ein paar Minuten Zeit für seine Fotos und fährt dann weiter. Oh man, zum Glück haben wir noch nie eine solche Pauschalreise gebucht. Es lies sich diesmal nicht umgehen, uns mit denen zu unterhalten. Erstaunlicher Weise glauben die einen einzigartigen Urlaub zu machen, die Träumer. Wir waren eigentlich überrascht, dass wir auch hier Wale sehen konnten. Die und die Delfine zauberten für uns eine tolle Vorstellung.

24. Okt

Es regnete schon als wir wach wurden und das änderte sich erst am Abend. Daher machten wir heute nicht aufregendes. Wir bummelten ein bisschen durch Knysna und machten uns im wesentlich in unsere Wohnung gemütlich.

25. Okt

Von Plettenberg Bay aus kann man sehr schöne Rundtouren machen. Man fährt einfach nur so durch die schönsten Landschaften. Wir entdeckten den Ort Prince Alfred. Überall drum herum sah es eher karg aus. Der Ort aber war sehr schön grün. Wir fuhren heute 7 Stunden rum, hatte sich aber gelohnt.

26. Okt

Es war mal wieder Extrem – Touring angesagt. Um 05:30 Uhr starteten wir nach Shamwari. Wir sahen mal im Fernsehen einen Bericht von diesem privaten Game – Reserve. Wir erlebten den bis heute tollsten Tag in Südafrika. Obwohl der Zutritt uns ziemlich teuer erschien, sahen wir viele viele viele Tiere. Der Besuch ist ein muss!

27. Okt

Im November fiel uns Nature’s Valley als eine Naturoase auf. Wir musste da noch mal hin, und schauten, ob es Sinn machen würde, hier eine Wohnung zu besitzen. Die Fahrt führte uns dann weiter nach Tsitsikamma, wieder gingen wir den Otter – Trail bis zum Wasserfall, wo wir uns genüsslich ein Bier schlabberten. Abends in Plettenberg Bay besuchten wir wieder unsere Wale.

28. Okt

Wir fuhren heute ein bisschen an der Gardenroute entlang. George muss man nicht unbedingt besuchen. Die Orte sind alle ziemlich extrem auf den Tourismus ausgelegt, die Überwältigung hält sich für uns daher eher in grenzen.

29. Okt

Trotz unbeständigem Wetter machten wir uns im Nature’s Valley zu einer Wanderung auf. Hier ist es ausgesprochen grün, man ist der Natur ziemlich nahe, leider auch den kleinen Krabbeltieren, die man lieber nicht auf der Kleidung haben sollte. Es war trotzdem eine schöne Wanderung.

30. Okt

Abreisetag in Plettenberg Bay. Wir fuhren 740km durch die Transkei bis nach Umtata. Die Landschaften sind atemberaubend. Man sollte in Südafrika keine Innlandsflug machen, da man viel zu viel verpassen
würde.

31. Okt

Heute waren wir endlich in Giant’s Castle angekommen. Das Wetter ist leider nicht so, wie man es sich wünschen würde. Wir wohnen in einer Hütte, die ziemlich spartanisch ausgestattet ist. Es ist kalt und wir
bekamen das Feuer nicht richtig an. Später war die Luft in unserer Hütte durch das Feuer so schlecht, das man nicht schlafen konnte.

1. Nov

Das Wetter war mittelmäßig, trotzdem machten wir unsere erste Wanderung. Die Landschaft hier übertrifft wohl alles. Mittags fuhren wir dann Einkaufen. Wir stellten fest, dass hier wohl der Arsch der Welt sein
muss, den wir musste 100km fahren um einen kleinen Supermarkt zu finden. In dem Park hätten wir zwar auch Sachen einkaufen können, aber eben nur das Nötigste. Glücklicher Weise hatten wir Spielkarten dabei. Man kann hier die Natur genießen und wandern, mehr wohl nicht.

2. Nov

Das Wetter war klasse. Wir schlossen, zum Royal Natal N. P. zu fahren. Dort angekommen verschlechterte sich das Wetter dramatisch. Wir wanderten aber trotzdem los. Die Wetterlage spitzte sich aber zu, das
wir beschlossen wieder um zu kehren. Es zeigte sich als sehr weise Entscheidung. Der Wetterumschwung beschleunigte sich dramatisch. Im Gebirge sollte man eben kein Risiko eingehen. Wir konnten allerdings
kein Verständnis für diejenigen aufbringen, die weiter ins Gebirge wanderten, Idioten, denn die Blitze zuckten überall und an bekam auch Einschläge mit.

3. Nov

Wie stellten fest, das sich die Wolken hier, wo wir wohnen sammelten. 5 Kilometer weiter Richtung Parkausgang war das Wetter immer wesentlich besser. Wir fuhren also raus nach Weenen. Ein Park in dem viele Tiere angesiedelt wurden. Wir waren überrascht, dass der Park so klasse war, da wir eigentlich noch nichts von ihm gehört hatten. Giraffen direkt vor unserem Auto, Rhinos in nicht weiter Entfernung. Ein sehr schöner Park

4. Nov

Ein weitere Wandertag. Die Gegend hier ist fürs wandern ausgesprochen gut geeignet. Fast den ganzen Tag wanderten wir hier durchs Gelände. Abends waren wir k. o.

5. Nov

Heute war unser Heimreisetag. Wir packten unsere sieben Sachen, konnten aber nicht, ohne noch ein mal in Weenen die Tiere zu beobachten, bis nach Johannesburg fahren. Der Flieger ging um 23.00 Uhr Richtung Deutschland.

6. Nov

Um 13.10 Uhr waren wir wieder auf deutschem Boden. Wir fuhren 6.850 Km durch Südafrika

Nachbetrachtung

Alleine das Beobachten der Wale vom Festland aus ist schon faszinierend. Man muss nicht umständlich mit Booten zu den Tieren fahren. Shamwari und Weenen sind absolut lohnenswerte Ziele. Wir werden
dort bestimmt noch öfters mal vorbei schauen.  Die Überlandfahrt hat sich als Lohnenswert erwiesen, da die Landschaft ziemlich interessant ist. Der Weg ist aber ein langer. Giant’s Castle war von der Landschaft
her sehr schön, die Unterkunft hingegen bescheiden. Die Häuser konnten prinzipiell nicht abgeschlossen werden (inzwischen können die Unterkünfte verschlossen werden). Da macht man sich schon so seine Gedanken um sein ganzes teures Equipment, dass man dabei hat. Trotz aller Beteuerungen sind dann auch noch meiner Wanderschuhe gestohlen worden, zum Glück nicht mehr. Zudem liegen die Hütten direkt vor den Bergen, so dass zu vermuten ist, dass man häufig mit schlechtem Wetter rechnen muss. Insgesamt gesehen kann man dort aber hervorragend die Natur genießen.

 
 

Südafrika Nov ‘99

20 Dez


26. Nov 1999 – 11. Dez 1999

26. Nov

Vorbereitung

Die Flüge und den Mietwagen buchten wir in unserem Reisebüro, die Unterkünfte über einen für Südafrika spezialisierten Anbieter. Die Vorbereitungen traf, wie immer Ilona. Sie besorgte sich die besten Reiseführer und arbeitet für unsere Zeit einen hervorragenden Plan aus. Die Aufenthaltsdauer und die endlose Weite des Landes schränkte unser Areal natürlich ein. Einen Inlandsflug wollten wir nicht  machen. Der westlichste Ort sollte Cape Town und der östlichste der Addo Elefanten Park. Wir benötigten also zwei Orte, die die Strecken etwa drittelten. Hermanus sollte unsere erste Stadt heißen, da wir hofften hier noch ein paar Wale sehen zu können. Der zweite war Plettenberg Bay.

26. Nov

Die Nacht zuvor feierte ich bis morgens um 03.00Uhr. Unsere Reise begann um 10.30Uhr, die Kopfschmerzen waren entsprechend (wovon die wohl kamen?). Unsere Schwiegereltern brachten uns nach Hagen. Von dort fuhren wir mit dem Zug nach Düsseldorf. Der erste Flug brachte uns nach München, der zweite dann Richtung Cape Town.

27. Nov

Wir waren die ganze Nacht durchgeflogen. In Cape Town nahmen wir unser Gepäck an und machten uns auf den Weg unser Fahrzeug abzuholen. Hoch konzentriert machten wir uns mit unserem Auto auf nach Hermanus. Es dauerte schon eine Weile, bis man sich an den Links-Verkehr gewöhnt hatte. Immer wieder machte man den Scheibenwischern an, obwohl man eigentlich nur mit dem Blinker eine Richtungsänderung andeuten wollte. Wir waren kaum durch Summset West durch, da saßen da einfach ein paar Affen am Straßenrand, ja wir waren wirklich wo ganz anders. Um 09:30Uhr waren wir endlich in unsere Wohnung. Die ganze Anreise dauerte nun 23 Stunden, ganz schön heftig. Die Wohnung befand sich in einem abgeschlossenem und bewachten Bereich. Sie war klasse, groß und alles da, was man benötigt (ist ja eigentlich auch eine 4 Pers Wohnung). Wir waren so dicht am Wasser, dass wir fast dort hinein spucken konnten. Nach einer kleinen Pause mussten wir natürlich erst einmal shopen gehen. Im Ort Hermanus fanden wir einen sehr großen Supermarkt; unkomplizierter Einkauf war gewährleistet. Abends setzten wir uns dann hier auf die Felsen und genossen unseren ersten südafrikanischen Wein während die Sonne langsam  im Meer versank. 

28. Nov

Wecken 07:30 Uhr; Frühstück, los zu unserem ersten Ausflug. 1. Spot war l’Agolhas (südlichster Punkt Afrikas). Hier konnten wir viele Tiere entdecken, die wir nur aus den heimischen Zoos kannten. Unsere Fahrt führte uns dann weiter nach Arnisten zu einem weißen Strand mit hohen weißen Dünen, postkartenschön. Später machten wir uns dann wieder auf die Rückfahrt. Abends konnten wir uns es natürlich nicht nehmen lassen, wieder an unser Wasser zu gehen.

29. Nov

Ilona war heute krank, daher machten wir keinen Ausflug. Glücklicher Weise ist unsere Wohnung so gut gelegen, das wir auch die Schönheit des Landes von hier aus bewundern konnten.  

30. Nov

Heute ging es wieder Richtung Westen. Wir wollten die Kap-Halbinsel erkunden. Unser erstes Ziel war Boulders. Der Ort macht seinem Namen alle Ehre. Große Felsen liegen hier im seichten Wasser. Zahllose Pinguine laufen, schwimmen und tauchen hier herum. Der Ort ist auch zum Baden sehr gut geeignet. Hier gehen wohl viele Anwohner schwimmen. Weiter ging es dann zum Cape Of Good Hope N. R. Zum erstem mal trafen wir auf diese unangenehme Spezies Tourist. Wir konnten uns aber gut von denen fern halten. Dadurch hatten wir dann auch das alleinige Vergnügen Strauße, Paviane und Antilopen zu sehen. Die Rückfahrt machten wir über den schönen Cheapman’s Peak Drive und durch einige Vororte Cape Towns. Zum ersten Mal sahen wir hier die Brände. In Deutschland wären hunderte panisch umher gelaufen, hier sitzt ein Polizist in seinem Wagen beobachten und läst es einfach brennen. 

1. Dez

Schon um 06:30 Uhr frühstückten wir um anschließend möglichst früh zum De Hope Nationalpark zu fahren. Unsere Hoffnung einige Tiere sehen zu können wurden nicht enttäuscht. Aus nächster Nähe sahen wir Zebras, Paviane, Strauße und Antilopen. Elefanten fanden wir leider keine, obwohl wir deren Ausscheidungen ständig durchfuhren. Der Park besitzt auch weiße und absolut einsame Strände. Hier schwammen wir das erste Mal im indischen Ozean. Wir dachten des Öfteren an die Urlauber auf Mallorca, die sich vor anderen Urlaubern nicht retten konnten. Abends machten wir es uns wieder mit einer Flasche Wein gemütlich. In der Ferne brannte ein Berg, was eigentlich ziemlich interessant aus sah.

2. Dez

Auch heute sind wir wieder um 06:30 Uhr aufgestanden. Wir fuhren ziemlich früh nach Cape Town. Die Stadt gehört wohl tatsächlich zu den schönsten Städten der Welt. Wir bummelten durch verschiedene Straßen des alten Stadtkerns und schlenderten durch das eine oder andere Einkaufszentrum. Als wir Abends wieder in Hermanus angekommen waren, bemerkten wir, dass uns das Land wohl nicht mehr los lassen wird.

3. Dez

Nach der langen Fahrt von gestern wollten wir es heute mal etwas gemütlicher angehen lassen. Im wesentlichen blieben wir in der Umgebung von Hermanus. Im Ort selbst liefen wir bei allen Immobilienmaklern vorbei. Es sieht wohl so aus, als ob wir uns regelrecht in das Land verliebt haben. Nachmittag dachten wir nur noch an einen längeren Aufenthalt in Südafrika nach, wie man so etwas gestalten sollte und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssten. Nachdem wir dabei all unsere Weinreserven verbraucht hatten vielen wir ins Koma.

4. Dez

Unsere Wohnung in Hermanus musste heute verlassen werden. Wir fuhren 450 km bis nach Plettenberg Bay. Hier stellten wir fest, das die Unterkunft nicht ganz unser Niveau war. Wir sahen gegen die anderen
Gäste eher aus wie Penner, aber egal, wir können ja nichts dafür, dass die anderen wie Pinguine rumlaufen. Unsere Unterkunft ist spitze, wenn man bedenkt, dass sie billiger war als die in Hermanus, unvorstellbar.
Über eine Düne gelangten wir ans Wasser. Viel Delfine surften mit den Wellen.

5. Dez

Für heute war wieder ein ganz große Tour geplant. Es ging nach Addo Elephants N. P. Die Fahrt durch den Park zeigte sich nach der langen Anfahrt als ziemlich anstrengend, denn gleichzeitig  mussten wir uns ja
noch auf das entdecken der Tiere konzentrieren. Drei Stunden fuhren wir rum, entdeckten zwar das eine oder andere Tier, aber eben kein Elefant. Doch plötzlich standen sie da. Eine Gruppe von mehr als 30 Elefanten befanden sich an einem Wasserloch und amüsierten sich dort. Man das war toll. Im Zoo sieht man ein paar Tiere stehen, hier sind es so viele und so frei: ein fantastisches Erlebnis. Die Krönung wäre noch ein Nashorn gewesen. Der Tag war mit 700km Fahrstrecke ziemlich anstrengend. Das Wetter wurde schlechter. 

6. Dez

Nikolaus war da, schlechtes Wetter auch. Wir fuhren einfach so lange Richtung Westen, bis wir in Mosselbai schönes Wetter ereichten. Auch hier fanden wir einen einsamen Strand, der zum spazierengehen einlud.

Auf dem Rückweg nahmen wir die Sonne mit.

7. Dez

Für heute war Wandern in Tstsikamma N. P. angesetzt. Auf dem Hinweg sind wir durch Nature’s Valley gefahren. Eine traumhaft schöne Gegend, wie im Paradies. Im Tstsikamma N. P. machten wir uns auf die Socken, es sollte der erste Teil des Otter – Trail gegangen werden. Das war eine klasse Wanderung.
Sie beinhaltete einige Schwierigkeitsgrade. Am Wasserfall wurden wir aber für unsere Bemühungen belohnt. Hier im Park war die Brandung bestimmt über 6 Meter hoch, eine kolossales Naturspiel.

8. Dez

Nach Outshorn in Richtung Norden brachte uns der schon recht waghalsige Montagu – Pass. Hier sollen 97 % aller Strauße leben. Die waren aber wohl gerade im Urlaub. Sehr viele konnten wir nicht sehen. Die Rundfahrt führte durch die kleine Karoo wieder nach Plettenberg Bay. Der Ausflug war sehr schön, aber auch wieder anstrengend. Unsere Delfine ließen alles jedoch wieder in Vergessenheit geraten.

9. Dez

Da das Wetter hier wieder schlechter zu werden scheint, machten wir uns noch einmal auf nach Addo. Wir wussten jetzt ja, wo wir die Elefanten finden werden. Tatsächlich war es dann auch wieder so, wie bei unserem ersten Besuch. Jetzt waren es aber wohl mehr als 100 Dickhäuter.

10. Dez

Der letzte Tag vor unserem Abflug. Wir sind heute nicht weit rum gefahren. Im Tstsikamma N. P. entspannten wir noch mal richtig und genossen die großartige Natur. Später versuchten wir etwas zu schlafen, da wir um 22:00 Uhr schon wieder nach Cape Town fuhren.

11. Dez

Um 3:30 Uhr kamen wir am Flughafen an. Wir fuhren mit dem Auto 5.525 km. Der Rückflug war wieder sehr lang. Am Ende dachten wir sogar, dass die Maschine abstürzen wird, so eine Flug hatten wir noch nie, da kann man sich leicht in die Hose machen. Hier in Deutschland ist es kalt und nass, wir wollen wieder zurück. Zurück in unsere neue Heimat?

Nachbetrachtung

Die Reise war sehr gut vorbereitet. Wir konnten immer flexibel unsere Routen durchführen. Die beiden Unterkünfte waren ausgesprochen gut. Hier würden wir immer wieder herkommen. In Hermanus hatten wir gehofft, noch einige Wale sehen zu können, dafür waren wir aber zu spät, etwa 6 Wochen. Statt nur an zwei Orten unser Lager aufzuschlagen, wäre es ratsam gewesen eine weiter Unterkunft zu nutzen, damit die Fahrstrecken nicht ganz so lang werden würden. Wir waren froh, dass wir uns meisten von den Touristen fern halten konnten, die benahmen sich, wie wir es auch schon oft in den USA bemerkten, unmöglich. Die lange Rückfahrt zum Flughafen war auch ziemlich ungeschickt. Den letzten Urlaubstag werden wir wohl nicht mehr so weit von dem Flughafen entfernt verbringen.